Review: Zombieland 2 – Doppelt hält besser (Kino)

Das Hauptplakat von "Zombieland 2 – Doppelt hält besser" (© 2019 Sony Pictures)

Das Hauptplakat von “Zombieland 2 – Doppelt hält besser” (© 2019 Sony Pictures)

Inhalt: Zehn Jahre sind seit dem Ausbruch der Apokalypse vergangen: Wichita (Emma Stone, „The Favourite – Irrsinn und Intrigen“), Little Rock (Abigail Breslin, „Maggie“), Columbus (Jesse Eisenberg, „The Double“) und Tallahassee (Woody Harrelson, „Solo – A Star Wars Story“) schlagen sich weiter durch und versuchen, irgendwie ein Leben aufzubauen. Tatsächlich finden sie bald eine sichere Festung: das Weiße Haus. Doch Little Rock ist frustriert, dauerhaft auf die Möglichkeit zu verzichten, einen Freund zu haben. Als sie bei einem Ausflug dem Hippie Berkeley (Avan Jogia, „Cool Girls“) über den Weg läuft und mit ihm ausreißt, macht sich ihre große Schwester mit den beiden Männern und der simpel gestrickten Zufallsbekanntschaft Madison (Zoey Deutch, „Rebel in the Rye“) auf die Suche. Neben der nächsten Evolutionsstufe der Zombies warten einige andere schräge Gestalten, die die Gruppe zu einem vermeintlichen Garten Eden lotsen.

 

Kritik: Im Jahr 2009 gelang Ruben Fleischer mit seinem Spielfilm-Debüt „Zombieland“ ein waschechter Überraschungs-Hit. Die mit Irrsinn, Blut und Twinkies gespickte Vollgas-Veranstaltung erreicht schnell eine recht große Fan-Szene, weshalb auch eine Fortsetzung bald zum Thema wurde. Es sollte aber bis ins Jahr 2019 dauern, ehe die Zombiefilm-Parodie in ihre zweite Runde geht. Während viele späte Sequels die Zeiten spürbar verpasst haben, in denen ihre Geschichte funktioniert hätte, fühlt sich „Zombieland 2 – Doppelt hält besser“ – obwohl dramaturgisch sicherlich überflüssig – wie eine sinnvolle Weiterführung an. Nach skurrilen „wissenschaftlichen“ Erläuterungen zur Natur verschiedener Zombie-Rassen und einer blutig-kreativen Titelsequenz startet die Story der Fortsetzung an einem Ort, wo wohl viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt den Ausbruch einer Apokalypse vermuten würden: im Weißen Haus.

Tallahassee weiß, was zu tun ist (© 2019 Sony Pictures)

Tallahassee weiß, was zu tun ist (© 2019 Sony Pictures)

Von da an liefert Fleischer eine durchaus spaßige Mischung aus bekannten Elementen und witzigen Neuerungen wie den verschieden intelligenten Untoten. Wie schon im Vorgänger variiert die Qualität der Gags zwischen urkomisch (diesbezüglich unbedingt beim Abspann sitzen bleiben) und nervig stumpf. So wäre eine mehrminütige Sequenz mit Gastauftritten von Luke Wilson („Sterben will gelernt sein“) und Thomas Middleditch („Search Party – Der abgefahrendste Roadtrip aller Zeiten“), in der ein einziger Witz in verschiedenen Variationen aufgewärmt wird, komplett verzichtbar gewesen. Dennoch reichen allein schon die vier abermals gut aufgelegten Hauptdarsteller Jesse Eisenberg, Emma Stone, Abigail Breslin und (speziell) Woody Harrelson, um den knackigen 96 Minuten Spielzeit mehr als genug Unterhaltungswert zu verpassen.

Von den Cast-Neuzugängen ist Zoey Deutch das Highlight. Als herrlich überdrehter „Blondchen“-Stereotyp Madison sorgt sie mit gutem komödiantischen Gespür für verlässliche Lacher. Auch Avan Jogia bekommt ein paar amüsante Momente spendiert. Rosario Dawson („Trance“) fällt in ihrer kleinen Rolle eine eher raubeinige, aber nicht weniger effektive Aufgabe zu.

Selbst wenn diese Fortsetzung sicherlich nicht zwingend notwendig gewesen wäre und einige Gags/Einfälle nicht wirklich zünden, punktet auch „Zombieland 2 – Doppelt hält besser“ mit aberwitzigen Gags, gut gelaunten Darstellern und hohem Unterhaltungswert, weshalb die meisten Fans des Vorgängers den Kinobesuch durchaus genießen dürften.

3,5 von 5 Punkten


Quelle: Sony Pictures, LeinwandreporterTV, YouTube

Zombieland: Doppelt hält besser

Originaltitel:Zombieland: Double Tap
Regie:Ruben Fleischer
Schauspieler:Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Emma Stone, Abigail Breslin
Genre:Komödie, Horror
Produktionsland/-jahr:USA, 2019
Verleih:Sony Pictures
Länge:96 Minuten
FSK:ab 16 Jahren
Kinostart:07.11.2019

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Sony Pictures

Verfasst von Thomas.

 

Zuletzt geändert am 03.11.2019
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