Review: The Hunter’s Prayer (Blu-ray)

Das Blu-ray-Cover von "The Hunter's Prayer" (© Square One/ Universum Film)

Das Blu-ray-Cover von „The Hunter’s Prayer“ (© Square One/ Universum Film)

Inhalt: Ella Hatto (Odeya Rush, „We Are What We Are“) ist die rebellische Tochter eines New Yorker Anwalts und wurde von ihm in die Schweiz auf eine Privatschule verfrachtet. Deswegen ist sie auch nicht zu Hause, als ein Profi-Killer (Martin Compston, „Spurlos – Die Entführung der Alice Creed“) in ihr Elternhaus eindringt und alle Anwesenden tötet, nachdem ihr Vater den Drogenbaron Richard Addison (Allen Leech, „The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben“) bestohlen hatte. Doch kurz darauf taucht Lucas (Sam Worthington, „The Keeping Room – Bis zu letzten Kugel“) bei ihr auf. Er hat von Addison den Auftrag erhalten, Ella zu töten, möchte die unschuldige Teenagerin aber vor dem Tod schützen. Während Lucas mit einer Sucht kämpft und Ella auf der Flucht vor den Schergen von Addison durch ganz Europa schleust, fasst das Mädchen einen Entschluss: Sie möchte Rache und ihr Weggefährte soll dafür sorgen, dass der Mörder ihres Vaters stirbt.

 

Kritik: Über Jahre war Jonathan Mostow ein recht zuverlässiger Regisseur, wenn es um ordentliche Action-Kost ging. Nach Filmen wie „Breakdown“ und „Terminator 3 – Rebellion der Maschinen“ folgte 2009 „Surrogates – Mein zweites Ich“. Danach wurde es ziemlich still um den Filmemacher. Nun feiert er mit diesem Action-Thriller sein Comeback. Wer den Kurzinhalt liest, wird sich schon darauf einstellen, dass es nur bedingt revolutionäre Kost auf die Augen geben wird. Es gelingt aber nicht einmal, die sehr gedämpften Erwartungen zu erfüllen. Obwohl das Geschehen zu jeder Sekunde vorhersehbar ist, nimmt die Geschichte noch zahlreiche falsche Abbiegungen. So wechselt die Konsistenz im Verhalten einiger Charaktere so regelmäßig, wie es für den Verlauf des Filmes angenehm ist. Durch die Faulheit beim Verfassen des Drehbuches werden einige Figuren schon ärgerlich unglaubwürdig, was durch den plätschernden Plot nicht aufgefangen werden kann.

Noch muss sich Ella nur vor Lehren beim Rauchen verstecken (© Square One/ Universum Film)

Noch muss sich Ella nur vor Lehren beim Rauchen verstecken (© Square One/ Universum Film)

Ein zentraler Punkt der Probleme ist der von Sam Worthington recht lustlos verkörperte Killer Lucas. Dieser ist zum einen der wohl fitteste Heroin-Junkie der Menschheitsgeschichte. Daneben bekommt er über den ganzen Film kein nennenswertes Motiv spendiert, weswegen er sich gegen seinen Chef auflehnt und für ein fremdes Mädchen sein Leben riskiert. Die junge Odeya Rush hat hier noch die beste Rolle erwischt. Als sympathisch-freche Ella, die unverschuldet in eine furchtbare Situation gerät, funktioniert sie ziemlich anstandslos. Auch ihre Fehleinschätzungen von Situationen passen ordentlich zu dem Charakter. Für Allen Leech bleibt als Richard Addison die Rolle eines Comic-Bösewichts, der so lachhaft ist, dass er wieder Spaß macht. Martin Compston und weitere Darsteller dürfen die Lemminge von Addison geben, die keinen erkennbaren Charakterzug haben.

Selbst mit den Ansprüchen eines No Brain-Action-Thrillers sorgt das furchtbare Drehbuch von „The Hunter’s Prayer“ dafür, dass sich hier viele Zuschauer ärgern dürften. Natürlich muss ein solcher Film nicht immer logisch sein. Wenn die Handlung aber so regelmäßig konstruierte bis absolut widersprüchliche Wege geht, darf sie dem Publikum nicht die Zeit geben, darüber nachzudenken. So bleibt das Comeback von Jonathan Mostow ein leidlicher unterhaltsamer und unfreiwillig amüsanter Film, der wohl nur als Fehlschlag bezeichnet werden kann.

Das Leben von Ella wird schnell sehr aufregend (© Square One/ Universum Film)

Das Leben von Ella wird schnell sehr aufregend (© Square One/ Universum Film)

Der Film ist seit dem 20.10.2017 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

1,5 von 5 Punkten

 

Bild: Optisch wäre wohl ein bisschen mehr möglich gewesen. Schärfe und Detaildarstellung sind bei Close Up-Aufnahmen wirklich gelungen. Bei Halbtotalen und vor allem bei schlecht beleuchteten Szenen kommen hier erkennbare Probleme auf. Die Farben sind bei den hellen Sequenzen gelungen und natürlich. In den dunklen Momenten schimmert oft ein klarer Grünstich durchs Bild, der auch mit den nicht optimalen Kontrasten und dem Schwarzwert in Verbindung gebracht werden kann. Dafür ist das Bild meistens relativ sauber und ruhig.

3 von 5 Punkten

Ton: Der deutsche und der englische DTS-HD MA 5.1-Ton werden den Ansprüchen von modernem Actionkino gerecht. Gerade die Schusswechsel werden mit knackiger Räumlichkeit und kräftigen Bässen untermalt. In einer Sequenz in einer Disko zu Beginn bebt das Wohnzimmer regelrecht. Auch ansonsten sorgen Hintergrundgeräusche (Partygäste, Regen etc.) und der Score für reichlich Aktivität auf den äußeren Boxen. Dabei sind die Dialoge immer gut priorisiert und kommen verständlich aus dem Center.

4,5 von 5 Punkten

Extras: Bis auf ein paar Trailer gibt es kein Bonusmaterial auf der Blu-ray.

1 von 5 Punkten

Gesamt: 2 von 5 Punkten


Quelle: KinoCheck, YouTube

The Hunter's Prayer

Originaltitel:For the Dogs
Regie:Jonathan Mostow
Darsteller:Sam Worthington, Odeya Rush, Allen Leech
Genre:Action, Thriller
Produktionsland/-jahr:USA, 2016
Verleih:Universum Film
Länge:91 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Universum Film

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 25.10.2017
Review: The Hunter’s Prayer (Blu-ray)

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