Review: Terminator Genisys (Kino)

Das Plakat von "Terminator Genisys" (©: Paramount Pictures)

Das Plakat von “Terminator Genisys” (©: Paramount Pictures)

Inhalt: Im Jahr 2029 leitet John Connor (Jason Clarke, „Planet der Affen – Revolution“) den Kampf der verbliebenen Menschen gegen die Maschinen von Skynet. Um den Aufstand zu unterbinden, schickt Skynet einen Terminator ins Jahr 1984, um Sarah Connor (Emilia Clarke), Johns Mutter, noch vor dessen Geburt zu töten. Um diesen Anschlag zu verhindern, sendet John seinen engsten Vertrauten Kyle Reese (Jai Courtney) durch die Zeit. Als er ankommt, ist die Situation ganz anders wie erwartet. Sarah ist alles andere als hilflos und unvorbereitet. Viel mehr wurde sie, seitdem vor vielen Jahren ihre Eltern ermordet wurden, vom T-800 (Arnold Schwarzenegger) beschützt. Jetzt müssen sie als Trio zunächst gegen den T-1000 (Byung-hun Lee, „R.E.D. 2“) bestehen, um überhaupt eine Chance zu haben, Skynet zu zerstören.

Kritik: Die ersten beiden „Terminator“-Filme von James Cameron (von 1984 bzw. 1991) sind absolute Action-Klassiker und machten Arnold Schwarzenegger endgültig zum Weltstar. Nach einem etwas schwächeren dritten Teil im Jahr 2003 folgte dann 2009 mit „Terminator: Die Erlösung“ von McG der Tiefpunkt der Reihe. Die seelenlose Materialschlacht, bei der Hauptdarsteller Schwarzenegger wegen seiner politischen Karriere nur einen Cameo-Auftritt hatte, ließ die meisten Fans entgeistert zurück und schien das Ende der Reihe zu bedeuten. Inzwischen ist der Protagonist der Reihe wieder fest im Schauspielbusiness verankert, sodass unter der Regie von Alan Taylor („Thor“) noch einmal ein neuer Versuch gestartet werden konnte.

 He is back (©: Paramount Pictures)

He is back (©: Paramount Pictures)

Schon nach wenigen Minuten wird klar, dass er es deutlich besser macht als sein Vorgänger. Gespickt mit Zitaten des ersten Teils liefert Taylor einen düsteren, stimmungsvollen, aber auch augenzwinkernden Film, der gekonnt mit den Erwartungen des Zuschauers spielt. Die von Fans mit Verwunderung aufgenommene FSK 12-Freigabe sorgt hier nicht für einen geringeren Action-Anteil. Leider bewegt sich die Geschichte dabei auf derart vielen Ebenen, dass die Zuschauer irgendwann etwas den Überblick verlieren und auch die Logik den ein oder anderen Bruch bekommt. Dennoch atmet der Film visuell und inhaltlich die Seele der beiden Cameron-Filme, der hier als technischer Berater beteiligt war. Arnold Schwarzenegger hat sichtlich Freude, noch einmal in seine bekannteste Rolle zu schlüpfen und sorgt mit Selbstironie und Power für ein starkes Comeback des T-800. Noch kritischer beäugt wurden im Vorfeld die neu besetzten, einschlägig bekannten Rollen.

Sarah und Kyle wissen sich zu helfen (©: Paramount Pictures)

Sarah und Kyle wissen sich zu helfen (©: Paramount Pictures)

Emilia Clarke hat als Königin Daenerys in „Game of Thrones“ gezeigt, wie ordentlich sie Ausstrahlung und Autorität vermitteln kann, was für die Rolle der Sarah Connor entscheidend war. Zusätzlich kann sie mit einigen nett gelieferten One-Linern punkten. Jai Courtney hatte mit seiner tumben Performance in „Stirb Langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben“ einen großen Anteil am Tiefpunkt dieses Action-Franchises, weswegen seine Besetzung als Kyle Reese doch überraschte. Tatsächlich gelingt es ihm hier etwas besser, seine eingeschränkten schauspielerischen Fähigkeiten einzusetzen und als loyaler Soldat Reese einen ordentlichen Job zu machen. Jason Clarke gelingt es mit einer charismatischen Vorstellung, eine interessante Herangehensweise an John Connor zu finden. Neu dabei ist außerdem der frisch gebackene Oscar-Gewinner J.K. Simmons („Whiplash“), der als Cop O’Brien einige Male die Wege der Protagonisten kreuzt und Ex-„Doctor Who“ Matt Smith als geheimnisvoller Alex. Auch sie fügen sich nahtlos in die Reihe ein.

So ist der „Terminator Genisys“, obwohl er komplizierter als nötig ist, am Ende des Tages sicherlich keine Enttäuschung. Humorvoll, mit knackiger Action, einem gut aufgelegten Schwarzenegger und voller Anspielungen an die bisherigen Filme gelingt Alan Taylor gutes Popcorn-Kino, das die meisten Fans der Reihe zufriedenstellen sollte. Bei entsprechendem Erfolg bedeutet dieser Film den Auftakt in eine neue Trilogie.

3,5 von 5 Punkten


Quelle: Paramount Pictures, Leinwandreporter TV, YouTube

Terminator: Genisys

Originaltitel:Terminator: Genisys
Regie:Alan Taylor
Darsteller:Arnold Schwarzenegger, Emilia Clarke, Jai Courtney, J.K. Simmons, Jason Clarke
Genre:Action
Produktionsland/-jahr:USA, 2015
Kinostart:09.07.2015
Verleih:Paramount Pictures
Länge:122 Minuten
FSK:ab 12 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 03.07.2015
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