Review: Lake Placid 4 (DVD)

Das DVD-Cover von "Lake Placid 4" (Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)

Das DVD-Cover von “Lake Placid 4” (Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)

Inhalt: Am Black Lake hat es in den vergangenen Jahren einige Zwischenfälle mit Riesenkrokodilen gegeben, die zahlreichen Menschen das Leben gekostet haben. Aus diesem Grund hat die Firma von Ryan Loflin (Paul Nicholls, „If Only“) einen elektrischen Zaun rund um das Naturschutzgebiet gebaut. So bleiben die Krokodile innerhalb und neugierige Besucher außerhalb des gefährlichen Gebietes. Rangerin Reba Butler (Yancy Butler, „Kick-Ass“) und Sheriff Theresa Giove (Elisabeth Röhm, „Heroes“) überwachen die Absperrungen. Als dann aber eine Schulklasse sich unabsichtlich in das Reservoir verfährt, ist wieder Fütterungszeit für die mutierten Riesenreptilien. Die Schüler, darunter Theresas Tochter Chloe (Poppy Lee Friar, „Little Einsteins“), tun alles, um wieder aus dem Gebiet herauszukommen, in dem der brutale Wilderer Jim Bickerman (Robert Englund, „Freddy Krueger“ „Never sleep again – The Elm Street Legacy“) die Jagd auf die Krokodile eröffnet hat.

Kritik: Im Jahr 1999 wurde der erste „Lake Placid“ mit Bill Pullman, Bridget Fonda und Brendan Gleeson zum Independent-Hit, auf den der Privat-Sender „SyFy“ 2007 und 2010 zwei billig produzierte Fortsetzungen folgen ließ. Auch der vierte Teil der Reihe, der im Original den Untertitel „The Final Chapter“ trägt, ist in die Kategorie simpel gestricktes Creature Feature einzuordnen. Mit einem Mini-Budget gelang es Don Michael Paul („Halbtot – Half Past Dead“) aber zumindest, einen halbwegs unterhaltsamen Trashfilm zu präsentieren. Die Figuren sind zum großen Teil wandelnde Klischees, was aber nicht allzu dramatisch ist, da Charaktere solcher Filme mehr oder weniger wandelnde Appetithäppchen darstellen: Da gibt es die nachdenkliche Theresa, die vorlaute und taffe Reba (die auch schon in Teil 3 vorkam), den geheimnisvollen Fremden Ryan, die brave Streberin Chloe, den merkwürdigen Sonderling Jim usw.

Reba geht auf Tauchstation (Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)

Reba geht auf Tauchstation (Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)

Grausige Animationen, kaum Handlung, viel Spaß

Am deutlichsten stören aber die erschreckend billig animierten Krokodile. Der Zuschauer sieht den Monstern schon auf deutlichem Abstand die simple Computer-Grafik an, was die Tiere natürlich alles andere als bedrohlich wirken lässt. Die Handlung ist ähnlich wie die Figurenzeichnung nur angerissen, wodurch den Genre-Kennern das meiste Gezeigte doch bekannt vorkommen dürfte. Dennoch gönnt sich der Film den ein oder anderen witzigen Dialog und auch die Splattereinlagen kommen hier und da recht sehenswert daher. Von der Hauptbesetzung dürfen natürlich keine großen schauspielerischen Glanzleistungen erwartet werden, wobei Yancy Butler als Reba, die das Herz auf der Zunge trägt, die deutlich besten Momente hat. Als Bonbon für die Horrorfans ist auch Genrelegende Robert Englund als psychisch nicht wirklich stabiler Wilderer zu sehen und bringt es immerhin auf etwa 20 Minuten Spielzeit. Englund lässt mit netten One-Linern sein Alter Ego Freddy aufblitzen und bestimmt während seiner Anwesenheit das Geschehen.

Ryan findet bedrohliche Speisereste (Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)

Ryan findet bedrohliche Speisereste (Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)

„Lake Placid 4“ ist bei weitem kein guter Film, was anhand der Ausgangslage aber auch nicht zwingend zu erwarten gewesen ist. Diese Horrorgeschichte ist Monster-Trash in Reinkultur, der von Robert Englund und einigen sympathischen Einfällen gerettet wird. Trotzdem bewegt sich der Film häufig am Rand zum schwer Erträglichen. Wer Monster-Horror dieser Art mag, dürfte durchaus angetan sein. Für diejenigen, die solchen Werken eher skeptisch gegenüberstehen, wird sich auch durch „Lake Placid 4“ nicht viel an der Meinung ändern.

Ab dem 28.02.2013 ist der Film auf DVD erhältlich.

2 von 5 Punkten

 

Bild: Der Transfer kann zu großen Teilen überzeugen. Die Bildschärfe ist bei Nahaufnahmen sehr gut und punktet mit einer ordentlichen Detailzeichnung. Bei den Panoramaaufnahmen ist die ein oder andere Unschärfe zu erkennen. Die Farben sind satt und lebendig und die Kontraste sind, speziell bei Nachtaufnahmen, auf gehobener DVD-Qualität.

3,5 von 5 Punkten

Ton: Die englische und die deutsche Dolby Digital 5.1-Tonspur bieten eine gute Dialogverständlichkeit. Bei den (Monster-)Effekten wird die Anlage ebenso ordentlich angesprochen, wie von dem soliden Soundtrack.

3,5 von 5 Punkten

Extras: Es gibt keine Bonusmaterialien.

1 von 5 Punkten

Gesamt: 2,5 von 5 Punkten

Hier geht es zur Facebook-Seite von Sony Pictures Home Entertainment


Quelle:Boacuda,YouTube

Lake Placid 4

Originaltitel:Lake Placid: The Final Chapter
Regie:Don Michael Paul
Darsteller: Elisabeth Röhm, Yancy Butler, Robert Englund
Genre:Horror
Produktionsland/-jahr:USA, 2012
Verleih:Sony Pictures Home Entertainment
Länge:86 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 01.03.2013
Review: Lake Placid 4 (DVD)

4 comments on “Review: Lake Placid 4 (DVD)”

  1. Frank Blum Antworten

    Finde ich auch. Und was drehen wir? Den “Hai-Alarm am Müggelsee”. Gebt für den Mist bloß kein Eintrittsgeld aus. Man bekommt den Hai auch gar nicht zu sehen.

    • Thomas Antworten

      Da hat mir auch schon den Titel gereicht. Am Mittwoch kommen dafür erstmal die “Haie im Supermarkt”.

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