Review: Film Stars Don’t Die In Liverpool (Kino)

Das Hauptplakat von "Film Stars Don't Die In Liverpool" (© Sony Pictures)

Das Hauptplakat von „Film Stars Don’t Die In Liverpool“ (© Sony Pictures)

Inhalt: In den 1950er-Jahren war Gloria Grahame (Annette Bening, „Jahrhundertfrauen“) ein echter Hollywoodstar und konnte sogar einen Oscar gewinnen. 1978 ist ihr Stern längst verblasst und sie spielt in Liverpool Theater. Eines Tages lernt sie Peter Turner (Jamie Bell, „Snowpiercer“) kennen, der von einer Schauspielkarriere träumt. Obwohl Peter nur halb so alt wie sie ist, entbrennt eine leidenschaftliche und erstaunlich ernsthafte Beziehung zwischen den beiden. Nachdem sich Gloria und Peter trotz der gegenseitigen Zuneigung aus den Augen verloren hatten, treffen sie sich drei Jahre später wieder. Gloria ist schwer krank, weigert sich aber beharrlich, einen Arzt aufzusuchen. Peter nimmt sie bei sich auf und beginnt, sich gemeinsam mit seinen Eltern Bella (Julie Walters, „National Treasure“) und Joe (Kenneth Cranham, „Unter Beobachtung“) um sie zu kümmern. Während das ehemalige Liebespaar in Erinnerungen schwelgt, wird Gloria immer schwächer. Peter muss eine unangenehme Entscheidung treffen, bei der er nur verlieren kann.

Kritik: Basierend auf den gleichnamigen Memoiren des echten Peter Turner inszenierte „Lucky Number Slevin“-Regisseur Paul McGuigan dieses Liebesdrama, das einen Blick auf das Leben einer Hollywood-Ikone wirft. Bei den BAFTAs konnte die Produktion Nominierungen für das Drehbuch und die beiden Hauptdarsteller Bening und Bell einheimsen. Der Film startet bei dem unglücklichen Wiedersehen der beiden Protagonisten und erzählt von da in beide zeitlichen Richtungen. Dabei entpuppt sich die Geschichte schnell als ein durchaus interessantes Liebesdrama, das aber trotz seiner ungewöhnlichen Voraussetzungen durchweg ausgesprochen konventionell bleibt. Ein wirklich eleganter, schön anzusehender Schnitt dürfte wohl die Qualität sein, die sich bei den meisten Zuschauern einprägt. Ansonsten entwickelt sich souverän erzähltes Kino, was aber nicht ohne seine zähen Strecken auskommt.

Peter und Gloria genießen die gemeinsame Zeit (© Sony Pictures)

Peter und Gloria genießen die gemeinsame Zeit (© Sony Pictures)

Während des ganzen Filmes kann sich McGuigan voll auf seine namhafte Besetzung verlassen. Annette Bening ist zweifelsohne längst selbst eine echte Ikone geworden. Als charismatische Gloria Grahame, deren Ansehen und Stärke nach außen über die eigene Gesundheit geht, zeigt sie wieder einmal eine vielseitige Leistung. Auch Jamie Bell als erfolgloser Schauspieler, der sich Hals über Kopf in die deutlich ältere Frau verliebt, spielt erneut auf gutem Niveau. Allerdings fehlt bei der Chemie zwischen den beiden Protagonisten der letzte Funke, der nicht überspringen will. Julie Walters und Kenneth Cranham funktionieren mit ihrer ganzen Routine als herzliche Eltern von Joe, die glaubhaft hinter der ungewöhnlichen Verbindung ihres Sohnes stehen. Stephen Graham („Journey’s End“) als genervter Bruder von Joe und Vanessa Redgrave („Foxcatcher“) als senil-liebenswerte Mutter von Gloria fügen weitere schauspielerische Qualität hinzu. Dazu ist der echte Peter Turner in einem kleinen Cameo-Part zu sehen.

Natürlich ist „Film Stars Don’t Die In Liverpool“ eine tief traurige Geschichte über eine wahre Romanze einer Hollywood-Diva, die von handwerklichen Könnern umgesetzt wird. Dennoch ist der Film bei weitem nicht so packend, wie er sein könnte, da die Ecken und Kanten fehlen. So bleibt am Ende ein gut gespieltes, stellenweise etwas überladenes Liebesdrama, das seine vorhandene Klasse nicht für einen überdurchschnittlichen Film nutzen kann.

3 von 5 Punkten


Quelle: Sony Pictures, Leinwandreporter TV, YouTube

Film Stars Don’t Die in Liverpool

Originaltitel:Film Stars Don’t Die in Liverpool
Regie:Paul McGuigan
Darsteller:Annette Bening, Jamie Bell, Julie Walters
Genre:Drama, Biographie, Liebesfilm
Produktionsland/-jahr:UK, 2017
Verleih:Sony Pictures
Länge:105 Minuten
FSK:ab 6 Jahren
Kinostart:05.04.2018

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Sony Pictures

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 02.04.2018
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