Review: Malavita – The Family (DVD)

Das DVD-Cover von "Malavita - The Family" (Quelle: Universum Film)

Das DVD-Cover von “Malavita – The Family” (Quelle: Universum Film)

Inhalt: Früher war Giovanni Manzoni (Robert De Niro, „American Hustle“) ein Boss in der New Yorker Unterwelt. Nachdem er für die eigene Straffreiheit einige Kollegen ans FBI verraten hat, musste er im Zeugenschutzprogramm verschwinden. Seit einigen Jahren zieht er nun schon durch die Weltgeschichte. Jetzt ist er gerade in die Normandie gezogen und hat den Namen Fred Blake angenommen. Gemeinsam mit ihm starten Ehefrau Maggie (Michelle Pfeiffer), Tochter Belle (Dianna Agron, „Glee“) und Sohn Warren (John D’Leo, „Der Wrestler“) einen nächsten Versuch für ein neues Leben, dicht gefolgt von Giovannis Unterhändler Stansfield (Tommy Lee Jones, „Wie beim ersten Mal“) und seinen beiden Angestellten Di Cicco (Jimmy Palumbo, „Margin Call“) und Caputo (Domenick Lombardozzi, „The Wire“).

Nur leider haben die Blakes noch nichts vom alten Leben verlernt: Es wird geprügelt, erpresst und zur Not auch gezündelt, um die eigenen Ziele voran zu bringen. Dadurch ziehen sie natürlich schnell Aufmerksamkeit auf sich, was Stansfield zur Weißglut bringt. Als dann durch einen blöden Zufall einer von Giovannis alten Geschäftspartnern von seinem Aufenthaltsort erfährt und ein Killerkommando losschickt, wird das beschauliche Heimatdorf der Familie Blake zum Kriegsgebiet.

 

Kritik: Es ist lange her, dass der französische Superstar Luc Besson bei seinem Heimatgenre Action zuletzt auf dem Regiestuhl gesichtet wurde. Neben vielen Drehbüchern und Produktions-Arbeiten sowie mäßigen Ausflügen in die Drama- („The Lady“) und Animations-Sparte („Arthur und die Minimoys“) übernahm er nun bei dieser stargespickten Action-Komödie die Verantwortung. Obwohl der Film ordentlich gelungen ist, muss er im Vergleich zu Klassikern wie „Das fünfte Element“ und „Leon – Der Profi“ deutlich zurückstecken. Nachdem vor allem in der Frühphase und den Gewaltfantasien bzw. -eskapaden der Protagonisten noch zahlreiche derbe Lacher produziert werden, ist der Film danach einfach nicht lustig genug. Für einen Actionfilm hat er wiederum einen zu lockeren Erzählstil, auch wenn die tatsächlichen Kampf- und Explosionsszenen handwerklich gut inszeniert sind.

Die Stars retten viel im etwas flachen Treiben

Die Blakes sind eine nur fast normale Familie (Quelle: Universum Film)

Die Blakes sind eine nur fast normale Familie (Quelle: Universum Film)

Es ist hauptsächlich den gut aufgelegten Schauspielern zu verdanken, dass „Malavita – The Family“ am Ende größtenteils funktioniert. Robert de Niro hat in den letzten Jahren mit einigen Rollen ziemlich danebengelegen, was sein Image arg ramponiert hat. Mit seiner Oscar-nominierten Performance in„Silver Linings“ gelang es ihm dann doch, in die erste Reihe Hollywoods zurückzukehren. Hier ist er zumindest recht überzeugend aufgelegt. Selbstironisch spielt er mit seinen zahlreichen Mafiarollen und besitzt dabei immer noch das Timing, mit einem Augenrollen und einem „F***“ eine ganze Szenerie zu dominieren. Auch Michelle Pfeiffer, als kulturell beflissene, aber äußerst jähzornige Ehefrau macht einen guten Eindruck. Auch Dianna Agron und John D’Leo spielen nette Parts, stehen aber deutlich hinter den bekannteren Co-Stars. Trotz geringer Spielzeit legt Tommy Lee Jones als bissiger FBI-Agent einen starken Auftritt hin. Seine gemeinsamen Szenen mit Robert de Niro sind unumstritten das Highlight dieses Filmes.

So gelingt es Darstellern beinahe, ein etwas unausgegorenes Drehbuch vergessen zu lassen, das immer wieder unnötige Abzweigungen nimmt und wie erwähnt ungewollt zu keinem Genre wirklich zu passen scheint. Insgesamt ist „Malavita – The Family“ launiges Schauspielkino, dass die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllt, aber auch deutlich an einem filmischen Flop vorbeikommt.

So was wie Freunde (Quelle: Universum Film)

So was wie Freunde (Quelle: Universum Film)

Der Film ist ab dem 11.04.2014 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

3 von 5 Punkten

 

Bild: Die digitalen Aufnahmen werden auf der DVD zu einer sehr ordentlichen Präsentation verwendet. Die Bilder sind eigentlich immer (im Rahmen der SD-Möglichkeiten) sehr scharf. Nur in dunklen Szenen, wie dem ersten Betreten des Hauses sind leichte Unschärfen zu erkennen. Dort sind auch die ansonsten gut eingestellten Kontraste nicht optimal. Die Darstellung der Details ist ebenso auf gutem Niveau wie die kräftigen und natürlich erscheinenden Farben. Kompressionen, Artefakte und Filmkorn sind nicht zu entdecken.

4 von 5 Punkten

Ton: Die deutsche und die englische Dolby Digital 5.1-Tonfassung liefern alles, was nötig ist. Gut verständliche Dialoge aus dem Center sind natürlich der wichtigste Punkt bei diesem Film. Hintergrundgeräusche und Score haben eine solide, meist räumliche Abmischung bekommen. Zeitweise, vor allem in den späteren Phasen des Filmes, gibt es noch ein paar nette Effekte zu hören.

3,5 von 5 Punkten

Extras: Einige Interviews mit Cast & Crew (insgesamt 25 Minuten), eine B-Roll (11 Minuten) sowie einige Trailer sind als Ergänzung zum Film auf der DVD zu finden.

2,5 von 5 Punkten

Gesamt: 3 von 5 Punkten


Quelle: Universum Film, YouTube

Malavita - The Family

Originaltitel:The Family
Regie:Luc Besson
Darsteller:Robert De Niro, Michelle Pfeiffer, Tommy Lee Jones
Genre:Krimi-Komödie
Produktionsland/-jahr:USA, 2013
Verleih:Universum Film
Länge:106 Minuten
FSK:ab 16 Jahren
Offizielle Homepage zum Film:Der Internetauftritt von "Malavita - The Family"

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Leonine

 

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 15.04.2014
Review: Malavita – The Family (DVD)

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