Review: Deep Fear (Kino)

Das Plakat zu "Deep Fear" (© Busch Media Group)

Das Plakat zu “Deep Fear” (© Busch Media Group)

Inhalt: Naomi (Mãdãlina Ghenea, „Ewige Jugend“) und ihr Freund Jackson (Ed Westwick, „White Gold“) organisieren hauptberuflich Tauch-Expeditionen für Touristen in der Karibik. Als erfahrene Seglerin möchte Naomi ein paar freie Tage für einen entspannten Bootstrip nutzen. Doch der gerät schnell aus den Fugen: Zunächst muss sie aufgrund eines Sturms ihre Route ändern. Dann gabelt sie die Schiffbrüchigen Maria (Macarena Gómez, „Boy Missing“) und Jose (Stany Coppet) auf, die dringend Nachhilfestunden zum Thema Dankbarkeit benötigen. Und dann lauern im Wasser noch mehrere Tiere, mit denen man wirklich nicht schwimmen sollte.

 

Kritik: Hai-Kino und kein Ende. Zwischen High-Budget-Trash wie dem aktuellen „MEG 2“, SyFy-Channel-CGI-Monstrositäten und ernsteren Horror-Thrillern, die im Idealfall in Richtung „The Shallows – Gefahr aus der Tiefe“, meistens aber eher in die Kategorie wie „The Requin – Der Hai“ gehen, scheint den Filmemachern in keinster Weise die Lust an sehr ähnlichen Produktionen zu vergehen. Der hauptsächlich für Musikvideos (u.a. für die Sugababes und David Guetta) bekannte Regisseur Marcus Adams nahm sich der Aufgabe an, mit kleinem Geld aus der Masse herauszustechen. Auch wenn „Deep Fear“ ziemlich sicher kein großer Klassiker werden wird, ist der Film weit besser, als man auf den ersten Blick erwarten dürfte.

Ein anstrengender Tag im Paradies (© Busch Media Group)

Ein anstrengender Tag im Paradies (© Busch Media Group)

Sicher: Der TV-Film-Digitallook wirkt glatt und billig. Dennoch gelingt es Adams immer wieder, schöne und intensive Unterwasser-Aufnahmen zu erzeugen, die tatsächlich stellenweise für Anspannung beim Zuschauer sorgen. Das Kindheitstrauma von Naomi ist aus der verstaubten Ecke der Klischee-Box gezogen und Murphys Gesetz wird aus Sicht der Protagonistin sicher ein wenig überstrapaziert. Dabei ist es dann aber fast schon beeindruckend, wie geradlinig, spannend und sogar wendungsreich „Deep Fear“ seine handlichen 84 Minuten nach etwas Anlaufzeit umsetzt. Hier findet Marcus Adams eine routinierte Mischung, die das Werk tatsächlich erstaunlich eindeutig vom Genreschnitt abhebt.

Auch der Cast liefert mehr, als man von einem Low-Budget-Hai-Thriller erwarten dürfte. Supermodel Mãdãlina Ghenea gibt eine taffe und sehr brauchbare Leading Lady, die sich auf und im Wasser gegen allerhand Widerstände zur Wehr setzen darf. Der im Zuge von MeToo aus der ersten Hollywood-Reihe verschwundene Ed Westwick ist hier durchaus solide als besorgter Freund der Hauptfigur aktiv. Der talentierteste Teil des Casts ist aber zweifelsohne die Spanierin Macarena Gómez, die sich hier von mehreren Seiten zeigen darf.

Natürlich ist der Film weit von makellos entfernt. Dabei ist das Gezeigte aber ziemlich durchdacht, was bei Werken des Subgenres wahrlich keine Selbstverständlichkeit ist. So bietet „Deep Fear“ pragmatisch-gute, sehr ernsthaft präsentierte Thrillerkost, die nicht nur absoluten Hai-Fetischisten eine vergnügliche Zeit garantieren sollte.

3,5 von 5 Punkten


Quelle: Busch Media Group, YouTube

Deep Fear

Originaltitel:Deep Fear
Regie:Marcus Adams
Darsteller:Ed Westwick, Mădălina Ghenea, Macarena Gómez
Genre:Thriller, Action
Produktionsland/-jahr:USA/UK/Frankreich, 2023
Verleih:Busch Media Group
Länge: 84 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Kinostart: 20.10.2023

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 19.10.2023
Review: Deep Fear (Kino)

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