Review: Guardians of the Galaxy Vol. 2 (Kino)

Das Hauptplakat von "Guardians of the Galaxy 2" (© 2017 Walt Disney Studios/Marvel)

Das Hauptplakat von „Guardians of the Galaxy 2“ (© 2017 Walt Disney Studios/Marvel)

Inhalt: Nach harter Arbeit sind Peter „Star-Lord“ Quill (Chris Pratt, „Passengers“), Drax (Dave Bautista, „Kickboxer – Die Vergeltung“), Gamora (Zoe Saldana, „Rosemary’s Baby“), Rocket (Stimme: Bradley Cooper, „Limitless“) und Baby Groot (Stimme: Vin Diesel, „xXx – Die Rückkehr des Xander Cage“) überall als „Guardians of the Galaxy“ bekannt. Im Auftrag von Ayesha (Elizabeth Debicki, „The Night Manager“), der Königin der Sovereign People, soll das Quintett ein bedrohliches Monster bekämpfen und als Belohnung Gamoras finstere Schwester Nebula (Karen Gillan, „In a Valley of Violence“) überreicht bekommen. Die Aktion scheint perfekt zu laufen, bis eine Dummheit von Rocket dafür sorgt, dass Ayesha ein Kopfgeld auf die Guardians aussetzt. Sofort sind natürlich alle Ravagers des Universums hinter den in Ungnade gefallenen Helden her. Als sich Yordu (Michael Rooker, „Cliffhanger“) ein wenig zu nachsichtig mit seinem Ziehsohn zeigt, kommt es in seinem Team zur Meuterei. Bei all den Feinden dürfen sich die Guardians aber bald über einen neuen Weggefährten freuen: Peters echten Vater Ego (Kurt Russell, „Fast & Furious 8“).

Kritik: Es ist ein wirkliches Phänomen, wie konstant sich Erfolg und auch Qualität bei den Verfilmungen der Marvel Comics über die Jahre gehalten haben. Die vielleicht größte Überraschung gelang dabei wohl 2014 dem ersten „Guardians of the Galaxy“. Abwechslungsreich, spritzig, kurzweilig, amüsant und originell kämpften sich die fünf Antihelden durch das von James Gunn geschriebene und inszenierte Abenteuer. Bevor der Zusammenschluss mit den Avengers erfolgt, durfte Gunn seine Arbeit bei diesem Sequel wiederholen. Es war klar, dass es nicht ganz einfach werden würde, an einen Film anzuschließen, der auch wegen seiner Andersartigkeit so besonders war. Tatsächlich liefert diese Fortsetzung auf fast allen Ebenen. Nach einer temporeichen Einführung, in der sich vor allem der gar nicht so heimliche Star Baby Groot ins Zentrum rückt, lernt das Publikum die von Elizabeth Debicki verkörperte Ayesha und ihre Sovereign People kennen, die derart kühl und sonderbar sind, dass sie zu einer ganz eigenen Qualität des Films werden.

Star-Lord und Drax wollen kämpfen (©Marvel Studios 2017)

Star-Lord und Drax wollen kämpfen (©Marvel Studios 2017)

Die Chemie der Hauptfiguren stimmt natürlich ohnehin. Während sich die Helden mit Einzeilern bombardieren, entwickelt sich eine Geschichte, die trotz 133 Minuten Dauer fast gänzlich ohne Leerlauf auskommt. Neben dem endlos putzigen Baby Groot hängt es aber vor allem an Dave Bautista als sehr direkter Drax, für Lacher in Serie zu sorgen. Dabei gibt es derart viele grandiose Einzelszenen, dass das große Ganze fast nicht mehr so wichtig erscheint. Selbst mit der etwas erzwungen wirkenden Romanze zwischen Star-Lord und Gamora wird so nett kokettiert, dass es wieder sehr charmant wird. Kurt Russell hat sich zuletzt wieder zu einer sehr begehrten Besetzung im Blockbusterkino entwickelt. Neben einer technisch sensationell guten Sequenz, wo er sein jüngeres Selbst spielt, verkörpert er als Ego auf wunderbare Art, was sein Name vermuten lässt. Der mit Spannung erwartete Auftritt von Sylvester Stallone als Stakar Ogord ist hingegen eher unspektakulär ausgefallen.

Die kleinen Guardians halten zusammen (©Marvel Studios 2017)

Die kleinen Guardians halten zusammen (©Marvel Studios 2017)

Wer ein Haar in der Suppe sucht, wird im finalen Akt teilweise fündig. Trotz kreativem Szenario und einigen tollen Momenten ist hier die einzige Phase gefunden, wo sich das Geschehen ein wenig zieht. Nach einer Abrundung, die an der Grenze zur Rührseligkeit kratzt, aber doch noch gut die Kurve bekommt, dürfen die Zuschauer einen Abspann bewundern, in dem sich gleich fünf (!) kleine Szenen versteckt haben. So zeigt „Guardians of the Galaxy 2“, dass dieses Helden-Quintett wohl das beste Pferd im Marvel-Stall bleibt. In einer Vollgas-Veranstaltung mit massenhaft Action und guten Gags gibt es auch optisch durchgängig einiges zu bewundern. Auch wenn noch grundsätzliche Schemata und ein paar Klischees erkennbar sind, macht James Gunn mit seinem Film derart viel richtig, dass sich wohl die meisten Zuschauer direkt nach Abspann auf den (unlängst bestätigten) dritten Teil freuen dürften.

4 von 5 Punkten


Quelle: Walt Disney Studios, Marvel, Leinwandreporter TV, YouTube

Guardians of the Galaxy 2

Originaltitel:Guardians of the Galaxy 2
Regie:James Gunn
Darsteller:Chris Pratt, Zoe Saldana, Dave Bautista, Bradley Cooper, Vin Diesel, Kurt Russell, Karen Gillan, Sylvester Stallone
Genre:Action, Fantasy
Produktionsland/-jahr:USA, 2017
Verleih:Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
Länge: 133 MinutenFSK: ab 12 Jahren
Kinostart: 27.04.2017
Facebook-Seite:Guardians of the Galaxy 2

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 25.04.2017
Review: Battle Royale

{lang: 'de'}

Leave A Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *