Nicholas Cage

Ich glaub ich steh im Wald - 1982 gab Nicholas Cage hier sein Debüt (Quelle: Hitmeister)

Ich glaub ich steh im Wald – 1982 gab Nicholas Cage hier sein Debüt (Quelle: Hitmeister)

Er galt einmal als einer der besten Charaktermimen seiner Generation: Nicholas Cage (48), Neffe des Meisterregisseurs Francis Ford Coppola („Der Pate“). Er nahm den Künstlernamen Cage an, um Vergleichen mit seinem Onkel aus dem Weg zu gehen. In der Komödie „Ich glaub, ich steh im Wald“ feierte der damals 18-Jährige 1982 noch unter seinem Geburtsnamen Nicholas Coppola sein Kinodebüt. Der Film war für viele Darsteller der Dosenöffner zu einer großen Hollywoodkarriere. Neben Cage spielten unter anderem die späteren Oscar-Gewinner Sean Penn („Mystic River“) und Forest Whitaker („Der letzte König von Schottland“) in dem Film mit.

Nach seinem Abschluss an der UCLA wurde er von seinem Onkel in den Filmen „Cotton Club“ (1984) und „Peggy Sue hat geheiratet“ besetzt, wodurch er sich langsam in Hollywood etablieren konnte. Durch seine Hauptrollen in „Mondsüchtig“ (1987), an der Seite der Oscar-prämierten Cher und in David Lynchs Meisterwerk „Wild at Heart“ (1990) stieg Nicholas Cage endgültig zum Weltstar auf.

1994 durfte er gleich in zwei Kultfilmen die Hauptrolle übernehmen: In „Tess und ihr Bodyguard“ sorgte Cage für die persönliche Sicherheit von Shirley MacLaine und in „2 Millionen Dollar Trinkgeld“ sicherte er als gutmütiger Polizist mit einem halben Lottoschein die Zukunft von Bridget Fonda. Ein Jahr später folgte dann mit „Leaving Las Vegas“ der Höhepunkt seiner schauspielerischen Laufbahn: Für seine unvergessene Glanzleistung als alkoholkranker Drehbuchautor Ben Sanderson wurde Nicholas Cage vollkommen zu Recht mit einem Oscar und einem Golden Globe als „Bester Hauptdarsteller“ belohnt.

"Con Air" hat mittlerweile Kultstatus (Quelle: Hitmeister)

“Con Air” hat mittlerweile Kultstatus (Quelle: Hitmeister)

Wie es aber so ist mit Gipfeln, folgte danach der langsame aber stetige Abstieg. Mit Unterhaltungsfilmen wie „The Rock“, „Con Air“ und Face Off“ verzog er zunächst einen noch durchaus erfolgreichen Wandel zum Action-Star. All die Filme mit Nicholas Cage, die nach der Jahrtausendwende auf den Markt kamen, brachten ihm den peinlichen Titel „bester schlechter Schauspieler“ ein und prägten sein Bild in den Medien.

Von der Sportwagen-Dauerwerbung „Nur noch 60 Sekunden“ (2000) über den klischeebeladenen Antikriegsfilm „Windtalkers“ (2002), bis hin zu dem kommerziell erfolgreichen „Indiana Jones“-Abklatsch „Das Vermächtnis der Tempelritter“ (2004): Sein Gespür für gute Drehbücher, das ihn einst auf den Gipfel Hollywoods geführt hatte, schien komplett verschwunden. Einzig in „Adaption“ (2002), der Waffenhändler-Satire „Lord of War“ (2005) und in Werner Herzogs „Bad Lieutenant“ (2009) durfte auch die jüngere Generation sein wahres schauspielerisches Talent bewundern Ansonsten wurden seine Filme von Jahr zu Jahr substanzloser und schlechter. „Wicker Man“(2006), „Ghost Rider“(2006), „Next“ (2007), „Bangkok Dangerous“ (2008) oder „Know1ng“ (2009): Jeder dieser Filme würde ihn für die Kategorie „Schlecht gespielt qualifizieren und machte ihn zum Dauergast beim Anti-Oscar „Goldene Himbeere“.

Mit Murksfilmen wie Know1ng versaute sich Cage den Ruf (Quelle: Hitmeister)

Mit Murksfilmen wie Know1ng versaute sich Cage den Ruf (Quelle: Hitmeister)

Die demütigende Talfahrt vom Charakterdarsteller zur Witzfigur Hollywoods fand bei den Razzies 2012 ihren Tiefpunkt, als er eine Nominierung für „Das schlechteste Leinwandpaar“ in „Trespass“ , „Der letzte Tempelritter“ und „Drive Angry“ erhielt, die auf „Nicholas Cage & anyone sharing the screen with him in any of his three 2011 Movies“ (Nicholas Cage und jeder, der mit ihm in seinen drei Filmen von 2011 auf der Leinwand auftauchte) ausgestellt wurde. Das solche Verhöhnungen – den inzwischen vollkommen schmerzfrei erscheinenden – Nicholas Cage aber nicht weiter zu stören scheinen, bewies er, indem er sich 2012 für die Fortsetzung „Ghost Rider: Spirit of Vengeance“ hergab, die sogar den hanebüchenen ersten Teil noch unterbot. Irgendwie ist das Ganze inzwischen so furchterregend schlecht geworden, dass es fast schon wieder unterhaltsam ist. Zusammenfassend sind die letzten Jahre der Karriere von Nicholas Cage eine faszinierende Mischung aus Overacting, Trash und vergeudetem Talent. Wir wissen: Irgendwo tief in diesem Mann steckt immer noch der Schauspieler, der die Welt damals in „Leaving Las Vegas“ oder „Stadt der Engel“ verzaubert hatte. Wir geben die Hoffnung nicht auf.

Quelle: GoldenBoy4, YouTube-Star

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