Review: Texas Killing Fields – Schreiendes Land (Blu-ray)

Mike und Brian in den Sümpfen (Quelle Ascot Elite)

Mike und Brian in den Sümpfen (Quelle Ascot Elite)

Inhalt: Der New Yorker Cop Brian Heigh (Jeffrey Dean Morgan,“Live!“ ) wurde nach Texas City versetzt, wo er als Kleinstadtpolizist unter Drogenköchen und Zuhältern mit seinem Partner Mike Sounder (Sam Worthington, „Zorn der Titanen“ ) für Ordnung sorgt. Als eine junge Frau ermordet wird, ist sich Brian sicher, dass diese das Opfer eines Serienkillers wurde, durch den die Sümpfe in der Umgebung den Spitznamen „Texas Killing Fields“ erhalten haben. Brian gibt sich gemeinsam mit Mikes Ex-Frau Pam (Jessica Chastain, „Eine offene Rechnung“) auf Spurensuche. Mike, der nur an der Aufklärung des Einzelfalls interessiert ist, hat schnell mit dem Zuhälter Levon (John Eyez) und dem rabiaten Rule (Red aus „Public Enemies“) erste Tatverdächtige. Neben den Ermittlungen versucht Brian, die jugendliche Ann (Chloe Grace Moretz, „Let me in“ ), vor ihrer alkoholkranken Mutter (Sheryl Lee, „Winter’s Bone“ ) und dem zwielichtigen Rhino (Stephen Graham, „London Boulevard“ ) zu beschützen. Als Ann verschwindet, überschlagen sich die Ereignisse.

Pam kümmert sich um den lädierten Brian (Quelle: Ascot Elite)

Pam kümmert sich um den lädierten Brian (Quelle: Ascot Elite)

Kritik: Ami Canaan Mann ist in der Welt der Regisseure noch ein relativ unbeschriebenes Blatt. Mit „Texas Killing Fields“ inszenierte sie erst ihren zweiten Spielfilm, nachdem sie 2001 beim Drama „Morning“ schon auf dem Regie-Stuhl Platz genommen hatte. Dabei liegt das Filmemachen ihr im Blut, da ihr Vater kein geringerer als der Starregisseur Michael Mann („Heat“) ist. Dass ihr Ansatz eines Polizeithrillers noch nicht ganz die Klasse der Filme ihres Vaters erreicht, ist aber wenig verwunderlich. Der „von realen Ereignissen inspirierte Fall“ wird statt in Jahrzehnten aus dramaturgischen Gründen in wenigen Wochen abgehandelt, sodass kaum etwas von der realen Grundlage übrig bleibt.

Auch die Figurenzeichnung ist etwas oberflächlich geraten. Der bibeltreue Städter Brian und der raubeinige Einheimische Mike, die beide mit der Vereinsamung aufgrund ihres Jobs zu kämpfen haben, entsprechen dem Standardbild der Hauptfiguren durchschnittlicher Polizeithriller. Darüber hinaus sind die Dialoge nicht allzu originell geraten. Dennoch entwickelt sich nach einer etwas müden Einleitung ein überdurchschnittlicher Film, was in erster Linie an den toll gefilmten, düsteren Bildern des oscar-nominierten Kameramanns Stuart Dryburgh („Das Piano“) liegt. So entwickelt der Film speziell in der zweiten Hälfte einen unheimlichen Sog, der den Zuschauer zu fesseln vermag.

Das Küken ragt heraus

Chloe Grace Moretz glänzt als junge Ann (Quelle: Ascot Elite)

Chloe Grace Moretz glänzt als junge Ann (Quelle: Ascot Elite)

Da ihre Figuren nicht besonders tiefsinnig angelegt worden, fällt es den beiden Hauptdarstellern Jeffrey Dean Morgan und Sam Worthington (die zugegebenermaßen auch sonst nicht zum Fach der intensiven Charakterdarsteller gehören) schwer zu glänzen. Dennoch spielen beide solide und glaubwürdig. Dagegen agiert Jessica Chastain, die aktuell in dem hervorragenden „Take Shelter“ in den deutschen Kinos zu sehen ist, in der Rolle von Mikes Ex Pam, selbst eine taffe Polizistin, emotional und glaubwürdig. Stephen Graham, der durch die Rolle des Al Capone in der Erfolgsserie „Boardwalk Empire“ Weltruhm erntete zeigt hier in einem kleinen Part, wie viel Potenzial in ihm steckt. Er spielt sehr präsent und intensiv und schafft es so, in jeder seiner Szenen besondere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Der Star dieses Films ist aber die 15-jährige Chloe Grace Moretz. Als Ausreißerin Ann hat sie zwar den vielschichtigsten Charakter, den das Drehbuch hergibt. Aus dieser Figur aber die vorhandene Verlorenheit und Traurigkeit herauszukitzeln und die mit einem angemessenen Teil kindlicher Naivität zu mischen, ist die Leistung einer großen Darstellerin. Es ist eigentlich kaum vorstellbar, dass Moretz nicht in den nächsten Jahren in die Spitze Hollywoods vorstoßen wird.

So ist „Texas Killing Fields“ ein Film, der trotz einiger Schwächen gute Unterhaltung bietet und vor allem dank Kameramann Dryburgh und Jungstar Moretz sehenswert ist.

3,5 von 5 Punkten

 

Bild: Der Transfer ist nur teilweise gelungen. Während sich die Tagesszenen auf gutem bis sehr gutem Niveau befinden, sind die (zahlreichen) Nachtszenen oft ziemlich körnig, was für einen eher schwachen Kontrast sorgt.

2,5 von 5 Punkten

Ton: Dagegen befindet sich der englische und deutsche Ton in DTS-HD MA 5.1 auf hohem Niveau. Die Dialogverständlichkeit ist makellos und in den wenigen Action-Szenen werden die Boxen gleichmäßig angesprochen.

4,5 von 5 Punkten

Extras: Bis auf ein paar Trailer gibt es keine Extras.

1 von 5 Punkten

Gesamt: 3 von 5 Punkten


Quelle: Ascot Elite, YouTube

Texas Killing Fields - Schreiendes Land

Originaltitel:Texas Killing Fields
Regie:Ami Canaan Mann
Darsteller:Jeffrey Dean Morgan, Sam Worthington, Chloe Grace Moretz
Genre:Thriller
Produktionsland/-jahr:USA, 2011
Verleih:Ascot Elite
Länge:105 Minuten
FSK:ab 16 Jahren
Offizielle Homepage zum Film:Texas Killing Fields

[amazon_link asins=’B007JTNNM2,B00EQZKVFO,B007JTNNQ8′ template=’ProductCarousel’ store=’l0f71-21′ marketplace=’DE’ link_id=’6ca2c7ad-a3dc-11e8-8fda-e35ebf26e2b5′]

Leave A Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen