Review: Avengers – Infinity War (Kino)

Das Hauptplakat von "Avengers - Infinity War" (© Disney/Marvel)

Das Hauptplakat von “Avengers -- Infinity War” (© Disney/Marvel)

Inhalt: Noch ahnen die Avengers nicht, dass die Zukunft der Welt gefährdet wie nie ist. Das gefürchtete Wesen Thanos (Josh Brolin, „Hail, Caesar!“) ist auf der Jagd nach den Infinity-Steinen, mit denen er gottesgleichen Status bekäme und ein unvergleichliches Massaker anrichten könnte. Iron Man (Robert Downey Jr.), Hulk (Mark Ruffalo, „Can A Song Save Your Life?“), Captain America (Chris Evans, „Begabt – Die Gleichung eines Lebens“), Thor (Chris Hemsworth, „The Huntsman and the Ice Queen“), Black Widow (Scarlett Johansson, „Ghost In the Shell“), Doctor Strange (Benedict Cumberbatch, „The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben“) und die anderen Helden müssen alle ihre internen Streitigkeiten vergessen, um sich dem Feind stellen zu können. Unerwartete Unterstützung finden sie in der als Guardians of the Galaxy bekannten Gruppe Star-Lord (Chris Pratt, „Jurassic World“), Gamora (Zoe Saldana, „Rosemary’s Baby“), Rocket (Bradley Cooper, „Limitless“), Groot (Vin Diesel, „xXx – Die Rückkehr des Xander Cage“) und Drax (Dave Bautista, „Bushwick“). Während Thanos einen Stein nach dem anderen findet, schmieden die Kämpfer einen Plan, um ihn um jeden Preis zu stoppen.

Kritik: Die Brüder Joe und Anthony Russo waren zuletzt bereits als Regisseure der „Captain America“-Filme „The Return Of The First Avenger“ und „The First Avenger – Civil War“ ein fester Teil des Marvel-Universums. Nach diesen beiden überzeugenden Beiträgen zum Franchise bekamen sie nun die Chance, den dritten (und bald auch den vierten) Teil der „Avengers“-Reihe zu drehen. Der Auftakt zum (vorerst) letzten Akt des sensationell erfolgreichen Helden-Zusammentreffens liefert schnell genau das, was die meisten erwarten sollten. Die Einsätze und Risiken sind merklich etwas höher, als es die Fans aus den bisherigen Filmen kennen. Dramaturgisch werden ansonsten keine neuen Wege beschritten. Mit einem riesigen Cast versuchen die Macher, allen Figuren etwas Raum in der Geschichte zu geben, ehe es dann in die gemeinsame Schlacht geht.

Diese Herren haben bald sehr viel zu tun (©Marvel Studios 2018)

Diese Herren haben bald sehr viel zu tun (©Marvel Studios 2018)

Bis zum Ziel gibt es natürlich die bekannten Kampfsequenzen, die gewohnt ordentlich inszeniert sind, aber eher nicht groß in Erinnerung bleiben werden. Viel mehr Freude macht hier der Franchise-typische Humor, der hier sehr konstant (vor allem in Person der „Guardians“) zündet. Im Schlussdrittel legt „Avengers – Infinity War“ dann aber noch einmal tüchtig zu. Die in den Trailern schon angedeuteten Massen-Sequenzen haben erhofft epische Ausmaße und erinnern schon fast mehr an „Herr der Ringe“ als an die bisher bekannten Endkämpfe. Es wird auch offensichtlich, dass das größte Augenmerk und der dazugehörige Einfallsreichtum in diese Phase des Films gelegt wird. So gelingt es, noch einmal neue Vorfreude für die folgende MCU-Beiträge aufzubauen.

Wenn es jemals einen Grund gab, den Begriff All Star-Besetzung auszurufen, dürfte das hier der Fall sein. Natürlich ist die reine Summe der Charaktere viel zu groß, um unauffällige Auftritte zu verhindern. Zum Glück können sich die Macher auf charismatische Weltstars und aufstrebende Darsteller wie Elizabeth Olsen („Ingrid Goes West“) und Dave Bautista verlassen, weswegen die sprunghafte -- und etwas schematische Erzählung -- bis zu ihrem Finale kaum Durchhänger hat. Eine der größten Schwächen des Franchises waren häufig die Antagonisten. Der lange angekündigte Auftritt von Thanos fällt glücklicherweise in eine deutlich bessere Kategorie. Das Monstrum bekommt klare Motive und rutscht schon so nie in einen eindimensionalen Bereich ab. Dazu gelingt es Charakterdarsteller Josh Brolin, der Figur auch abgesehen von der Physis eine bedrohliche Präsenz zu verleihen.

Obwohl große Innovationen und erzählerische Kreativität im Film fast keine Rolle spielen, ist „Avengers – Infinity War“ der erhoffte Blockbuster. Es gelingt, diese absurd große Anzahl von Figuren zu einem stimmigen Ganzen zu vereinen und sie in den wohl spektakulärsten Schlussakt zu schicken, den die Marvel-Helden bislang zu bieten hatten.

4 von 5 Punkten


Quelle: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany, Marvel, Leinwandreporter TV, YouTube

Avengers: Infinity War

Originaltitel:Avengers: Infinity War
Regie:Anthony und Joe Russo
Darsteller:Robert Downey Jr., Josh Brolin, Chris Evans, Scarlett Johansson, Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Jeremy Renner, Benedict Cumberbatch, Chadwick Boseman, Chris Pratt, Tom Hiddleston, Gwyneth Paltrow, Benicio del Torro
Genre:Fantasy, Action
Produktionsland/-jahr:USA, 2018
Verleih:Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
Länge:149 Minuten
FSK:ab 12 Jahren
Kinostart:26.04.2018

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Disney Deutschland

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 25.04.2018
Review: Avengers – Infinity War (Kino)

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