Review: The Accountant (Kino)

Das Hauptplakat von "The Accountant" (© Warner Bros Pictures)

Das Hauptplakat von „The Accountant“ (© Warner Bros Pictures)

Inhalt: Christian Wolff (Ben Affleck, „Batman v Superman: Dawn of Justice“) ist einer der begabtesten Mathematiker der ganzen USA. Wo andere Experten Wochen brauchen, um im Finanzsektor ansprechende Ergebnisse zu erzielen, ist Wolff nach einem Tag am Ziel. Dafür gibt es andere Bereiche, wo er sich deutlich schwerer tut, da er unter Asperger-Autismus leidet. Seine mangelnden sozialen Kompetenzen sind aber auch ein Grund, warum er von den gefährlichsten Männern der Welt angeheuert wird, für die er ohne Skrupel Jobs erledigt. Als ihm der Finanzermittler Ray King (J.K. Simmons, „Whiplash“) auf die Spur kommt, möchte Wolff eigentlich mehr als Deckung für den Robotik-Visionär Blackburn (John Lithgow, „Dexter“) die Bücher prüfen. So macht er sich zusammen mit Blackburns Angestellter Dana (Anna Kendrick, „The Voices“) an die Arbeit und entdeckt spektakuläre Fehler in den Abrechnungen. Auf einmal finden sich die beiden im Visier des mysteriösen Söldners Brax (Jon Bernthal, „The Wolf of Wall Street“) wieder und im Umkreis von Dana und Christian stapeln sich schon bald die Leichen.

Kritik: Es hat lange gedauert, ehe sich für das Projekt „The Accountant“ ein Regisseur finden ließ. Doch dann übernahm Gavin O’Connor („Warrior“) das Zepter und brachte den Film auf die Leinwand. Was sich zunächst wie ein Autimus-Drama liest, entpuppt sich schnell als großer Spaß. Natürlich bleibt bei dem Film die politische Korrektheit und stellenweise die Logik auf der Strecke. Doch wirklich vorwerfen mag man es diesem originellen, schwarzhumorigen Action-Thriller nicht. So kombiniert O’Connor „Rain Man“ und „John Wick“ zu einer passenden Einheit. Es sind eher die kleinen Handlungsdurchhänger, die den Film davon abhalten, noch mehr Freude zu machen. Die Storyline rund um den vom wunderbaren J.K. Simmons verkörperten Ray King bleibt eigentlich durchgängig ziemlich flach und hätte fast ersatzlos aus dem Skript gestrichen werden können. Dafür gibt es so viel anderes, was „The Accountant“ richtig gut macht. Ein paar intelligente Wendungen sorgen immer wieder dafür, dass der Action-Plot nie zu sehr ins Konventionelle rutscht.

So aufregend kann Buchführung sein (© Warner Bros Pictures)

So aufregend kann Buchführung sein (© Warner Bros Pictures)

Ben Affleck ist als wehrhaftes Mathe-Genie mit Problemen eine starke Besetzung. Er gibt der Figur eine tragische Unbeholfenheit in manchen Bereichen, ist aber mit Fettnäpfchen und Überreaktionen derartig witzig, dass seine Figur fast schon Kultcharakter bekommen könnte. Dazu harmoniert er wunderbar mit Anna Kendrick, die als tollpatschige Buchhalterin mal wieder eine Paraderolle spielt. Ähnliches gilt für Jon Bernthal, der als charismatisch-bedrohlicher Söldner Jagd auf die Protagonisten machen darf. Allerdings dauert es bei ihm nach einer großartigen Einführungsszene bis in die finale Phase des Films, ehe er wieder wirklich von der Leine gelassen wird. John Lithgow bekommt ähnlich wie J.K. Simmons nicht genug zu tun, um wirklich aufspielen zu können.

Am Ende ist „The Accountant“ fast schon Comic-haft aufgedreht. Dennoch ist der Film recht stimmig, gut gespielt, erstaunlich witzig und sehr einfallsreich, weswegen das ein oder andere kleine Versäumnis gerne in Vergessenheit gerät.

3,5 von 5 Punkten


Quelle: Warner Bros. DE, YouTube

The Accountant

Originaltitel:The Accountant
Regie:Gavin O' Connor
Darsteller:Ben Affleck, Anna Kendrick, J.K. Simmons, Jon Bernthal, John Lithgow
Genre:Thriller, Action
Produktionsland/-jahr:USA, 2016
Verleih:Warner Bros Pictures Germany
Länge: 128 MinutenFSK: ab 16 Jahren
Kinostart: 20.10.2016
Homepage:The Accountant

div class=“vcard author“>

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 19.10.2016
Review: The Accountant (Kino)

{lang: 'de'}

Leave A Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *