Review: Death Race 3 – Inferno (Blu-ray)

Das Blu-ray Cover von "Death Race 3: Inferno" (Quelle: Universal Pictures Germany)

Das Blu-ray Cover von „Death Race 3: Inferno“ (Quelle: Universal Pictures Germany)

Inzwischen ist der Polizisten-Mörder Carl Lucas (Luke Goss, „Blade 2“) unter seinem „Death Race“-Namen Frankenstein zur Legende aufgestiegen. Er verkauft eigenes Merchandise und ist nach seinem vierten Erfolg nur noch einen Sieg von der Begnadigung entfernt. Als dann aber der egomane, soziopathische und sehr reiche Niles York (Dougray Scott, „My Week with Marilyn“) dem bisherigen Besitzer Weyland (Ving Rhames, „Soldiers of Fortune“) die „Death Race“-Rechte durch einen Trick abnimmt, muss sich Carl auf neue Regeln einlassen. York zwingt ihn, gemeinsam mit seiner Co-Pilotin Katrina (Tanit Phoenix, „Lord of War“) sowie seinen Mechanikern Goldberg (Danny Trejo, „BAD ASS“) und Lists (Fred Koehler) nach Südafrika zu fliegen. Dort sollen sie in der Kalahari-Wüste am brutalsten Rennen der Geschichte teilnehmen. Zusätzlich haben einige der skrupellosen Konkurrenten den Tod von Superstar Frankenstein ganz oben auf ihrer Wunschliste. So muss Carl mit seinem Team versuchen, York zu überlisten und eine ganze Meute hochrangiger Psychopathen auf Abstand zu halten.

Nach dem erfolgreichen ersten „Death Race“-Remake wurde 2010 eine erste Video-Fortsetzung veröffentlicht, deren Besetzung jetzt auch für „Death Race 3: Inferno“ zu großen Teilen zurückkehrt. Der Niederländer Roel Reiné nahm ebenfalls wieder auf dem Regie-Stuhl Platz. Die Idee für Neuerungen war denkbar simpel: Den Schauplatz wechseln und mit den Wüstenlandschaften Südafrikas einen neuen Aspekt hinzufügen. Ansonsten geht es nach altbekanntem Schema weiter, dass mit coolen Helden, schönen Frauen und fiesen Bösewichtern alle Action-Standardzutaten beinhaltet. Vor finsteren Kulissen wird geschraubt, geprügelt und gemeuchelt. Das ist mit Ausnahme einer brutalen Frauenkampfsequenz nichts neues, was aber nicht heißt, dass der Film nicht unterhaltsam wäre. So entwickelt sich ein trashiges B-Movie, dass die Adrenalin in Wagenladungen ausschüttet. Nach dem sehr gemächlichen zweiten Teil bedeutet das auf jeden Fall einen deutlichen Fortschritt.

Goldberg ist sauer auf Carl (Quelle: Universal Pictures Germany)

Goldberg ist sauer auf Carl (Quelle: Universal Pictures Germany)

Einer taffer Hauptdarsteller und eine Armee von B-Stars

Wie im Vorgänger übernimmt auch hier wieder der Brite Luke Goss die Rolle des schweigsamen Topfahrers Frankenstein. Er ist smart, charismatisch und hart, was für einen Action-Held eine wirklich gute Kombination ist. Seine sexy Co-Pilotin Katrina wird von Tanit Phoenix ähnlich gut verkörpert. Danny Trejo kann in der Rolle von Mechaniker Goldberg seine ganzen Talente als Raubein ausspielen. Fred Koehler ergänzt das Team als fahrige Intelligenz-Bestie Lists. Dougray Scott ist ein durchaus guter Schauspieler, darf aber hier nur sein diabolisches Lachen zur Charakterentwicklung einbringen. Das ist insgesamt etwas zu wenig, um eine wirklich bedrohliche Figur zu mimen. „Pulp Fiction“-Veteran Ving Rhames komplettiert in einer relativ kleinen Rolle den doch überraschend namhaften Cast.

Roel Reiné ist mit „Death Race 3: Inferno“ ein besser Actionfilm gelungen, als es bei seinem ersten Film der Reihe der Fall war. Die düsteren Wüstensets erinnern teilweise an „Mad Max“ und die harten Kampf- und Crash-Sequenzen wurden handwerklich gut inszeniert.Das es dabei nicht immer logisch zugeht, versteht sich wohl von selbst. Da der Film aber alles andere als innovativ ist und die Charaktere wirklich nur angerissen werden, ist die direkte Videoveröffentlichung schon deutlich nachvollziehbar. So bleibt knallige Hau Drauf-Action, die für einen Testosteron-schwangeren Heimkino-Abend definitiv eine gute Ergänzung darstellt.

Lists schwört Katrina ein (Quelle: Universal Pictures Germany)

Lists schwört Katrina ein (Quelle: Universal Pictures Germany)

Ab dem 21.02.2013 ist der Film auf DVD und Blu-ray erhältlich.

2,5 von 5 Punkten

 

Bild: Der Transfer von „Death Race 3: Inferno“ punktet mit einer hohen Schärfe und knackigen Kontrasten und einem gut gewählten Schwarzwert. Die fiebrigen Gelb-stichigen Wüstentöne unterstützen die Stimmung des Filmes. Das die Farben dabei teilweise sehr künstlich wirken, fällt nicht störend ins Gewicht.

4 von 5 Punkten

Ton: Der deutsche DTS 5.1-Ton bietet eine hervorragende Dialogverständlichkeit, die selbst bei extremen Action-Szenen gewährleistet ist. Die verlustfreien Effekte sprechen die Anlage hervorragend an und bieten ein wahres Bass-Feuerwerk. Die englische DTS-HD MA 5.1-Tonspur ist noch einmal deutlich dynamischer abgemischt und erreicht fast Referenzwerte.

4 von 5 Punkten

Extras: Ein alternativer Anfang, einige verzichtbare unveröffentlichte Szenen, die noch einmal in einer Montage angesehen werden können, ein 10-minütiges Making Of ein Featurette „Race for Death“, ein Featurette „Kunst imitiert das Leben: Goldberg“, sowie ein Audiokommentar mit Regisseur Roel Reiné ergänzen den Film ordentlich.

3 von 5 Punkten

Gesamt: 3 von 5 Punkten


Quelle: MovieManiacs, Universal Pictures, YouTube

Death Race 3: Inferno

Originaltitel:Death Race 3: Inferno
Regie:Roel Reiné
Darsteller: Luke Goss, Tanit Phoenix, Danny Trejo
Genre:Action-Thriller
Produktionsland/-jahr:USA, 2012
Verleih:Universal Pictures Germany
Länge:105 Minuten
FSK:ab 18 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 21.02.2013
Review: Death Race 3: Inferno (Blu-ray)

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