Review: Bad Times at the El Royale (Kino)

Das Hauptplakat von "Bad Times At the El Royale" (© 2018 Twentieth Century Fox)

Das Hauptplakat von “Bad Times At the El Royale” (© 2018 Twentieth Century Fox)

Inhalt: Auf der Staatengrenze zwischen Kalifornien und Nevada liegt das billige Hotel El Royale. Mike Miller (Lewis Pullman, „The Strangers 2 – Opfernacht“), der an der Rezeption arbeitet, hat sich eigentlich auf einen ruhigen Abend eingestellt, als mit Priester Daniel Flynn (Jeff Bridges, „Heaven’s Gate“), Sängerin Darlene Sweet (Cynthia Erivo), Staubsaugervertreter Laramie Seymour Sullivan (Jon Hamm, „Baby Driver“) und der geheimnisvollen Emily (Dakota Johnson, „Fifty Shades of Grey 3 – Befreite Lust“) gleich vier Gäste zeitgleich ankommen. Schnell ist klar, dass weder das Etablissement noch seine Besucher so harmlos sind, wie sie zunächst wirken. So dauert es nicht lange, bis das erste Blut fließt. Als dann auch noch Billy Lee (Chris Hemsworth, „Avengers – Infinity War“), der charismatisch-psychotische Anführer einer gewalttätigen Sekte, in der Hotellobby auftaucht, eskaliert die Situation endgültig.

Kritik: Im Jahr 2012 hatte Drew Goddard mit der Horrorkomödie „The Cabin in the Woods“ ein fast schon sensationelles Regie-Debüt hingelegt. Die schräge Genre-Parodie entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zum Kultfilm. 2016 verdiente er sich für sein Drehbuch zu „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“ seine erste Oscar-Nominierung. Nun hat Goddard seinen – mit Spannung erwarteten – zweiten Spielfilm gedreht. Die Trailer ließen bereits Crime-Comedy erwarten, die sich auf den Spuren von Quentin Tarantino bewegt. Tatsächlich sorgt Goddard diesbezüglich für keinerlei Überraschungen – was aber bei weitem nicht heißt, dass „Bad Times at the El Royale“ ein schlechter Film wäre. Es entwickelt sich eine clever konstruierte Geschichte, die mit temporeichen Dialogen, schicken Wendungen und einer unkonventionellen Erzählstruktur für Kurzweil sorgt.

Der Priester und die Sängerin (© 2018 Twentieth Century Fox)

Der Priester und die Sängerin (© 2018 Twentieth Century Fox)

Selbst wenn nicht alle Handlungsstränge gleichwertig funktionieren, gelingt auf diese Art ein Film, der sich deutlich kürzer als die tatsächlichen 141 Minuten Spielzeit anfühlt. Es dürfte wenige verwundern, dass die Streitereien zwischen den größtenteils schrägen Charakteren gerade in der Spätphase nichts für zarte Gemüter sind. Routinier Jeff Bridges zeigt als gar nicht braver Priester, dass er noch lange nicht in Rente gehen muss. An seiner Seite bekommt Sängerin Cynthia Erivo den meisten Raum, den sie hauptsächlich mit ihrer tollen Stimme füllt. Lewis Pullman ist als sonderbarer Hotel-Portier höchst unterhaltsam. Der gewohnt charmante Jon Hamm ist wie gemacht für diese Art von Film.

Die zuletzt hauptsächlich belächelte Dakota Johnson spielt als mysteriöse Emily einen erstaunlich charismatischen Part, der sicherlich zu den besten Leistungen ihrer bisherigen Karriere zählt. Chris Hemsworth hat sichtlich Spaß, als durchgeknallter Sekten-Guru mit sexy Hüftschwung seinen inneren Fiesling von der Leine zu lassen. Die junge Cailee Spaeny („Pacific Rim 2 – Uprising“) kann ihr vorhandenes Talent erneut andeuten.

Auch wenn „Bad Times at the El Royale“ nicht so originell und kultverdächtig wie „The Cabin in the Woods“ ist, ist Drew Goddard ein starkes Zweitwerk gelungen. Eine klug strukturierte, abwechslungsreiche Geschichte, in der sich gut aufgelegte Darsteller gelungene Dialoge um die Ohren hauen, liefert trotz Überlänge kurzweiligen Spaß für ein erwachsenes Publikum.

4 von 5 Punkten


Quelle: 20th Century Fox, LeinwandreporterTV, YouTube

Bad Times At the El Royale

Originaltitel:Bad Times At the El Royale
Regie:Drew Goddard
Darsteller:Jeff Bridges, Chris Hemsworth, Dakota Johnson, Jon Hamm
Genre:Thriller
Produktionsland/-jahr:USA, 2018
Verleih:20th Century Fox
Länge:141 Minuten
FSK:ab 16 Jahren
Kinostart:11.10.2018

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von 20th Century Fox

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 08.10.2018
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