Review: Black Mirror Staffel 5 (Netflix)

Inhalt:

Striking Vipers
Danny und Karl haben ein Problem (© Netflix)

Danny und Karl haben ein Problem (© Netflix)

Im College waren Danny (Anthony Mackie. „Avengers Endgame“) und Karl (Yahya Abdul-Mateen II, „Aquaman“) beste Freunde und WG-Partner. Inzwischen ist die Beziehung der beiden aufgrund unterschiedlicher Lebensentwürfe merklich abgekühlt. Auf Dannys 38. Geburtstag überrascht ihn Karl und schenkt ihm „Striking Vipers X“, die Virtual Reality-Version eines Kampfspieles, das die Freunde in ihrer WG-Zeit gespielt haben. Gemeinsam entdecken die beiden eine Möglichkeit, in der künstlichen Welt mehr als Prügeleien anzuzetteln. Die Auswirkungen auf den realen Alltag lassen nicht lange auf sich warten.

Smithereen
Chris hat mit Smithereen ein Hühnchen zu rupfen (© Netflix)

Chris hat mit Smithereen ein Hühnchen zu rupfen (© Netflix)

Seit Wochen wartet Chris (Andrew Scott, „Sherlock“) in seinem Uber vor einer Zweigstelle des Technologie-Unternehmens Smithereen auf Fahrgäste. Als der junge Jaden (Damson Idris, „The Commuter“) bei ihm zusteigt, entführt Chris ihn kurzerhand. Die Situation eskaliert immer mehr und die Polizei umstellt den Wagen. Doch was möchte der zornige Fahrer eigentlich? Weiß Smithereen-Chef Billy Bauer (Topher Grace, „BlacKkKlansman“) die Antwort auf die Frage?

Rachel, Jack und Ashley Too
Auch Miley Cyrus gibt sich in "Black Mirror Staffel 5" die Ehre (© Netflix)

Auch Miley Cyrus gibt sich in “Black Mirror Staffel 5” die Ehre (© Netflix)

„Smithereen“ von Regisseur James Hawes sollte für die meisten Zuschauer die beste Episode der Staffel sein. Der teils kammerspielartige Entführungs-Thriller schlägt zwar ein bewusst gemächliches Tempo an. Auf diese Art entwickelt sich hier eine packende, aufrichtig tragische Geschichte, die sich durchaus bissig mit der Welt der sozialen Medien auseinandersetzt. Getragen von einem bärenstarken Andrew Scott entsteht eine konsequente Abwärtsspirale, die sich bis zum pointierten Schlussakt steigert. Dabei sorgt Topher Grace in ungewohnter Rolle als Technik-Hipster für zusätzlichen Unterhaltungswert.

Die von Anne Sewitzky inszenierte Folge „Rachel, Jack and Ashley Too“ ergeht sich leider zu großen Teilen in Belanglosigkeit. Übertriebenes Fantum, künstlicher Star-Kult in den Medien und ein Ersatz für zwischenmenschliche Kommunikation sind durchaus ergiebige Themen. Dabei gelingt es aber nur in der Schlussphase, diese Inhalte zumindest ansatzweise zu nutzen. Die hochbegabte Angourie Rice als einsame Teenagerin, Madison Davenport als genervte Schwester und Miley Cyrus als unglücklicher Popstar geben sichtbar alles, werden aber vom Drehbuch im Stich gelassen.

Bei „Black Mirror Staffel 5“ liefert das Team um Charlie Brooker eher durchwachsene Kost. Einzig in der fesselnden Episode „Smithereen“ kommen die Stärken des abwechslungsreichen Konzepts wirklich zur Geltung. Die anderen beiden Einträge dieses Jahres wirken größtenteils nur sonderbar, um sonderbar zu sein, lassen aber wirkliche Substanz vermissen. So ist der Fokus der Macher auf „Bandersnatch“ hier stellenweise arg offensichtlich. Dennoch bleibt „Black Mirror“ auch in seinen Schwächephasen gut genug, um sich die Zuneigung des Publikums weiterhin zu verdienen.

3 von 5 Punkten


Quelle: Netflix, YouTube

Black Mirror - Staffel 5

Originaltitel:Black Mirror - Season 5
Showrunner:Charlie Brooker
Darsteller:Anthony Mackie, Topher Grace, Angourie Rice, Miley Cyrus
Genre:Serie, Science Fiction, Mystery
Produktionsland/-jahr:UK/USA, 2019
Verleih:Netflix
Länge:3 x 60-70 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Die fünfte Staffel der Serie ist seit dem 05.06.2019 im Programm von Netflix zu sehen.

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Netflix

Verfasst von Thomas.

 

Zuletzt geändert am 09.06.2019
Review: Black Mirror Staffel 5 (Netflix)

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