Review: Marvel’s The Defenders – Episode 1-4 (Netflix)

Das Hauptplakat der ersten Staffel "The Defenders" (© Netflix)

Das Hauptplakat der ersten Staffel “The Defenders” (© Netflix)

Inhalt: Danny „Iron Fist“ Rand (Finn Jones, „Game of Thrones“) ist mit Colleen (Jessica Henwick) in Kambodscha unterwegs, um neue Beweise gegen „Die Hand“ zu sammeln. Dort treffen sie auf eine mysteriöse, blitzschnelle Frau, die ihre Arbeit zunichte macht. Jessica Jones (Krysten Ritter, „Search Party – Der abgefahrendste Roadtrip aller Zeiten“) nimmt während ihrer Trinkgelage widerwillig einen neuen Job an, der bald große Kreise zieht. Matthew „Daredevil“ Murdock (Charlie Cox, „Die Entdeckung der Unendlichkeit“) möchte nach seinen großen Verlusten eigentlich nur noch als Anwalt praktizieren, muss aber schnell einsehen, dass dieser Plan schwer umsetzbar ist. Luke Cage (Mike Colter) wird aus dem Gefängnis entlassen und bekommt sehr schnell mit, dass eine neue Macht in Harlem unterwegs sind. Unabhängig voneinander folgen alle ihren Spuren, die bei der mysteriösen Alexandra (Sigourney Weaver, „Chappie“) zusammenlaufen. Als die vier Superhelden bemerken, dass sie alleine keine Chance gegen Alexandra und ihre Leute haben, raufen sie sich zusammen, um als Team New York wieder sicher zu machen.

Kritik: Während in den Kinos die „Avengers“ seit längerem für Recht und Ordnung sorgen, präsentiert Marvel sein anderes Universum seit dem Start von „Daredevil“ im Jahr 2015 auf Netflix. Nach einem weiteren Jahr „Daredevil“, sowie einzelnen Staffeln von „Jessica Jones“, „Luke Cage“ und zuletzt „Iron Fist“ warteten die Fans jetzt sehnsüchtig auf die erste Vereinigung der Helden in „The Defenders“. Mit Interesse wurde verfolgt, dass für das bisherige „Center Piece“ dieser Serienwelt die Episoden-Anzahl von 10-13 auf 8 heruntergefahren wurde. In den ersten vier Episoden lässt sich schon ausmachen, dass diese Entscheidung von Evan Perazzo und seinem Team komplett aufgeht. Während die Einzel-Serien der Marvel-Helden durchweg mehr oder weniger große Durchhänger zu verkraften hatten, wird hier von Beginn an eine extrem kompakte Erzählstruktur geboten. Obwohl sich die Macher die Zeit nehmen, die Figuren sinnvoll zueinander zu führen und neue Charaktere erst einmal gebührend vorzustellen, ist der Unterhaltungswert absolut erstklassig.

Gerade wenn sich die vier Titelhelden so langsam aneinander gewöhnen und sich gegenseitig aufziehen, bietet die Serie überraschend viel Humor. Natürlich werden die Stärken und Schwächen der Figuren auch bei geteilter Bühne offensichtlich. Wenig verwunderlich vereinigt die versoffene und erstaunlich kraftvolle Privatdetektivin Jessica Jones, die von Krysten Ritter weiterhin mit rotzigem Charme gespielt wird, die wohl besten Szenen auf sich. Der anspruchsvollste Part geht wohl an Charlie Cox, dessen Matt Murdock eigentlich nicht mehr den blinden Ninja geben möchte. Finn Jones und Mike Colter stehen da zwar – wie in den Einzel-Serien – ein wenig zurück, deuten aber an, dass sie ein wirklich gutes (Anti-)Buddy-Duo werden können. Als prominenter Neuzugang gibt Kinoikone Sigourney Weaver den Hauptgegner für die Titelhelden. Mit einschüchterndem Pragmatismus zeigt auch sie, dass die Marvel-Bösewichter auf dem kleinen Bildschirm deutlich überzeugender sind.

Die Defenders erstmals vereint (© Netflix)

Die Defenders erstmals vereint (© Netflix)

Selbstverständlich geben sich zahlreiche Charaktere, die bereits als wichtige Parts im Universum eingeführt worden sind, auch hier die Ehre. So sind in den ersten Episoden unter anderem erneut Jessica Henwick, Rosario Dawson („The Captive – Spurlos verschwunden“), Deborah Ann Woll („Catch.44 – Der ganz große Coup“), Elden Henson („Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2“), Rachael Taylor („The Loft“), Scott Glenn („The Paperboy“) und Elodie Yung („Gods of Egypt“) vertreten.

Das Warten scheint sich gelohnt zu haben. Die Macher beweisen hier deutlich, dass sie sich die (mehr oder weniger großen) Probleme der Vorgänger zu Herzen genommen haben. Mit hohem Tempo, stimmiger Atmosphäre, einer gelungenen Mischung von Crime-Drama, Humor und Action, sowie einer höchst interessanten Gegenspielerin hat „Marvel’s The Defenders“ in den ersten vier Episoden alle Anlagen, um wirklich der beste Beitrag der bisherigen Marvel-Netflix-Kooperation zu werden.

Die erste Staffel der Serie ist ab dem 18.08.2017 im Programm von Netflix zu sehen.

4 von 5 Punkten


Quelle:Netflix, YouTube

Marvel's The Defenders - Episode 1-4

Originaltitel:Marvel's The Defenders - Episode 1-4
Showrunner:Evan Perazzo
Darsteller:Krysten Ritter, Finn Jones, Mike Colter, Charlie Cox
Genre:Fantasy-Action-Serie
Produktionsland/-jahr:USA, 2017
Verleih:Netflix
Länge:4 x 45-55 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 15.08.2017
Review: Marvel’s The Defenders – Episode 1-4

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