Review: Batman v Superman: Dawn of Justice (Kino)

Das Kino-Plakat von "Batman v Superman" (© Warner Bros Pictures)

Das Kino-Plakat von “Batman v Superman” (© Warner Bros Pictures)

Inhalt: Beim Kampf gegen General Zod (Michael Shannon) konnte Superman (Henry Cavill, „Codename U.N.C.L.E.“) zwar die Bedrohung ausschalten, hinterließ aber ein Spur der Verwüstung. Während ein Teil der Menschheit ihn als Helden verehrt, wird er von der anderen Hälfte als Gefahr gesehen und kritisiert. Auch Bruce Wayne (Ben Affleck, „Gone Girl – Das perfekte Opfer“), der die Ereignisse in Metropolis aus nächster Nähe miterlebt hat, gehört nicht zu den Unterstützern des Manns aus Krypton. Im Gegenzug berichtet Clark Kent alles andere als positiv über den dunklen Ritter von Gotham City, der sehr eigenmächtig und brutal gegen das Verbrechen in der Stadt vorgeht. Zwischen den beiden entbrennt ein heftiger Konkurrenzkampf. Diesen nutzt der junge Milliardär und Unternehmer Lex Luthor (Jesse Eisenberg, „The Double“), der der Welt auf seine Art den Stempel aufdrücken möchte.

Kritik: Als Zack Snyder im Jahr 2013 Superman in „Man of Steel“ wieder auf die Kino-Leinwände brachte, waren die Reaktionen bestenfalls durchwachsen. Zu zäh, zu lang und dabei zu flach war der Film für viele Zuschauer gewesen. Dennoch sorgte diese Fortsetzung unter Comic-Fans schon vielfach für Euphorie: Das Duell zwischen zwei der größten Superhelden elektrisiert, soll aber natürlich auch nur ein Intro für die schon geplanten „Justice League“-Filme darstellen. Was bei der Erfüllung der Fan-Träume fast in Vergessenheit gerät, sind die Probleme, die Zack Snyders Filme gerne einmal mit sich bringen. Bei fantastischer Action-Inszenierung sind seine stilisierten Werke selten wirklich gut erzählte Geschichten. Genau das zeigt sich auch bei „Batman v Superman“. Nach einer cleveren Einleitung, in der geschickt der Bogen zum Vorgänger geschlagen wird, entwickelt sich eine recht lose Abfolge von Szenen, aus denen kein wirklicher roter Faden ersichtlich wirkt.

Diese beiden mögen sich nicht besonders (© Warner Bros Pictures)

Diese beiden mögen sich nicht besonders (© Warner Bros Pictures)

Der Film ist in der ersten Hälfte am besten, wenn er sich bei den „Batman“-Teilen von Christopher Nolan – der hier als ausführender Produzent beteiligt ist – bedient. Ein besonders schlüssiger Aufbau von Figuren und Dramaturgie entsteht in dieser Phase nicht, was aufgrund des noch zurückhaltenden Action-Anteils für durchwachsene Unterhaltung sorgt. Sobald Snyder die Pferde von der Leine lässt und der Film zur gigantischen Materialschlacht wird, hebt sich auch der Spaßfaktor gewaltig. Es ist zwar nicht ratsam, über die Motive der Figuren für ihre Handlungen nachzudenken. Trotzdem ist die Action in „Batman v. Superman“ erwartet spektakulär und entschädigt für sehr viel. Auch ein Element, das der reinen Verlängerung des Plots dient, sorgt eigentlich nur für mehr Vergnügen.

Was will die schöne Diane von Bruce Wayne? (© Warner Bros Pictures)

Was will die schöne Diane von Bruce Wayne? (© Warner Bros Pictures)

Ein vorab viel besprochener Aspekt des Films war die Besetzung von Ben Affleck als Batman. Selbstverständlich ist ein Affleck kein Christian Bale. Dennoch ist es absolut nachvollziehbar, weshalb die Wahl auf ihn gefallen ist. Als dunkler, von Rache-Gefühlen getriebener Bruce Wayne gelingt es ihm, einen überzeugenden Part zu spielen. Henry Cavill und Amy Adams („Big Eyes“) setzen ihre soliden Leistungen aus „Man of Steel“ nahtlos fort. Der vielleicht spannendste Auftritt gebührt aber Jesse Eisenberg, der als Super-Bösewicht Lex Luthor eigentlich vollkommen gegen den Typ besetzt wurde. Eisenberg beantwortet mit seiner Rolle die Frage, was wohl passiert wäre, wenn Alex aus „Uhrwerk Orange“ auf einmal Multi-Milliardär wäre. So schafft sicherlich unterhaltsamste Rolle im Film. Das ehemalige israelische Top-Model Gal Gadot („Fast & Furious 6“) wird hier auch noch als Wonder Woman eingeführt. Leider gibt man ihr etwas zu wenig zu tun, um ihre Zukunft in der Rolle abschließend zu bewerten.

Am Ende ist „Batman v Superman: Dawn of Justice“ viel Lärm um ein erwartetes Ergebnis. Der Film ist am besten, wenn Zack Snyder seine großartig aussehenden CGI-Welten in Schutt und Asche zerlegen darf. Dabei bleibt aber die erzählerische Qualität ziemlich auf der Strecke und die Figuren sind im Prinzip durchweg recht eindimensional. So wird das große Aufeinandertreffen der beiden Comic-Giganten zu sehenswertem aber merklich zu lang ausgefallenem Popcorn-Kino.

3 von 5 Punkten


Quelle: Warner Bros Pictures, Leinwandreporter TV, YouTube

Batman v Superman: Dawn of Justice

Originaltitel:Batman v Superman: Dawn of Justice
Regie:Zack Snyder
Darsteller:Ben Affleck, Henry Cavill, Amy Adams, Jesse Eisenberg, Jeremy Irons, Gal Gadot
Genre:Action, Fantasy
Produktionsland/-jahr:USA, 2015
Verleih:Warner Bros Pictures
Länge: 153 MinutenFSK: ab 12 Jahren
Kinostart: 24.03.2016

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 23.03.2016
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