Review: The Last Ship – Season 3 (Blu-ray)

Das Blu-ray-Cover der dritten Staffel von "The Last Ship" (© Polyband)

Das Blu-ray-Cover der dritten Staffel von “The Last Ship” (© Polyband)

Inhalt: Die Mission der Nathan James war erfolgreich: Der Impfstoff konnte produziert und abgeliefert werden und auch der neue Präsident Jeff Michener (Mark Moses, „The Killing“) wurde gerettet und soll das Land wieder in richtige Bahnen lenken. Ein paar Monate später arbeitet Tom Chandler (Eric Dane) als Chief of Naval Operations für den Präsidenten und soll in Asien – wo es Streitigkeiten wegen der Verteilung der Impfstoffe gibt und die Angst vor einer Mutation der Krankheit grassiert– eine friedliche Einigung organisieren. Schnell merkt er, dass vor allem der neue chinesische Präsident Peng (Fernando Chien, „The Accountant“) eine eigene Agenda zu haben scheint. Währenddessen ist Mike Slattery (Adam Baldwin, „Chuck“) als neuer Kapitän der Nathan James mit seinem Team in Vietnam, um dort neuen Impfstoff abzuliefern. In einem Hinterhalt werden einige von ihnen überfallen und von japanischen Piraten rund um den gefürchteten Takehaya (Hiroyuki Sanada, „Extant“) entführt. Auch auf Chandler wird ein Attentat verübt. Währenddessen bemerkt die junge Mutter Kara (Marissa Neitling, „San Andreas“), die für die Stabschefin Shaw (Elisabeth Röhm, „Lake Placid 4“) im Weißen Haus arbeitet, dass eine stabile Regierung noch ein ganzes Stück entfernt ist.

Kritik: Basierend auf den Büchern des 1993 verstorbenen William Brinkley entstand diese – unter anderem von Michael Bay produzierte – Action-Serie, die sich schnell etabliert hat. Nach einem stellenweise grenzdebilen Eröffnungsjahr, das vor Pathos nur so strotzte und das Publikum tief zurück in den kalten Krieg führte (diese bösen Russen!), gelang es in der zweiten Staffel, zwar nicht glaubwürdige, aber ungemein unterhaltsame und deutlich zeitgemäßere Unterhaltung zu liefern. Nachdem zuletzt einige Handlungspunkte zusammengeführt wurden, mussten neue Feinde her. Da kam die rote Gefahr aus China gerade recht, die hier zum rücksichts- und gnadenlosen Gegenspieler wird. So entwickelt sich erneut zutiefst von Pathos, Ehrgefühl und Brüderlichkeit getragener Unsinn, der aber immer noch deutlich besser unterhält als Staffel 1. Im Verlauf der 13 Episoden werden die Logikschrauben immer mal wieder gelockert, was aber an manchen Stellen so nett übertrieben wird, dass sich ein gewisser Guilty Pleasure-Charme einstellt. Dazu kommen die Action-Sequenzen, die gewohnt kompetent und temporeich inszeniert worden sind.

Suche nach den vermissten Crew-Mitgliedern (© Polyband)

Chandler und sein Team sind auf der Suche nach den vermissten Crew-Mitgliedern (© Polyband)

Ein merklicher Verlust für die solide Action-Serie war das Ausscheiden von John Pyper-Ferguson und Rhona Mitra aus dem Haupt-Cast. Ihre Figuren können von Neuzugängen wie Bridget Regan, die die Sprachexpertin Sasha spielt, nur bedingt ersetzt werden. Eric Dane und Adam Baldwin tragen als – wahrlich nicht emotionale – Protagonisten die idealistischen militärischen Werte, bekommen aber auch hier nur wenig Ecken und Kanten. Eine Entwicklung nehmen Mark Moses, der sich als ungewählter Präsident der schweren Aufgabe stellt und immer wieder gegen deutliche Widerstände kämpfen muss, sowie Marissa Neitling, die als ins Weiße Haus versetzte Kara eine durchaus interessante Storyline spendiert bekommt. Der vielleicht beste Schauspieler in dieser Staffel ist aber Hiroyuki Sanada, der den charismatischen Piraten-Chef Takehaya durchaus doppelbödig spielt.

Es gibt genügend Gründe, „The Last Ship“ nicht zu mögen: Die Serie ist unlogisch, stellenweise extrem konstruiert und zutiefst in amerikanische Farben getaucht. Dennoch ist diesem dritten Jahr – auch wenn es nicht ganz die Qualität der Vorgänger-Staffel hat – der Unterhaltungswert und das ordentliche Action-Handwerk nicht abzusprechen. Insgesamt wird aus den Geschichten um die Nathan James wohl kein Preiskandidat mehr entstehen – das ist aber auch für alle Beteiligten vollkommen in Ordnung.

Einige Soldaten der Nathan James geraten in die Hände skrupelloser Piraten (© Polyband)

Einige Soldaten der Nathan James geraten in die Hände skrupelloser Piraten (© Polyband)

Die Box ist ab dem 24.02.2017 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

3 von 5 Punkten

 

Bild: Technisch bleibt die Serie auf ihrem ordentlichen Niveau. Die saubere Digital-Optik bietet durchgängig ziemlich gute Schärfe und Detaildarstellung. Die Farben sind kräftig und wirken natürlich. An manchen Stellen ist die Sättigung schon ein wenig zu hoch. Schwarzwert und Kontraste wurden fehlerlos eingestellt. Da es höchstens ab und zu ein minimales Rauschen zu sehen gibt, hinterlässt das Bild einen absolut positiven Gesamteindruck.

4 von 5 Punkten

Ton: Akustisch bieten die deutsche und die englische DTS-HD 5.1-Tonspur gutes Actionkino. Die Dialogverständlichkeit ist immer gewährleistet, obwohl es in den hektischen Sequenzen manchmal ein wenig schwer wird, alles mitzubekommen. Erneut gibt es reichlich Explosionen und Schießereien, die schön räumlich und kräftig wiedergegeben werden. Auch die weiteren Hintergrundgeräusche und der Score sorgen für etwas Aktivität auf den äußeren Boxen. Insgesamt keine referenzwürdige, aber deswegen keinesfalls eine schwächelnde Vertonung.

4 von 5 Punkten

Extras: Wie bereits gewohnt, gibt es auch dieses Mal wieder kurze „Inside the Episode“-Featurettes zu jeder Folge (37 Minuten). Hinzu kommen ein „Was bisher geschah“ (3 Minuten), fünf kleine „Behind the Curtain“-Beiträge über verschiedene Charaktere (16 Minuten), ein „Overview Staffel 3“ (4 Minuten) und ein paar Trailer.

3,5 von 5 Punkten

Gesamt: 3,5 von 5 Punkten


Quelle: Polyband, YouTube

The Last Ship - Staffel 3

Originaltitel:The Last Ship - Season 3
Regisseur:Michael Bay
Darsteller:Eric Dane, Adam Baldwin, Charles Parnell
Genre:Action-Serie
Produktionsland/-jahr:USA, 2016
Verleih:Polyband
Länge:13 x 40 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 26.02.2017
Review: The Last Ship – Season 3 (Blu-ray)

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