Review: The Commuter (Kino)

Das Hauptplakat von "The Commuter" (© StudioCanal)

Das Hauptplakat von “The Commuter” (© StudioCanal)

Inhalt: Der ehemalige Polizist Michael MacCauley (Liam Neeson, „The Secret Man“) hat sich längst an sein beschauliches Vorort-Familienleben gewöhnt. Seit zehn Jahren pendelt er jeden Tag mit dem Zug nach Manhattan, wo er als Versicherungsmakler arbeitet. Doch dann erlebt er den vielleicht schlimmsten Tag seines Lebens: Erst verliert er unverschuldet seinen Job. Als er im Zug auf Ablenkung hofft, nachdem ihn die attraktive Joanna (Vera Fermiga, „Bates Motel“) angesprochen hat, sieht er bald die wahren Beweggründe hinter der Unterhaltung. Für eine absurd hohe Belohnung soll er eine Person im Zug finden, über die er kaum Informationen hat. Wenn er nicht mitspielt, sind er, seine Mitreisenden und seine Familie in Gefahr. Nachdem er schmerzlich erkennen muss, wie ernst die Situation ist, beginnt er seine Suche. Es bleibt nicht viel Zeit, da diese Person an der Endstation aussteigt und dann für immer verschwunden ist.

Kritik: Zuletzt hat der spanische Regisseur Jaume Collet-Serra mit dem Hai-Thriller „The Shallows – Gefahr aus der Tiefe“ einen äußerst brauchbaren Genre-Film gedreht. Davor hatte er in „Unknown Identity“, „Non-Stop“ und „Run All Night“ gleich drei Mal mit Liam Neeson gedreht. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit setzt sich nun fort. Das Ergebnis ist der erwartet konventionelle Unterhaltungsfilm. Dabei zeigt Collet-Serra aber genau das, was er beabsichtigt hat. Der simpel konstruierte Action-Thriller fühlt sich ein wenig wie eine 90er-Jahre-Produktion an und setzt sein „Whodunnit“-Konzept dabei temporeich um. Auf dem bewusst begrenzten Raum entwickelt sich eine recht konstante Spannungskurve. Auch wenn die wirklichen Überraschungen ausbleiben, geht dieser Ansatz bis in die Schlussphase auf.

Wenn „The Commuter“ dann aber eine spektakuläre Action-Szene liefern will, zeigen sich hier die eher eingeschränkten Möglichkeiten. Da diese Sequenz nicht zwingend nötig gewesen wäre, hätten die Macher hier besser komplett verzichtet. Hinzu kommt eine recht vorhersehbare Wendung, die längst nicht so clever ist, wie der Film das Publikum glauben lassen will. Darstellerisch kann Collet-Serra aus dem Vollen schöpfen. Natürlich ist Liam Neeson Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Wie in den letzten Jahren so üblich, darf er als schlagkräftiger Ex-Polizist eine Paraderolle spielen.

Michael sucht die Nadel im Heuhaufen (© StudioCanal)

Michael sucht die Nadel im Heuhaufen (© StudioCanal)

Die oft so tolle Vera Farmiga, die bereits in „Orphan“ mit dem Regisseur gedreht hatte, bekommt als charmant-diabolische leider nur wenig Spielzeit zur Verfügung gestellt. Schauspiel-Veteran Jonathan Banks („Term Life – Mörderischer Wettlauf“) beschränkt sich auf einen eher kleinen Part als Kumpel und Mitfahrer von Michael. Patrick Wilson („A Kind Of Murder“) und Sam Neill („Das Piano“) spielen zwei ehemalige Polizei-Kollegen des Protagonisten. Weitere bekannte Schauspieler wie Roland Møller („Hijacking: Todesangst – In der Gewalt von Piraten“) und Shootingstar Florence Pugh („Lady Macbeth“) tauchen ebenfalls im Pendlerzug auf.

Bei „The Commuter“ ist im Prinzip alles, was drauf steht, auch drin. Jaume Collet-Serra kennt die Qualitäten seines Hauptdarstellers und nutzt diese für einen einfach gestrickten, kurzweiligen Thriller. Selbst wenn die Schlussphase ein wenig enttäuscht, reicht das Gezeigte für absolut brauchbare Kino-Unterhaltung.

3 von 5 Punkten


Quelle: StudioCanal, Leinwandreporter TV, YouTube

The Commuter

Originaltitel:The Commuter
Regie:Jaume Collet-Serra
Sprecher:Liam Neeson, Vera Farmiga, Patrick Wilson, Sam Neill, Jonathan Banks
Genre:Thriller, Action
Produktionsland/-jahr:USA/Frankreich/UK, 2017
Verleih:StudioCanal
Länge: 107 MinutenFSK: ab 16 Jahren
Kinostart: 11.01.2018

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von StudioCanal

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 07.01.2018
Review: The Commuter (Kino)

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