Review: Hercules (DVD)

Das DVD-Cover von "Hercules" (Paramount Pictures Home Entertainment)

Das DVD-Cover von “Hercules” (Paramount Pictures Home Entertainment)

Inhalt: In ganz Griechenland erzählt man sich die Geschichten von Hercules (Dwayne Johnson, „Snitch – Ein riskanter Deal“), dem Sohn des Zeus, der die gefährlichsten Monster der Welt besiegt hat. Dieser übernimmt gemeinsam mit seinem Neffen Iolaus (Reece Ritchie), seinem besten Freund Autolycus (Rufus Sewell), der Kampfmaschine Tydeus (Aksel Hennie, „Headhunters“), dem seherisch begabten Amphiaraus (Ian McShane, „Deadwood“) und der Amazone Atalanta (Ingrid Bolsø Berdal, „Chernobyl Diaries“) gefährliche Aufträge, für die sie sich fürstlich entlohnen lassen. So wird die Gruppe auch von König Cotys (John Hurt, „Snowpiercer“) angeheuert, um in der Schlacht gegen den Tyrannen Rhesus (Tobias Santelmann) Thyrakien vor einem Bürgerkrieg zu bewahren. Doch das ist erst der Anfang eines Kampfes, für den selbst eine Erscheinung wie Hercules an seine Grenzen gehen muss.

 

Hintergrund/Drehbuch: Die klassische griechische Sage des Göttersohnes Hercules bildete schon häufig die Grundlage für Filme und andere Geschichte. So entstanden auch die Comics von Steve Moore, die wiederum als Basis für das Drehbuch von Ryan Condal und Evan Spiliotopoulos dienten. Hier wird die Herkunft von Hercules nicht so wörtlich genommen und sich stattdessen mehr mit der Bildung von Mythen und Legenden zur Einschüchterung der Gegner beschäftigt. Obwohl die Story ansonsten eher simpel gestrickt bleibt, entbehrt der Film schon so nicht eines gewissen Charmes.

Regie: Brett Ratner war noch nie der Regisseur, der sich durch die einfühlsame Inszenierung von psychologisch intensiven Werken hervorgetan hätte. Dadurch ist er für einen solchen Stoff schon einmal keine schlechte Wahl, auch wenn die dramatischen Elemente von Hercules doch etwas tumb inszeniert sind.

Hercules und seine Unterstützer (Paramount Pictures Home Entertainment)

Hercules und seine Unterstützer (Paramount Pictures Home Entertainment)

Look: Viel CGI, viel Hochglanz, eher mäßige Kostüme: So lässt sich der Look des Filmes, der im Kino in 3D zu sehen gewesen war, relativ reduziert zusammenfassen.

Ein physisch beeindruckender „The Rock“ und seine Weggefährten

Schauspieler: Im modernen Action-Kino hätte es wohl keine passendere Wahl für die Rolle des Hercules geben können wie den Ex-Wrestler Dwayne „The Rock“ Johnson. Wie es scheint, hat er tatsächlich noch einmal an Muskelmasse für diesen Film zugelegt. Darüber hinaus ist er auch sonst ein passabler Schauspieler, was er hier trotz nicht besonders vielschichtiger Figur zumindest teilweise einbringen kann. An seiner Seite sorgt vor allem der britische Golden Globe-Gewinner Ian McShane für beste Unterhaltung. Auch wenn er nur begrenzt gefordert wird, hat er einige der spaßigsten Szenen des Filmes. John Hurt darf seine jahrelange Erfahrung und Leinwand-Präsenz als alternder König einbringen. Obwohl es hier nicht viel Gelegenheit zu Glänzen gibt, sind mit Peter Mullan („Enemies – Welcome to the Punch“), Ingrid Bolsø Berdal, Rufus Sewell, Aksel Hennie, Joseph Fiennes und Rebecca Ferguson weitere durchaus bekannte Schauspieler in dem Film zu sehen. Darüber hinaus feiert Super-Model und Cristiano Ronaldo-Freundin Irina Shayk hier in einer Gastrolle ihr Kino-Debüt.

Ihm stellt man sich besser nicht entgegen (Paramount Pictures Home Entertainment)

Ihm stellt man sich besser nicht entgegen (Paramount Pictures Home Entertainment)

Unterhaltungswert/Spannung: „Hercules“ ist Popcorn-Kino der einfachen Art. Viele Kämpfe und Verschwörungen sorgen für Kurzweil. Wer intellektuell gefordert werden möchte, dürfte natürlich eher zu anderer Filmkunst greifen.

Dramatik: Verrat, Verlust und Intrigen sind ein wichtiger Teil von „Hercules“. Wie bereits erwähnt ist ein Brett Ratner-Film aber nicht das, was Zuschauer emotional berühren soll.

Humor: Für dieses Department hat Ian McShane fast die Alleinverantwortung übernommen. Als todesmutiger Amphiaraus, der auf die Erfüllung seines Schicksals wartet, sorgt er für einige Lacher.

Liebe/Romantik: Keine Thematik, die hier eine wirkliche Rolle spielt.

Fazit: Trotz trashiger Momente liefert Brett Ratner mit „Hercules“ überraschend solides Popcorn-Kino. Handfeste, gut choreographierte Action, ein passender Hauptdarsteller und humorvolle Sequenzen lassen die sicherlich vorhandenen Schwächen in Skript und Inszenierung verzeihen.

König Cotys vertraut auf die Dienste von Hercules (Paramount Pictures Home Entertainment)

König Cotys vertraut auf die Dienste von Hercules (Paramount Pictures Home Entertainment)

Der Film ist ab dem 02.01.2015 auf DVD, Blu-ray 3D und Blu-ray erhältlich.

3 von 5 Punkten

 

Bild: Das Bild sieht auch schon auf der DVD wirklich gut aus. Die Aufnahmen sind immer scharf und recht reich an Details. Die Farbpalette ist sehr weitreichend und natürlich. Gerade die Hauttöne wurden gut getroffen. Kontraste und Schwarzwert sind ebenfalls sehr ordentlich. Wirkliche Fehler sind in dem sauberen, ruhigen Bild nicht zu finden.

4 von 5 Punkten

Ton: Für einen Dolby Digital 5.1-Sound ist das Ergebnis in der deutschen und der englischen Fassung beeindruckend. Neben gut verständlichen Dialogen, dreht der Ton gerade in den Schlachtenszenen richtig auf. Die Abmischung der Hintergrundgeräusche ist schön auf alle Boxen verteilt und einige saftige Effekte und Bässe sorgen für tollen Klang.

4,5 von 5 Punkten

Extras: Ein Audiokommentar von Brett Ratner und Beau Flynn, eine Einführung von Dwayne Johnson und Ratner (5 Minuten), sowie die Featurettes „Hercules und seine Söldner“ (11 Minuten) sowie „Die Effekte von Hercules“ (12 Minuten) komplettieren die DVD.

3,5 von 5 Punkten

Gesamt: 3,5 von 5 Punkten


Quelle: Paramount Pictures, YouTube

Hercules

Originaltitel:Hercules
Regie:Brett Ratner
Darsteller:Dwayne Johnson, Rufus Sewell, Ian McShane, John Hurt
Genre:Action, Abenteuer
Produktionsland/-jahr:USA, 2014
Verleih:Paramount Pictures
Länge:94 Minuten
FSK:ab 12 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 02.01.2015
Review: Hercules (DVD)

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