Review: Kick-Ass 2 (Kino)

Das Hauptplakat von "Kick-Ass 2" (Quelle: Universal Pictures)

Das Hauptplakat von “Kick-Ass 2” (Quelle: Universal Pictures)

Inhalt: Zwei Jahre sind seit dem Tod von „Big Daddy“ (Nicholas Cage) vergangen und seine Tochter „Hit Girl“ Mindy (Chloe Grace Moretz, „Hugo Cabret“) macht inzwischen gemeinsame Sache mit „Kick-Ass“ Dave (Aaron Johnson, „Savages“), den sie für Ernstfälle knallhart ausbildet. Ihr Ziehvater Marcus (Morris Chestnut, „The Call – Leg nicht auf!“) überzeugt sie aber eines Tages davon, „Hit Girl“ an den Nagel zu hängen und sich als einfaches Highschool-Mädchen um Jungs, Klamotten und Tanzvereine zu kümmern. Diese Anpassung ist für Mindy eine größere Herausforderung als eine ganze Bande von Mafiakillern.

Dave sucht andere „Superhelden“, die seine Sache unterstützen und lernt durch den Kostümträger Dr. Gravity (Donald Faison, „Scrubs“) die Gruppe „Justice Forever“ kennen, die unter der Leitung von Colonel Stars and Stripes (Jim Carrey, „Der unglaubliche Burt Wonderstone“) gegen das Verbrechen kämpft. Währenddessen ist Chris D’Amico (Christopher Mintz-Plasse, „Superbad“) auf Rache für den Tod seines Vaters an Kick-Ass aus. Statt „Red Mist“ ist er jetzt „The Motherfucker“,der erste Super-Bösewicht der Welt. Er rekrutiert eine Bande von Schlägern und Killern, die Jagd auf die Mitglieder von „Justice Forever“ machen. Auch „Hit Girl“ steht auf der Todesliste.

Kick-Ass findet im Colonel einen neuen Freund (Quelle: Universal Pictures)

Kick-Ass findet im Colonel einen neuen Freund (Quelle: Universal Pictures)

Kritik: Im Jahr 2010 gelang Matthew Vaughn mit dem ersten „Kick-Ass“ ein Überraschungshit, der mit Anarcho-Humor, schrägen Charakteren, knallharter Action und bissiger Sozialkritik längst zum Kultfilm geworden ist. Natürlich war es da nur eine frage der Zeit, ehe eine Fortsetzung kommen musste. Vaughn war dieses Mal nur als Produzent dabei und überließ Jeff Wadlow („Cry_Wolf“) die Regie. Herausgekommen ist eine recht typische Fortsetzung: Mehr Charaktere, mehr Blut und Action, aber weniger Tiefgang. Nach versteckten Aussagen wie in Teil 1 muss der Zuschauer also gar nicht suchen. Trotzdem dürfte jeder Fan des Vorgängers auch hier wieder seinen Spaß an der ab- und teilweise überdrehten Geschichte haben.

High School, Strampelanzüge und eine Menge Leichen

Mindy nimmt Dave im Training hart ran (Quelle: Universal Pictures)

Mindy nimmt Dave im Training hart ran (Quelle: Universal Pictures)

Der vielleicht netteste Schachzug war es, Hit Girl in eine Highschool-Story einzuarbeiten. Es ist herrlich mit anzusehen, wie die jugendliche Killerin an Boybands und Make-Up verzweifelt. Hier wird von Megatalent Chloe Grace-Moretz ganz anderes gefordert als im Vorgänger, der für sie den Durchbruch bedeutet hatte. Die zum Drehzeitpunkt 15 Jahre alte Moretz spielt ihre Rolle wieder mit erstaunlicher Routine und sichtbarer Freude und ist der Star des Filmes. Das einzig Negative an ihrer Rolle ist der (dämliche) Einfall der Macher, sie mit einem Gerät auszustatten, das ihr Mitschüler zum kotzen bringt. So peinlichen Fäkalhumor hat „Kick-Ass 2“ eigentlich nicht nötig. Aaron Johnson kann als sympathischer Loser Dave erneut seine Klasse ausspielen. Dabei legt er, seinen inzwischen erfahrenen Kämpfer gegen das Böse etwas düsterer an als in Teil 1.

Als Highlight unter den Cast-Neuzugängen ist auf jeden Fall Jim Carrey zu nennen, der hier als Colonel Stars and Stripes mit künstlichem Gebiss sein gewohntes Over-Acting zu einem super-schrägen Auftritt nutzt. Christopher Mintz-Plasse ist seit „Superbad“ die Idealbesetzung für die etwas abgedrehten Nerdtypen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er hier als „The Motherfucker“ im Sado-Maso-Kostüm für die meisten Lacher im Film sorgt und seinen Auftritt vom ersten „Kick-Ass“ noch einmal überbietet. Mit John Leguizamo („Der Mandant“), Donald Faison, Steven Mackintosh („The Crime“) und Iain Glen („Game of Thrones“) geben sich weitere bekannte Gesichter für diese Fortsetzung die Klinke in die Hand

„Kick-Ass 2“ verpasst zwar recht deutlich die Qualität seines Vorgängers, ist aber dennoch sehr unterhaltsam. Für Freunde von schwarzem Humor ist diese Actionkomödie sicher eine Empfehlung, da Figuren wie „The Motherfucker“ und natürlich „Hit Girl“ absolutes Kult-Potenzial besitzen. Da kann der Zuschauer fast den fehlenden Tiefgang und die missglückten Gags vergessen.

3 von 5 Punkten


Quelle: Universal Pictures, YouTube

Kick-Ass 2

Originaltitel:Kick-Ass 2
Regie:Jeff Wadlow
Darsteller:Aaron johnson, Chloe Grace Moretz, Jim Carrey
Genre:Actionkomödie
Produktionsland/-jahr:USA, 2013
Verleih:Universal Pictures
Länge:113 Minuten
FSK:ab 18 Jahren
Kinostart:15.08.2013
Facebook-Page:Der Internetauftritt-Auftritt von "Kick-Ass 2"

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 13.08.2013
Kick-Ass 2 (Kino)

Leave A Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen