Review: Mission: Impossible – Rogue Nation (Kino)

Das Kino-Plakat von "Mission Impossible -Rogue Nation" (© Paramount Pictures)

Das Kino-Plakat von „Mission Impossible -Rogue Nation“ (© Paramount Pictures)

Inhalt: Obwohl Ethan Hunt (Tom Cruise, „Edge of Tomorrow“) mit Hochdruck daran arbeitet, einer geheimen Organisation namens „Syndikat“ auf den Spuren zu kommen, lässt CIA-Direktor Hunley (Alec Baldwin, „30 Rock“) die IMF auch gegen den Widerstand von Teamleiter William Brandt (Jeremy Renner, „The Immigrant“) auflösen. Dadurch lässt sich Ethan aber nicht stoppen: Er versteckt sich und ermittelt auf eigene Faust weiter gegen die global agierende Gruppe von Ex-Agenten, die unter der Führung des radikalen und skrupellosen Lane (Sean Harris, „Yorkshire Killer“) steht. Immer wieder kreuzen sich die Wege mit der britischen Agentin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson, „Hercules“), die undercover im „Syndikat“ agiert. Ethan ist sich nicht sicher, ob er ihr trauen kann und zieht Technik-Genie Benji (Simon Pegg) hinzu. Auch Brandt und Luther (Ving Rhames, „Death Race 3: Inferno“) haben bald genug von ihrer Zwangspause. So beginnt ein Kampf gegen eine Organisation, die im Gegensatz zu den kaltgestellten IMF-Mitgliedern über reichlich Mittel verfügt.

 

Kritik: Inzwischen ist es schon 19 Jahre her, dass Tom Cruise (damals noch unter der Regie von Brian De Palma) erstmals als äußerst begabter Einzelkämpfer auf Weltrettungsmission geschickt wurde. Nach dem kommerziell erfolgreichsten „Phantom Protokoll“ im Jahr 2011 gibt es nun das lang erwartete fünfte Abenteuer der Reihe. Spitzen-Drehbuch-Autor und Oscar-Gewinner Christopher McQuarrie („Die üblichen Verdächtigen“) wurde hier als Regisseur engagiert, nachdem dessen erst zweite Regie-Arbeit „Jack Reacher“ (mit Tom Cruise in der Hauptrolle) ein nahezu ideales Bewerbungsschreiben war. Im guten Ton des Franchises bietet der Film von Anfang an Action und hohes Tempo. In einer ebenso spektakulären wie originellen Einführungsszene kümmert sich Hunt zu Fuß darum, ein mit schwerem Geschütz ausgestattetes Flugzeug zu stoppen. Auch danach geht es augenzwinkernd und fast ohne Verschnaufpause weiter. Jeremy Renner sichert sich einen netten Running Gag, auch wenn hier der Humor nach dem fast schon albernen vierten Teil auf ein angenehmeres Level zurückgefahren wird.

Ilsa muss Ethan aus der Patsche helfen (© Paramount Pictures)

Ilsa muss Ethan aus der Patsche helfen (© Paramount Pictures)

Mit gewohnt vielseitigen Locations, die dieses Mal unter anderem in Casablanca, Wien und London zu finden sind, lässt „Rogue Nation“ schon visuell keine Langeweile aufkommen. Viele kleine „Aufträge“ und Teilaufgaben für den Protagonisten lassen die stolzen 131 Minuten zu fast reiner Kurzweil werden. Vom Attentat auf eine Politiker, über den Einbruch in eine Hightech-Anlage bis zu einer exzellent inszenierten Motorrad-Verfolgungsjagd lässt McQuarrie keine Wünsche der Action-Fans unbeantwortet, auch wenn ein außergewöhnlicher Moment wie der Free Climbing-Ausflug von Cruise im letzten Film fehlt. Die Regeln der Physik gelten für Ethan Hunt und seine Kollegen natürlich auch in diesem Film nur bedingt, was zu einigen charmanten „Over the Top“-Momenten führt. Diese werden aber so geschickt verpackt, dass auch die eher der Logik verschriebenen Zuschauer sich ein Grinsen nicht verkneifen können. Der mit 53 Jahren immer noch sagenhaft fitte Tom Cruise bekommt dieses Mal neben den bekannten Kollegen zwei starke Neuzugänge im Franchise an seine Seite.

Keine gute Zeit, um mit Ethan Hunt befreundet zu sein (© Paramount Pictures)

Keine gute Zeit, um mit Ethan Hunt befreundet zu sein (© Paramount Pictures)

Rebecca Ferguson könnte hier der Sprung zum Star gelingen. Als Agentin Ilsa Faust ist die schöne Schwedin geheimnisvoll, schlagkräftig und verfügt über eine tolle Leinwand-Präsenz. Nachdem mit Michael Nyquist im letzten Film eine klassische Fehlbesetzung gelandet wurde, dürfte der Brite Sean Harris der vielleicht beste Bösewicht der ganzen Reihe sein. Mit Charisma und ungewöhnlicher Art, mit seinen Kontrahenten zu sprechen, schafft Harris einen Gegenspieler, den der Zuschauer im klassischen Sinn „zu hassen liebt“. Simon Pegg ist der gewohnt unterhaltsame Comedy-Part der Story und knüpft hier nahtlos an seine gewohnt guten Leistungen an. Jeremy Renner bleibt ein wenig zu sehr im Hintergrund, was bei seiner Qualität natürlich schade ist. Dafür kehrt Ving Rhames als vollwertiges Cast-Mitglied zurück unterstützt das Geschehen mit seiner typischen Coolness.

Die Erwartungen an den fünften Film eines Action-Franchises sind eigentlich nicht mehr besonders hoch. „Mission: Impossible – Rogue Nation“ beweist souverän, warum er schon im Vorfeld höher gehandelt wurde. Abwechslungsreiche, stark inszenierte Action, ein gut aufgelegter Cast mit einem erstaunlichen weiblichen Neuzugang, Schauwerten und einer netten Ladung Humor macht den Ansatz von Christopher McQuarrie sicherlich zu einem der besten der ganzen Reihe.

4 von 5 Punkten


Quelle: Paramount Pictures, Leinwandreporter TV, YouTube

Mission Impossible - Rogue Nation

Originaltitel:Mission Impossible - Rogue Nation
Regie:Christopher McQuarrie
Darsteller:Tom Cruise, Rebecca Ferguson, Jeremy Renner, Simon Pegg, Alec Baldwin, Sean Harris
Genre:Action
Produktionsland/-jahr:USA, 2015
Kinostart:06.08.2015
Verleih:Paramount Pictures Germany
Länge:131Minuten
FSK:ab 12 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 01.08.2015
Review: Mission: Impossible -- Rogue Nation (Kino)

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