Review: Aquaman (Kino)

Das Plakat von "Aquaman" (© 2018 Warner Bros Pictures All Rights Res.)

Das Plakat von “Aquaman” ( © 2018 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC.)

Inhalt: Als sich der Leuchtturmwärter Tom (Temuera Morrison) und Atlanna (Nicole Kidman, „The Killing Of A Sacred Deer“), die Königin von Atlantis, treffen, ist es Liebe auf den ersten Blick. In den ersten Jahren ziehen sie gemeinsam ihren Sohn Arthur auf. Doch dann wird Atlanna gezwungen, nach Atlantis zurückzukehren. Sehr viel später hat Arthur (jetzt: Jason Momoa, „Braven“) längst seine Kräfte entdeckt, die ihn zu Aquaman machen. Da wird er von der Prinzessin Mera (Amber Heard, „The Danish Girl“) aufgesucht, die ihn mit nach Atlantis nehmen will. Arthurs Halbbruder Orm (Patrick Wilson, „Conjuring – Die Heimsuchung“) will seinen Einfluss nutzen und einen Krieg zwischen Atlantis und der Menschheit provozieren. Um den zu verhindern müsste Arthur den Dreizack des ersten Königs von Atlantis finden und damit seinen Anspruch auf den Thron wahrnehmen. Eher widerwillig begibt er sich mit Mera auf eine lange Reise. Da Orm einen Erfolg der Suche unbedingt verhindern will schickt er den Piraten Black Manta (Yahya Abdul-Mateen II, „Baywatch“) auf die Spur des Duos, der seinerseits von Rachegedanken gegen Aquaman angetrieben wird.

Kritik: Im Duell mit den Marvel-Verfilmungen war DC Comics in gefühlt fast allen Werken einen Schritt zu spät. 2017 gelang es, mit „Wonder Woman“ einen wirklich gelungenen Beitrag für die Reihe zu veröffentlichen. Wenige Monate später war es mit der Herrlichkeit schon wieder vorbei, als sich „Justice League“ als ziemliches Chaos entpuppte. Allerdings war es Jason Momoa als Aquaman in diesem Film, der ziemlich positiv auf sich aufmerksam machte. Deswegen waren viele Zuschauer gespannt, wie sich der schwimmende Superheld in seinem ersten Solo-Abenteuer schlägt. Unter der Regie von Horror-Ikone James Wan, der schon mit „Fast & Furious 7“ den Sprung ins Blockbuster-Kino geschafft hatte, wurde das Werk umgesetzt.

Arthur und Mera haben eine beschwerliche Reise vor sich (© 2018 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC.)

Arthur und Mera haben eine beschwerliche Reise vor sich (© 2018 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC.)

Während dramaturgisch solide, aber stets konventionelle Kost geboten wird, trumpft der Film vor allem visuell groß auf. Die bunten, vielseitigen Unterwasserwelten, die Wan mit seinem Team entwickelt hat, sind grandios anzusehen und dürften den Film auf den Fahrersitz für den Spezialeffekte-Oscar setzen. Auch in den Actionszenen – vor allem dem spektakulären Schlussakt – ist das CGI-Gewitter technisch so stark, dass das Geschehen auch bei ziemlicher Hektik gut anzusehen bleibt. Außerdem gelingt es, die teils albernen Kostüme so natürlich ins Geschehen einzubinden, dass sie nicht für unfreiwillige Komik sorgen. Inhaltlich erlaubt sich der Film keine Ausreißer nach unten, auch wenn die Reise der Protagonisten mit verschiedenen, voneinander abgegrenzten Stationen und integriertem Racheplot sicherlich nicht allzu innovativ ausgefallen ist.

Jason Momoa beweist in schöner Regelmäßigkeit, dass er nicht nur optisch eine starke Leinwand-Präsenz hat. Als Superheld Aquaman hat er die Coolness und das Charisma, einen solchen Film zu tragen. Amber Heard zeigt als taffe Mera an seiner Seite, dass auch sie mehr als gutes Aussehen zu einem Film beitragen kann. Wan-Stammdarsteller Patrick Wilson bekommt als Bösewicht nicht genug Raum, sich wirklich zu präsentieren. Ähnliches gilt für Yahya Abdul-Mateen II, dessen hölzerner Racheplot komplett verzichtbar gewesen wäre. Dazu kommen noch Hollywood-Ikonen wie Nicole Kidman, Willem Dafoe („Leben und Sterben in L.A.“) und Dolph Lundgren („Skin Trade“), die den Film aufwerten können.

Auch wenn der Film dramaturgisch am Ende deutlich zu simpel ist, um zum ganz großen Wurf zu werden, ist „Aquaman“ überzeugendes Popcorn-Kino. So ist es vor allem der tollen Optik und den coolen Hauptdarstellern zu verdanken, dass das erste Solo-Abenteuer des Titelhelden geglückt ist.

3,5 von 5 Punkten


Quelle: Warner Bros. Deutschland , YouTube

Aquaman

Originaltitel:Aquaman
Regie:James Wan
Darsteller:Jason Momoa, Amber Heard, Patrick Wilson
Genre:Action, Abenteuer, Fantasy
Produktionsland/-jahr:USA, 2018
Verleih:Warner Bros. Deutschland
Länge:144 Minuten
FSK:ab 12 Jahren
Kinostart:20.12.2018

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite der Warner Bros. Deutschland

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 17.12.2018
Review: Aquaman (Kino)

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