Die Oscars 2017: Alle Gewinner und ein gigantisches Missverständnis

Das Hauptplakat von "Moonlight" (© DCM)

Das Hauptplakat von “Moonlight” (© DCM)

Gestern Nacht wurden in Los Angeles die Oscars verliehen. Ein gut aufgelegter Moderator Jimmy Kimmel führte durch einen Abend, der von erwarteten kritischen Äußerungen gegen die aktuelle amerikanische Politik geprägt war. Daneben entwickelte sich eine seit längerem andauernde „Fehde“ zwischen Kimmel und Matt Damon zum amüsanten Highlight einer ansonsten eher unspektakulären Verleihung. Wie erwartet, setzte sich das 14-fach nominierte Musical „La La Land“ schon bald an die Spitze der Preisträger und brachte es auf sechs Auszeichnungen. Als der Abend dann auf sein Ende zuging, ereignete sich ein an Peinlichkeit kaum zu überbietender Vorfall: Die Laudatoren Faye Dunaway und Warren Beatty riefen in der Königs-Kategorie „Best Picture“ recht erwartungsgemäß „La La Land“ zum Sieger aus. Während die Produzenten schon auf der Bühne ihre Dankesansprachen hielten, fiel ihnen selbst auf , dass tatsächlich das kleine Drama „Moonlight“ als Sieger im Umschlag zu finden war. Am Ende klärte sich auf, dass Beatty den Umschlag für die Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ bekommen hatte, in dem eben Emma Stone ausgezeichnet wurde. Das Team des Musicals nahm es sportlich und reichte die so eben gewonnenen Trophäen an einen sichtlich verdutzten Barry Jenkins und sein Team weiter, die so einen schlussendlich auf unangenehme Art denkwürdigen Abend beenden durften.

Hier ist eine Übersicht aller Nominierten und Gewinner (fett hervorgehoben):

Bester Film

Arrival
Fences
Hacksaw Ridge
Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen
Hell Or High Water
La La Land
Lion
Manchester by the Sea
Moonlight

Beste Regie

Denis Villeneuve (Arrival)
Damien Chazelle (La La Land)
Mel Gibson (Hacksaw Ridge)
Kenneth Lonergan (Manchester by the Sea)
Barry Jenkins (Moonlight)

Bester Hauptdarsteller

Andrew Garfield (Hacksaw Ridge)
Viggo Mortensen (Captain Fantastic – Einmal Wildnis und zurück)
Denzel Washington (Fences)
Casey Affleck (Manchester by the Sea)
Ryan Gosling (La La Land)

Beste Hauptdarstellerin

Isabelle Huppert (Elle)
Emma Stone (La La Land)
Natalie Portman (Jackie)
Meryl Streep (Florence Foster Jenkins)
Ruth Negga (Loving)

Bester Nebendarsteller

Mahershala Ali (Moonlight)
Jeff Bridges (Hell or High Water)
Michael Shannon (Nocturnal Animals)
Dev Patel (Lion)
Lucas Hedges (Manchester by the Sea)

Beste Nebendarstellerin

Naomie Harris (Moonlight)
Octavia Spencer (Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen)
Viola Davis (Fences)
Michelle Williams (Manchester by the Sea)
Nicole Kidman (Lion)

Bestes Originaldrehbuch

Taylor Sheridan (Hell or High Water)
Damien Chazelle (La La Land)
Yorgos Lanthimos und Efthimis Filippou (The Lobster)
Kenneth Lonergan (Manchster by the Sea)
Mike Mills (20th Century Women)

Bestes adaptiertes Drehbuch

Eric Heisserer (Arrival)
August Wilson (Fences)
Allison Schroeder und Theodore Melfi (Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen)
Barry Jenkins und Tarell Alvin McCraney (Moonlight)
Luke Davies (Lion)

Bester fremdsprachiger Film

Toni Erdmann
Tanna
Ein Mann namens Ove
Unter dem Sand
The Salesman

Bester Animationsfilm

Zoomania
Kubo – Der tapfere Samurai
Mein Leben als Zucchini
Die rote Schildkröte
Vaiana

Beste Kamera

Bradford Young (Arrival)
James Laxton (Moonlight)
Linus Sandgren (La La Land)
Rodrigo Prieto (Silence)
Greig Fraser (Lion)

Bester Schnitt

Hacksaw Ridge
La La Land
Arrival
Hell or High Water
Moonlight

Beste Kostüme

Jackie
Allied – Vertraute Fremde
Florence Foster Jenkins
La La Land
Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Bester Dokumentarfilm

I’m Not Your Negro
O.J.: Made in America
13th
Seefeuer
Life, Animated

Bester Dokumentar-Kurzfilm

Die Weißhelme
Joe’s Violin
Extremis
Watani: My Homeland
4.1 Miles

Bestes Makeup & Hairstyling

Suicide Squad
Ein Mann namens Ove
Star Trek Beyond

Beste Filmmusik

Justin Hurwitz (La La Land)
Dustin O’Halloran und Hauschka (Lion)
Mica Levi (Jackie)
Thomas Newman (Passengers)
Nicholas Britell (Moonlight)

Bestes Filmlied

City of Stars“ (La La Land)
„Audition („The Fools Who Dream“) (La La Land)
„How Far I’ll Go“ (Vaiana)
„The Empy Chair“ (Jim: The James Foley Story)
„Can’t Stop This Feeling“ (Trolls)

Bestes Szenenbild

La La Land
Passengers
Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
Arrival
Hail, Caesar!

Bester animierter Kurzfilm

Piper
Borrowed Time
Pear Cider and Cigarettes
Pearl
Die blinde Vaysha

Bester Kurzfilm

La Femme et le TGV
Sing
Silent Nights
Timecode
Enemies Within

Bester Tonschnitt

Hacksaw Ridge
Sully
Deepwater Horizon
La La Land
Arrival

Bester Ton

Hacksaw Ridge
Arrival
La La Land
13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi
Rogue One – A Star Wars Story

Beste visuelle Effekte

Rogue One: A Star Wars Story
Passengers
The Jungle Book
Kubo – Der tapfere Samurai
Doctor Strange

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 27.02.2017
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