Review: White Boy Rick (Kino)

Das Hauptplakat von "White Boy Rick" (© 2019 Sony Pictures)

Das Hauptplakat von “White Boy Rick” (© 2019 Sony Pictures)

Inhalt: Mit gerade einmal 14 Jahren arbeitet Richard Wershe Jr. (Richie Merritt) im Jahr 1984 schon als rechte Hand seines Vaters Richard Wershe Sr. (Matthew McConaughey, „Der dunkle Turm“), der Waffen an Kleinkriminelle verkauft. So kommt der Junge früh in Kontakt mit dem gut vernetzten Gangster Johnny Curry (Jonathan Majors, „Feinde – Hostiles“), der einige wichtige Politiker in Detroit in seiner Tasche hat. Richard wird schon bald in die Gang von Curry aufgenommen. So erscheint er auf dem Radar der FBI-Agenten Snyder (Jennifer Jason Leigh, „Auslöschung“) und Byrd (Rory Cochrane, „Black Mass“), die ihn zum Informanten machen. Trotz der Gefahr von zwei Seiten nutzt der Teenager seine Möglichkeiten, um zu einem der größten Drogendealer der Stadt zu werden. So macht er sich zahlreiche Feinde, die ein böses Ende nahezu unvermeidbar werden lassen.

Kritik: Die wahre Geschichte, auf der dieser Film basiert, wurde bereits vor einigen Jahren zu einem Drehbuch adaptiert. Es dauerte aber eine längere Zeit, bis diese Produktion tatsächlich Realität wurde. Unter der Regie des Franzosen Yann Demange, der zuletzt mit dem vorzüglichen Kriegsdrama „’71 – Hinter feindlichen Linien“ einen waschechten Geheimtipp landete, hat die tragisch-kuriose Geschichte nun doch noch ihren Weg auf die Leinwand gefunden. Das Endergebnis ist ein wenig chaotischer und sprunghafter, als man sich wünschen würde. Dennoch sind genug talentierte Leute beteiligt, um einen interessanten und ziemlich unterhaltsamen Film entstehen zu lassen. Gerade weil tendenziell ein leichter und augenzwinkernder Ton angeschlagen wird, sind die harten und unangenehmen Momente, die hier mehrfach vorkommen, ziemlich effektiv. Einzig die kritischen Zwischentöne, die hier in Richtung Politik angeschlagen werden, wollen nicht wirklich zünden.

Eine selten vereinte, äußerst dysfunktionale Familie (© 2019 Sony Pictures)

Eine selten vereinte, äußerst dysfunktionale Familie (© 2019 Sony Pictures)

Während des Films kann sich Demange aber immer auf eine ganze Reihe an gut aufgelegten Darstellern verlassen. Gerade der Debütant Richie Merritt, der hier als smarter Junge von der Straße eine ungewöhnliche Unterwelt-Karriere einschlägt, ist eine wirkliche Entdeckung. Matthew McConaughey ist als Kleinganove und Vater des Protagonisten voll in seinem Element und sorgt schon durch seine schiere Präsenz für zusätzlichen Unterhaltungswert. Bel Powley („Wildling“) hat als drogensüchtige Schwester des Titelhelden ein paar wirklich schmerzhafte Momente. Als Großeltern von Richard Jr. sind die beiden Kino-Ikonen Bruce Dern („Nebraska“) und Piper Laurie („Dead Girl“) zu sehen. Jennifer Jason Leigh, Rory Cochrane und Brian Tyree Henry („Widows – Tödliche Witwen“) bringen als skrupellose Polizisten weitere schauspielerische Qualität mit.

 

Selbst wenn der Film das eine oder andere Problem offenbart, ist „White Boy Rick“ immer interessant und sehr gut gespielt, was zu einem durchaus sehenswerten Gesamtwerk führt.

3,5 von 5 Punkten


Quelle: Sony Pictures, LeinwandreporterTV, YouTube

White Boy Rick

Originaltitel:White Boy Rick
Regie:Yann Demange
Darsteller:Matthew McConaughey, Richie Merritt, Bel Powley, Bruce Dern
Genre:Drama, Thriller
Produktionsland/-jahr:USA, 2018
Verleih:Sony Pictures Germany
Länge:111 Minuten
FSK:ab 12 Jahren
Kinostart:07.03.2019

Mehr Informationen findet ihr auf der Facebook-Seite von Sony Pictures

Verfasst von Thomas.

 

Zuletzt geändert am 07.03.2019
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