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Review: Jurassic World (Kino)

Das Kino-Plakat zu "Jurassic World" (Quelle: Universal Pictures)

Das Kino-Plakat zu „Jurassic World“ (Quelle: Universal Pictures)

Inhalt: Die Welt hat sich inzwischen an die Existenz von Dinosauriern gewöhnt. Die Katastrophe im Jurassic Park ist 22 Jahre her und auf der Isla Nublar in der Nähe von Costa Rica lockt der enorme Freizeitpark „Jurassic World“ inzwischen täglich Tausende von Besuchern. Der Eigentümer Simon Masrani (Irrfan Khan), der die Nachfolge von John Hammond angetreten hat, möchte den Park und seine Attraktionen immer spektakulärer und größer werden lassen. Deswegen arbeitet sein Chef-Genetiker Henry Wu (BD Wong, „Oz – Hölle hinter Gittern“) täglich an neuen Kreaturen. Ein Highlight soll der Indomius Rex werden, ein gigantischer Fleischfresser, der in der Natur nie existiert hat. Kurz bevor dieser der Öffentlichkeit vorgestellt wird, kommen die Brüder Zach (Nick Robinson) und Gray (Ty Simpkins, „Insidious: Chapter 2“) in den Park. Sie wollen ihre Tante Claire (Bryce Dallas Howard, „50/50 – Freunde fürs (Über)Leben“) besuchen, die die Abläufe in der „Jurassic World“ regelt. Kaum sind die beiden angekommen, bricht im Park Chaos aus: Der Indomius Rex hat sich befreit und tötet alles, was ihm über den Weg läuft. Zach und Gray waren zuletzt auf einer Tour durch ein Gehege, sind aber spurlos verschwunden. Claire findet Hilfe bei dem Ex-Soldaten Owen (Chris Pratt, „Her“), der ansonsten hauptberuflich Raptoren trainiert. Mitten in einer 65 Millionen Jahre alten Wildnis versuchen sie, die Kinder wieder nach Hause zu bringen.

 

Abenteuer-Urlaub der modernen Art (Quelle: Universal Pictures)

Abenteuer-Urlaub der modernen Art (Quelle: Universal Pictures)

 

Kritik: Der Klassiker von Steven Spielberg aus dem Jahr 1993 setzte neue Maßstäbe und prägte das Kino der Zukunft. Dieses Popcorn-Kino der neuen Art begeisterte Jung und Alt, Durchschnittskinogänger und Kritiker. Die Fortsetzungen verließen sich dann zu sehr auf die Magie der Dinosaurier, bauten aber inhaltlich stark ab. Vierzehn Jahre nach dem schwachen dritten Film ist der Vergnügungspark der anderen Art wieder auf der Leinwand zurück. Der für die meisten Zuschauer unbekannte Colin Trevorrow bekam die Möglichkeit, mit etwa 150 Millionen US-Dollar Budget T-Rex, Raptoren und Co. in ein neues Abenteuer zu schicken. Ein wenig überraschend gelingt ihm dabei die wohl beste Fortsetzung des Meisterwerks.

Owen und seine Raptoren (Quelle: Universal Pictures)

Owen und seine Raptoren (Quelle: Universal Pictures)

Mit einer geradlinigen, spannenden Story und zahllosen Schauwerten fällt es nicht ins Gewicht, dass hier wenig wirklich neu ist. Der 3D-Effekt – auch wenn er nur selten wirklich ausgenutzt wird – macht stellenweise wirklich Spaß. Und Hand aufs Herz: Wir Zuschauer wollen einfach die Kreaturen sehen, wie sie jagen, zerstören und die Parkbesucher ans andere Ende der Nahrungskette befördern. Das neue Obermonster sieht schön fies aus und verdient sich den Raum im Zentrum des Filmes. Allerdings hat sich das Design der Urzeit-Kreaturen über die Jahre kaum verändert, was aber mehr für die atemberaubende Arbeit von Stan Winston im ersten Film spricht. Zum Glück ist ein großer Teil des Geschehens in „Jurassic World“ (im Gegensatz zu Teil 2 und 3 des Franchises) in sich schlüssig, wodurch sich Popcorn-Unterhaltung der besten Art entwickelt.

Claire und Owen könnten kaum unterschiedlicher sein (Quelle: Universal Pictures)

Claire und Owen könnten kaum unterschiedlicher sein (Quelle: Universal Pictures)

Tatsächlich gibt es aber noch einige beachtenswerte menschliche Figuren im Film. Hauptdarsteller Chris Pratt hat seit „Guardians of the Galaxy“ eine Karriere als neuer Harrison Ford gestartet. Mit smarten Sprüchen und coolem Auftreten geht er hier als Raptor-Dompteur den nächsten Schritt. An seiner Seite bekommt vor allem Bryce Dallas Howard als zunächst humorloser Workaholic Claire viel Spielzeit und gefällt ebenfalls. Die Kinder-Darsteller Nick Robinson und Ty Simpkins hinterlassen noch einen guten Eindruck. Vincent D’Onofrio („Escape Plan“) darf den Bösewicht mimen, der die Dinosaurier anderweitig nutzen will. Dazu kommt noch der französische Superstar Omar Sy („Ein MordsTeam“), der gemeinsam mit Pratt die Raptoren hütet und Jake Johnson („New Girl“), der in der Park-Security all den Schrecken (wie die Zuschauer) vor einem Bildschirm erlebt.

Ein große Stärke von „Jurassic World“ ist es, dass der Film ganz genau weiß, was er ist. Er spielt scherzhaft mit den Fortsetzungs-Regeln und verneigt sich zwischendurch bis zum herausragenden Finale immer wieder vor dem Genie des Originals. So liefert dieser Comeback-Film zwar nichts wirklich Innovatives, erreicht dabei aber eine durchaus hohe Qualität. Die Fans der Reihe werden am Ende des Tages ebenso bedient wie die Freunde guten Blockbuster-Kinos. Auf diese Art haben die lange ausgestorbenen Dinosaurier noch eine schöne Zukunft vor sich.

4 von 5 Punkten


Quelle: Universal Pictures, Leinwandreporter TV, YouTube

Jurassic World

Originaltitel:Jurassic World
Regie:Colin Trevorrow
Darsteller:Chris Pratt, Bryce Dallas Howard, Ty Simpkins
Genre:Action, Abenteuer
Produktionsland/-jahr:USA, 2015
Kinostart:11.06.2015
Verleih:Universal Pictures
Länge:124 Minuten
FSK:ab 12 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 11.06.2015
Review: Jurassic World (Kino)

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