Review: Long Shot – Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich (Heimkino)

Das DVD-Cover von "Long Shot" (© StudioCanal)

Das DVD-Cover von „Long Shot“ (© StudioCanal)

Inhalt: Fred Flarsky (Seth Rogen, „The Disaster Artist“) ist Journalist aus Leidenschaft. Mit seinem komplett kompromisslosen Vorgehen eckt er aber so sehr an, dass er wieder einmal ohne Job dasteht. Als ihn sein bester Kumpel Lance (O’Shea Jackson Jr., „Straight Outta Compton“) mit auf eine Party nimmt, trifft er auf Außenministerin Charlotte Field (Charlize Theron, „Monster“), die vor vielen Jahren die Babysitterin und der erste Schwarm von Fred war. Tatsächlich verstehen sich die ambitionierte Powerfrau und der chaotische Reporter direkt wieder gut, weshalb sie ihm eine Stelle als Redenschreiber anbietet. Während die beiden gemeinsam die Welt umrunden, um für eine Initiative von Charlotte zu werben, merken sie, dass sie gar nicht so grundverschieden sind, wie es den Eindruck macht. Doch gibt es überhaupt eine Möglichkeit, sich wirklich näher zu kommen?

 

Kritik: Der Name Seth Rogen dürfte von den meisten mit derber, lauter Comedy in Verbindung gebracht werden. Das unterstrich er unter anderem auch in „Die highligen drei Könige“, der bis hierhin letzten Zusammenarbeit von ihm und Regisseur Jonathan Levine. Wie es anders funktioniert, hatte das Duo zuvor bereits in dem ausgesprochen herzlichen „50/50 – Freunde fürs (Über)Leben“ bewiesen. Bei „Long Shot“ bewegt man sich dann wieder in eher klassischen Gefilden, die mit einem unfreiwilligen Hakenkreuz-Tattoo gebührend eingeläutet werden. Dennoch ist der folgende Film pointierter und empathischer, als viele Zuschauer erwarten dürften. Die Grundgeschichte, wie sich der mollige Slacker und die attraktive Star-Politikerin langsam ineinander vergucken, ist schön und nachvollziehbar erzählt. Nebenhandlungen um Sexismus, idiotische Präsidenten und die Macht der Medien werden humorvoll und treffend eingestreut, ohne dabei bemüht zu wirken.

Fred wird Teil von Charlottes Team (© StudioCanal / Philippe Bossé)

Fred wird Teil von Charlottes Team (© StudioCanal / Philippe Bossé)

Wie viele Artgenossen ist aber auch „Long Shot – Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich“ ein ganzes Stück zu lang. So nimmt der Film ein paar unnötige Umwege, die das Geschehen ohne großen Mehrwert auf 125 Minuten Laufzeit ausdehnen. Trotz dieser Längen läuft die Geschichte aber keine Gefahr, die Zuschauer komplett zu verlieren. Das ist sicherlich auch den beiden Hauptdarstellern zuzuschreiben, die mit ihrer guten Chemie für Glaubwürdigkeit bezüglich der etwas konstruierten Prämisse sorgen. Seth Rogen kann die Rolle des sympathischen Kiffer-Typen mittlerweile im Schlaf spielen, ist aber auch – wenn es darauf ankommt – ein wirklich guter Darsteller. Die schauspielerischen Qualitäten von Charlize Theron sind ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Da sie hier auch im komischen Bereich funktioniert, geht ihr Part komplett auf. O’Shea Jackson Jr. als tiefenentspannter Kumpel von Fred, Bob Odenkirk („Little Women“) als amtsmüder und inkompetenter Präsident sowie ein bis zur Unkenntlichkeit maskierter Andy Serkis („Solange ich atme“), der eine Kopie von Fox-News-Gründer Roger Ailes spielt, überzeugen in Nebenrollen.

Obwohl sich der Film zeitweise in südliche Regionen der Gürtellinie verirrt und die eine oder andere Kürzung sicherlich angebracht gewesen wäre, ist „Long Shot – Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich“ eine sympathische, witzige und gut gespielte RomCom, bei der die Positivaspekte klar überwiegen.

Der Film ist seit dem 30.10.2019 auf DVD und Blu-ray erhältlich und ist aktuell bei Amazon Prime Video im Programm.

3,5 von 5 Punkten

Da bei der Sichtung nur ein Stream (und kein physisches Medium) zur Verfügung stand, sind keine Aussagen zu Bild, Ton und Extras möglich.


Quelle: StudioCanal, YouTube

Long Shot - Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich

Originaltitel:Long Shot
Regie:Jonathan Levine
Darsteller:Charlize Theron, Seth Rogen, O'Shea Jackson Jr.
Genre:Komödie, Liebesfilm
Produktionsland/-jahr:USA, 2019
Verleih:StudioCanal
Länge:125 Minuten
FSK:ab 12 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von StudioCanal

Verfasst von Thomas.

 

Zuletzt geändert am 04.05.2020
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