Review: Star Wars – Die letzten Jedi (Kino)

Das Hauptplakat von "Star Wars - Die letzten Jedi" (©Walt Disney Studios Motion Pictures Germany)

Das Hauptplakat von „Star Wars – Die letzten Jedi“ (©Walt Disney Studios Motion Pictures Germany)

Inhalt: Die Erste Ordnung mit ihrem Anführer Snoke (Andy Serkis, „Planet der Affen – Survival“) hat die Galaxie unter Kontrolle. Der von Leia (Carrie Fisher) angeführte Widerstand tut alles, um einen Funken Hoffnung aufrecht zu erhalten. Um besser helfen zu können, möchte sich Rey (Daisy Ridley, „Mord im Orient Express“) von Luke Skywalker (Mark Hamill, „Kingsman – The Secret Service“) zum Jedi ausbilden lassen. Der zurückgezogene Jedi-Meister ist aber wenig begeistert, eine neue Schülerin anzunehmen. Währenddessen erforscht Rey eine merkwürdige Verbindung, die zwischen ihr und Kylo Ren (Adam Driver, „Silence“) besteht. Poe (Oscar Isaac, „Suburbicon“) versucht unterdessen, die defensive Grundhaltung des Widerstands zu verändern. Dabei braucht er die Unterstützung von Finn (John Boyega, „Detroit“), der gemeinsam mit der Mechanikerin Rose (Kelly Marie Tran) am anderen Ende der Galaxis nach einer Möglichkeit sucht, die Erste Ordnung zu stoppen. Die Zeit dafür wird immer knapper, da General Hux (Domhnall Gleeson, „mother!“) die Fährte der Widerstandskämpfer aufgenommen hat.

 

Kritik: Seit 40 Jahren begeistert die George Lucas-Weltraumoper „Star Wars“ Kinder und Junggebliebene. Nach der stellenweise schwer erträglichen Prequel-Trilogie schien es so, als ob sich eine Leinwand-Zukunft für das Universum erledigt hätte. Doch dann übernahm Disney die Verwertungsrechte und veröffentlichte 2015 unter der Regie von J.J. Abrams den wundervoll nostalgischen „Star Wars – Das Erwachen der Macht“, der das Publikum im Jahr 1983 abholte und dem ganzen Franchise wieder auf die Schienen half. Nach dem ebenfalls gelungenen Ableger-Film „Rogue One – A Star Wars Story“ war es nun an Rian Johnson, den zweiten Teil der neuen Trilogie beizusteuern. In ausufernden 151 Minuten gelingt ein erneut überzeugender Film, der zwischen herausragenden Momenten immer wieder mit seinen Ausrutschern und Durchhängern zu kämpfen hat.

Rey möchte den Umgang mit der Macht lernen (©Walt Disney Studios Motion Pictures Germany)

Rey möchte den Umgang mit der Macht lernen (©Walt Disney Studios Motion Pictures Germany)

Gerade in seiner ersten Phase überrascht der Film mit einer Fülle an Humor, der sogar meistens zündet. Wie von den meisten Fans erwartet, entpuppt sich da das (wirkliche) Comeback von Mark Hamill als Luke Skywalker an der Seite von seiner Nachfolgerin Rey als Highlight. Es besteht eine angenehme Chemie zwischen den beiden Darstellern, ihre Szenen sind kurzweilig und werden von toll designeten Sets und Figuren untermalt. Allgemein ist die gesamte Geschichte aber eher einfach gestrickt und sollte an manchen Stellen nicht unbedingt hinterfragt werden. Außerdem werden einige Teilgeschichten nicht wirklich zu Ende erzählt. Dennoch funktioniert der Film, der neben Anleihen an „Das Imperium schlägt zurück“ genug eigene Einfälle einbringt. Dazu gelingt es Rian Johnson, der auch das Drehbuch geschrieben hat, mit ein paar mutigen Entscheidungen zu überraschen und wirklich gut inszenierte Action zu liefern.

Hat Chewbacca einen neuen Co-Piloten gefunden? (©Walt Disney Studios Motion Pictures Germany)

Hat Chewbacca einen neuen Co-Piloten gefunden? (©Walt Disney Studios Motion Pictures Germany)

Die neuen Hauptdarsteller knüpfen an ihre überzeugenden Leistungen aus dem Vorgänger an. Oscar Isaac punktet erneut mit Charme und Humor, John Boyega fühlt sich in dem Universum auch merklich heimisch. Daisy Ridley und Adam Driver können sich hier noch einmal steigern und beweisen, wie richtig die Macher mit ihren Besetzungen gelegen haben. Der konsequente und dennoch einfallsreiche Part von Mark Hamill zeigt, weshalb der Darsteller hier die Rolle seines Lebens gefunden hatte. Natürlich werden viele Zuschauer eine Träne im Augenwinkel haben, wenn sie hier noch einmal die verstorbene Carrie Fisher in ihrer bekanntesten Rolle erleben dürfen. Der ziemlich überzeichnete General Hux, der von Domhnall Gleeson gespielt wird, wird hier ironischer angegangen, was der Figur sicherlich gut tut. Kelly Marie Tran hat als Neuzugang ein wenig darunter zu leiden, dass sie (meistens mit John Boyega gemeinsam), eine eher schwächere Story spendiert bekommt. Dazu ergänzen prominente Darsteller wie Laura Dern („Der große Trip – Wild“) und Benicio del Toro („Sicario“) die Besetzung.

Selbst wenn es nicht ganz gelingt, einen problemlosen Film zu zeigen,überwiegen die positiven Aspekte. „Star Wars – Die letzten Jedi“ nimmt sicherlich ein paar Abzweigungen zu viel, schafft es aber, spannende und (abgesehen von ein paar kreativen Entscheidungen) leichtverdauliche Popcorn-Unterhaltung zu liefern.

3,5 von 5 Punkten


Quelle: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany, Leinwandreporter TV, YouTube

Star Wars – Die letzten Jedi

Originaltitel:Star Wars: The Last Jedi
Regie:Rian Johnson
Darsteller:Mark Hamill, Carrie Fisher, Adam Driver, Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac
Genre:Science Fiction
Produktionsland/-jahr:USA, 2017
Verleih:Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
Länge: 151 MinutenFSK: ab 12 Jahren
Kinostart:14.12.2017

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite des Films

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 12.12.2017
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