Review: Drive Angry (Blu-ray)

Nic Cage und Amber Heard auf Road-Trip (© Warner Bros)

Nic Cage und Amber Heard auf Road-Trip (© Warner Bros)

Inhalt: Das findet Opa gar nicht gut: Der verstorbene John Milton (Nicolas Cage) kehrt aus der Hölle zurück, nachdem seine kleine Enkeltochter von einer satanischen Sekte entführt wurde. Mit Hilfe der toughen Kellnerin Piper (Amber Heard, „All the boys love Mandy Lane“) macht er sich auf die Suche nach deren Anführer Jonah King (Billy Burke, „Twilight“-Reihe). Bei dem Versuch, die Enkeltochter zu retten und die Satanisten zur Strecke zu bringen, werden die beiden vom Buchhalter des Teufels (William Fichtner, „Prison Break“) verfolgt. Der hat den Auftrag, Milton zurück in die Hölle zu befördern.

Kritik: „Drive Angry“ hat alle Zutaten, um eine gelungene Hommage an das Exploitation-Kino der 70er Jahre zu werden: Eine irrsinnige Geschichte, ebenso irrsinnige Dialoge, Muscle-Cars, unnötige Gewalt und nackte Haut. Nach eben jenem Prinzip waren bereits in jüngerer Vergangenheit Filme wie Robert Rodriguez „Machete“ erfolgreich im Kino gelaufen. Jetzt versuchte sich Patrick Lussier („My bloody Valentine 3D“) daran, mit Oscar-Preisträger Nicolas Cage („Leaving Las Vegas“) in der Hauptrolle an solche Erfolge anzuknüpfen. Doch leider ist Lussier kein Tarantino oder Rodriguez. Die (hoffentlich) gewollt billigen Effekte nerven mehr als das sie unterhalten. Die Gewaltszenen sind schlicht geschmackloser Trash ohne erkennbares Augenzwinkern. Die Handlung zwischen den Gewaltszenen ist zum großen Teil einfach nur langweilig. Die Schnitte sind teilweise hektisch und falsch gesetzt. Die Kameraarbeit ist zumindest solide.

Ein Buchhalter als Gipfel der Unterhaltung

Bei Nicolas Cage fragen sich die aufmerksamen Beobachter seit Jahren, wann er eigentlich aufgehört hat, ein guter Schauspieler zu sein. Nachdem er 2009 in Werner Herzogs „Bad Lieutenant“ ein kurzes Comeback in der obersten Schauspielriege feiern konnte, setzt er hier seine inzwischen lange Liste von Fehlgriffen fort. Seine Hauptfigur John Milton ist wortkarg, brutal und emotionslos. Diese Charakterisierung könnte dem Genre noch gerecht werden, wäre seine Darstellung nicht komplett uncharismatisch gewesen. An seiner Seite versucht sich Hollywood-Darling Amber Heard. Sie liefert eine zumindest solide Vorstellung und schafft es zu überzeugen.

Billy Burkes Auftritt als Satanistenoberhaupt unterbietet selbst die Darstellung von Nicolas Cage. Er ist als Bösewicht uninteressant, langweilig und zu keiner Zeit glaubwürdig. Der einzige wirkliche Lichtblick ist William Fichtner als Buchhalter des Teufels. Er spielt den aalglatten Bürokraten mit düster-humorvollem Charme. Bei seinen Auftritten bestimmt er die Szenerie zu jeder Zeit und sorgt für beste Unterhaltung.

„Drive Angry“ war ein von Genre-Fans mit Spannung erwartetes Werk gewesen. Leider gelingt es Patrick Lussier nicht, daraus mehr als einen Trash-Film von der Stange zu machen. Einzig William Fichtner verhindert, dass aus „Drive Angry“ ein Totalausfall wird.

2 von 5 Punkten

Bild: Der Transfer ist sehr gut gelungen. Das Bild ist gestochen scharf, die Farben und Konturen klar und kräftig. Bis auf eine minimale Körnung gibt es an dem Bild keine negative Kritik.

4,5 von 5 Punkten

Ton: Der englische Ton liegt in DTS-HD Master 5.1, der deutsche in Dolby Digital 5.1 vor. In den Action-Szenen vibriert es aus der Anlage in allen Ecken des Zimmers. Allerdings ist die Qualität der deutschen Tonspur in der Abmischung und den verschiedenen Details schwächer als der hervorragende englische Ton.

4 von 5 Punkten

Extras: Die Bonusmaterialien sind mit einem 18-minütigen Making Of, zwei nicht verwendeten Szenen und einem Bild-im-Bild Kommentar aus der Sicht der Darsteller und der Crew sehr mager ausgefallen, wobei der Kommentar zu Film interessant und unterhaltsam ist.

2,5 von 5 Punkten

Gesamt: 2,5 von 5 Punkten

 

Bildquelle: Warner Bros., Youtube

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