Review: Hell Fest (Blu-ray)

Das Blu-ray-Cover von "Hell Fest" (© Square One/Universum Film)

Das Blu-ray-Cover von „Hell Fest“ (© Square One/Universum Film)

Inhalt: Natalie (Amy Forsyth) ist zum ersten Mal seit längerer Zeit in ihrer Heimatstadt. Um das entsprechend zu begehen, macht sie sich mit ihrer besten Freundin Brooke (Reign Edwards), ihrem Schwarm Gavin (Roby Attal) und den Kumpels Quinn (Christian James), Taylor (Bex Taylor-Klaus, „The Killing“) und Asher (Matt Mercurio) auf den Weg zur populären Horror-Kirmes Hell Fest. Unter den anderen Grusel-Fans befindet sich ein maskierter Mann, der die Liebe für die Thematik etwas zu ernst nimmt: Nachdem er vor einigen Jahren bereits einen brutalen Mord begangenen hat, möchte er abermals das Messer sprechen lassen. Dabei sucht er sich Natalie und ihre Freunde als die passenden Spielkameraden aus.

 

Kritik: Es gab zwei große Phasen des Slasher-Kinos: Zunächst die 80er-Jahre mit Erfolgsreihen wie „Halloween“, „Freitag, der 13.“ und „Nightmare on Elm Street“ sowie zahllosen Nachahmern. 1996 sorgte „Scream“ dann für ein (zeitlich begrenztes) Revival des Subgenres. Heutzutage lassen sich die nennenswerten Beiträge aus diesem Bereich an einer Hand abzählen. Der blutarme, aber äußerst spaßige „Happy Deathday“, der von dem erfahrenen Cutter Gregory Plotkin geschnitten wurde, gehörte sicherlich in diese Kategorie. Genau dieser Plotkin hat jetzt für seine zweite Regie-Arbeit (nach dem nahezu unerträglichen „Paranormal Activity: Ghost Dimension“) den Begriff des Geisterbahn-Horrors auf eine wortwörtliche Ebene geführt.

Die Mädels freuen sich auf ausgefallenen Grusel (© Square One/Universum Film)

Die Mädels freuen sich auf ausgefallenen Grusel (© Square One/Universum Film)

Schon aufgrund seiner starken Kulissen zeigt der Film schnell, was hier möglich ist. Die düster-stimmigen Labyrinthe und fiese Masken bilden eine gute Ausgangslage, um Fans der 80er-Slasher eine schicken Nostalgie-Trip zu ermöglichen. Der Grund zur Freude ist aber schnell verflogen. Wenn es geplant war, stereotype Charaktere hölzerne Dialoge aufsagen zu lassen, um Genre-Klischees zu parodieren, ist das Augenzwinkern zwischen Dreh und Fertigstellung verloren gegangen. Das fehlende Identifikationspotenzial hilft natürlich nicht, Spannung aufzubauen. So sorgen nur vereinzelte Sequenzen für den gewünschten Unterhaltungswert. Auch bei den nicht unwesentliche Morden lässt Plotkin mit einer gemeinen Ausnahme die morbide Kreativität vermissen.

Von den jungen Darstellern, von denen allenfalls Bex Taylor-Klaus (die mal wieder ihre punkig-aufgekratzte Standard-Rolle spielt) über einen nennenswerten Bekanntheitsgrad verfügt, kann natürlich niemand auf sich aufmerksam machen. Die Kurzrolle von Horror-Legende Tony Todd wird nicht für einen Mehrwert genutzt.

Mit einer gewissen Gehässigkeit kann man sagen: Bei den Massen an allenfalls mittelmäßigen Filmen, die das Subgenre eben auch hervorgebracht hat, ist „Hell Fest“ eine gelungene Rückbesinnung an diese Zeit. Insgesamt heißt das aber, dass trotz coolem Setting und vereinzelt überzeugenden Sequenzen ein Film bleibt, der zu einfallsarm und zahm ist, um zu überzeugen.

Ein maskierter Killer bringt das Horror-Erlebnis auf ein neues Level (© Square One/Universum Film)

Ein maskierter Killer bringt das Horror-Erlebnis auf ein neues Level (© Square One/Universum Film)

Der Film ist ab dem 13.09.2019 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

2,5 von 5 Punkten

 

Bild: Optisch lebt der Film von seiner kräftigen, abwechslungsreichen Farbpalette, die dem Geschehen Atmosphäre gibt. An anderen Ecken offenbart das Bild leider eine Reihe an Problemen. Schärfe und Detaildarstellung sind leider nur bei gut beleuchteten Szenen und Nahaufnahmen wirklich überzeugend. Kontraste und Schwarzwert schwanken qualitativ von Setting zu Setting. Gerade bei dunklen Sequenzen ist das Rauschen recht stark. Ansonsten wird ein eher ruhiges Bild geboten.

3 von 5 Punkten

Ton: Der deutsche und der englische DTS-HD MA 5.1-Ton bieten wirklich gute Horrorkost. Die Geräuschkulisse im Park und auf den Geisterbahnen sorgt einschließlich der Musik für reichlich räumliche Aktivität. Die obligatorischen Jumpscares werden angenehm kräftig wiedergegeben. Bei der Dialogverständlichkeit gibt es keine großen Probleme. Allerdings klingt die deutsche Synchronisation merklich etwas dumpfer als die Originalfassung.

4 von 5 Punkten

Extras: Ein Making of (16 Minuten) ist neben einigen Trailern als Bonus auf der Blu-ray zu finden.

2 von 5 Punkten

Gesamt: 2,5 von 5 Punkten


Quelle: Square One/Universum Film, LeinwandreporterTV, YouTube

Hell Fest

Originaltitel:Hell Fest
Regie:Gregory Plotkin
Darsteller:Amy Forsyth, Stephen Conroy, Cynthea Mercado, Bex Taylor-Klaus
Genre:Horror
Produktionsland/-jahr:USA, 2018
Verleih:Square One/Universum Filml
Länge:89 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Universum Film

Verfasst von Thomas.

 

Zuletzt geändert am 13.09.2019
Review: Hell Fest (Blu-ray)

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