Review: Die Unfassbaren 2 – Now You See Me (Kino)

Das Kino-Plakat von "Die Unfassbaren 2" (© Concorde Filmverleih)

Das Kino-Plakat von „Die Unfassbaren 2“ (© Concorde Filmverleih)

Inhalt: Gut ein Jahr ist vergangen, seitdem die „vier Reiter“ ihren großen Coup landen konnten. Während Henley (Isla Fisher) ein neues Leben beginnen durfte, stehen Daniel Atlas (Jesse Eisenberg, „Batman v Superman: Dawn of Justice“), Merritt McKinney (Woody Harrelson, „True Detective“), Jack Wilder (Dave Franco) und ihr inoffizielles Mitglied, FBI-Agent Dylan Rhodes (Mark Ruffalo, „Spotlight“). immer noch unter strenger Beobachtung der Behörden, sowie der Geheimorganisation „Das Auge“. Doch nun scheint die Zeit für einen Neubeginn gekommen. Gemeinsam mit Lula (Lizzy Caplan, „Die highligen drei Könige“), einer ebenfalls sehr versierten Magierin, wollen sie die Machenschaften eines Technik-Milliardärs aufdecken. Als der Auftritt schief geht und sie während ihrer unübersichtlichen Flucht auf einmal in China landen, sind selbst die abgebrühten Illusionisten überfragt, wie das passieren konnte. Dahinter steckt der zwielichtige Entwickler Walther Mabry (Daniel Radcliffe, „A Young Doctor’s Notebook“), der einen sehr persönlichen Groll gegen die Reiter hegt. Sie lassen sich auf einen Deal ein und sagen zu, einen waghalsigen Raub zu begehen. Nun müssen sie mit Problemen an allen Fronten klar kommen. Während sie den Diebstahl eines äußerst begehrten Mikro-Chips durchziehen, dürfen sie sich nicht vom FBI erwischen lassen und müssen währenddessen noch Mabry aufhalten. Als ob das noch nicht genug wäre, tauchen auch noch Tessler (Michael Caine, „Ewige Jugend“) und Bradley (Morgan Freeman, „Momentum“) wieder auf, die ihr ganz eigenes Hühnchen mit den Reitern zu rupfen haben.

Was hat Walter mit den Reitern vor? (© Concorde Filmverleih)

Was hat Walter mit den Reitern vor? (© Concorde Filmverleih)

 

Kritik: Im Jahr 2013 entwickelte sich „Die Unfassbaren “ von Louis Leterrier zu einem Überraschungs-Hit. Obwohl die Logik einige Male arg strapaziert wurde, gelang es, eine spaßige und teuflisch unterhaltsame Geschichte zu erzählen, bei der der Zuschauer vor lauter Tempo kaum Zeit hatte, über die vorhandenen Probleme nachzudenken. Natürlich wurde so die Hollywood-Maschinerie in Gang gesetzt, die dieses (nicht wirklich Franchise-taugliche) Material spontan auf eine Trilogie ausweitete. Das Ergebnis lässt sich in zwei Teilen sehen: Nein, der Film konnte in den USA nicht ansatzweise an den kommerziellen Erfolg anknüpfen. Ja, diese Fortsetzung hat dennoch eine Daseinsberechtigung. Da dürfte es geholfen haben, dass Regisseur Jon M. Chu, der die Welt mit Werken wie „G.I. Joe 2“ und zuletzt dem epischen Flop „Jem and the Holograms“ bislang nicht wirklich bereichern konnte, Hilfe von Leterrier bekam. Hier haben die Zuschauer zwar häufiger die Gelegenheit, hinter die Unzulänglichkeiten der Geschichte zu blicken, dennoch schaffen die Macher es, trotz 129 Minuten Spielzeit kurzweiliges Popcorn-Entertainment zu bieten.

Auch physikalische Gesetze sind kein Problem für Daniel Atlas (© Concorde Filmverleih)

Auch physikalische Gesetze sind kein Problem für Daniel Atlas (© Concorde Filmverleih)

Es darf gern hinterfragt werden, ob ein Kartentrick in einem Tresor wirklich (gefühlte) 10 Minuten dauern muss. Wenn es so präsentiert wird wie hier, gehen aber auch solche Momente durchaus in Ordnung. Auf diese Art und Weise lassen sich viele Elemente im Film beschreiben, denen die Fans des ersten Teils mit hoher Wahrscheinlichkeit positiv gegenüberstehen werden. Ein visuell heraus stechender Moment bleibt sicherlich ein Zaubertrick von Daniel Atlas im Schlussdrittel des Films. Daneben bleibt immer noch ein exquisiter Cast. Woody Harrelson ist immer gut. Hier ist er sogar in einer netten Doppelrolle vertreten, was die ganze Gelegenheit noch einmal besser gestaltet. Mark Ruffalo wird sicherlich nicht bis an sein Leistungs-Limit gefordert, holt aber alles aus seinem Part heraus. Jesse Eisenberg und Dave Franco knüpfen nahtlos an den ersten Film an. Eine Verstärkung ist sicherlich Lizzy Caplan, die für die schwangere Isla Fisher übernahm und eine weit präsentere und amüsantere Vorstellung liefert. Die von ihr vorgetragene, plumpe Exposition, mit der das Fehlen von Fishers Henley begründet wird, kann ihr selbstverständlich nicht angelastet werden. Daniel Radcliffe als Feind der Magier ist schon als reines Gimmick sehr lustig. Die Frage, warum es eine gute Idee ist, Michael Caine und Morgan Freeman zu besetzen, dürfte sich ohnehin niemand mehr stellen.

Obwohl eine Fortsetzung wohl nur aus kommerziellen Gründen entstanden ist, sollten die meisten Fans des ersten Teils mit „Die Unfassbaren 2 – Now You See Me“ zufrieden sein. Die filmischen Probleme sind ähnlich und die Überraschungselemente sind etwas rarer gesät. Dennoch ist auch dieser Film ein bunter und abwechslungsreicher Spaß, der von seiner Star-Besetzung über die Zeit getragen wird.

3,5 von 5 Punkten


Quelle: Concorde Filmverleih, Leinwandreporter TV, YouTube

Die Unfassbaren 2 – Now You See Me

Originaltitel:Now You See Me 2
Regie:Jon M. Chu
Darsteller:Jesse Eisenberg, Mark Ruffalo, Woody Harrelson, Lizzy Caplan, Dave Franco, Morgan Freeman, Daniel Radcliffe, Michael Caine
Genre:Action, Abenteuer
Produktionsland/-jahr:USA, 2016
Verleih:Concorde Filmverleih
Länge: 129 MinutenFSK: ab 12 Jahren
Kinostart: 25.08.2016
Homepage:Die Unfassbaren 2

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 15.07.2016
Review: Die Unfassbaren 2 – Now You See Me

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