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Review: Paranormal Activity: Ghost Dimension (Blu-ray)

Das Blu-ray-Cover von "Paranormal Activity: Ghost Dimension" (© Paramount Pictures)

Das Blu-ray-Cover von „Paranormal Activity: Ghost Dimension“ (© Paramount Pictures)

Inhalt: Erst vor wenigen Tagen sind Ryan (Chris J. Murray), seine Frau Emily (Brit Shaw) und die gemeinsame Tochter Leila (Ivy George) in ein neues Haus gezogen, als Ryans Bruder Mike (Dan Gill) zu Besuch kommt. Im Keller entdecken die Brüder eine alte Kamera und eine Sammlung selbst erstellter VHS-Kassetten, die sie bald darauf gemeinsam gucken. Auf den Kassetten sehen sie die kleine Katie (Chloe Csengery), die scheinbar übersinnliche Fähigkeiten hat und im Zentrum einer okkulten Sekte Tests über sich ergehen lassen muss. Ihnen fällt auf, dass alle diese merkwürdigen Vorgänge in ihrem Haus stattgefunden haben. Als sie dann mit der Kamera im Haus filmen und merkwürdige Materie entdecken, bekommen die Brüder langsam Angst. Diese Angst schlägt zu blanker Panik um, als Leila von ihrem unsichtbaren Freund erzählt, der sehr reale Macht hat.

 

Kritik: Im Jahr 2007 sorgte Oren Peli mit seinem günstig produzierten „Paranormal Activity“ für einen Sensations-Hit und war so einer der Mitbegründer des Found Footage-Booms. Acht Jahre und vier Fortsetzungen später soll dieser Teil der Abschluss der Reihe sein. Gregory Plotkin, der seit Teil 2 für den Schnitt der Filme verantwortlich war, bekam hier die Möglichkeit, sein Regie-Debüt zu geben. Eine große Karriere scheint ihm nach diesem Werk aber verwehrt zu bleiben.

Mit einem beachtlichen Budget von 10 Millionen US-Dollar sollten hier die Fäden zusammengeführt werden. Tatsächlich beantwortet der Film einige Fragen aus den Vorgänger-Teilen. Im Gegenzug wirft „Ghost Dimension“ aber ganz andere Fragen auf. So lebte die Reihe in ihren Anfängen von der Angst vor dem Unbekannten und spielte mit der Vorstellungskraft des Zuschauers. Hier wird mit der Kamera jede übernatürliche Präsenz als schwarzes oder durchsichtiges, im Raum waberndes Etwas eingefangen. Ist das gruselig? Kann so Spannung oder Atmosphäre entstehen? Macht diese Herangehensweise irgendeinen Sinn (außer in der 3D-Fassung als Gimmick parat zu stehen)? Zumindest lassen sich diese Fragen einfach beantworten: Mit einem klaren Nein.

Ryan mit Tochter Leila (© Paramount Pictures)

Ryan mit Tochter Leila (© Paramount Pictures)

Gibt es ansonsten etwas erinnerungswürdiges an diesem Finale? Wie bekannt, filmen sich die Hauptfiguren (aus den gewohnt fragwürdigen Gründen) bei Alltagsverrichtungen, die dann in die Geisterwelt abrutschen. Gefühlt 90 % des Gezeigten sind reines Füllmaterial, um den Film auf 88 Minuten Spielzeit zu bringen. Merkwürdige Zwischenschnitte in den Flur, wo eine Überwachungskamera befestigt ist, bringen auch nur begrenzt Dynamik in Geschehen. Somit wären wir hier eigentlich auch wieder bei einem einfachen Nein. Wie werden hier Schockeffekte erzeugt? Indem die Macher mal mehr und mal weniger effektiv am Soundregler drehen. Diese an Einfallslosigkeit kaum zu überbietende Ansammlung halbgarer Jumpscares bleibt das einzige Horrorelement, bis sich dann (wie gewohnt) zum Finale die Ereignisse überschlagen. Da sie sich an einem Genre-Klassiker bedienen und restlos verheben, scheitern sie mit dem Abschluss fast auf ganzer Linie.

So sieht es aus, wenn eine Film-Serie ihr Haltbarkeitsdatum deutlich überschritten hat. Der Abschluss auf einige Unklarheiten der Vorgänger bleibt der einzige wirklich positive Aspekt. Die Spannungsquelle, mit der Fantasie der Zuschauer zu spielen, wird gnadenlos ausgehebelt. Eine alternative Idee, die Geschichte wirkungsvoll zu erzählen, existiert nicht. Da auch ansonsten keine wirklichen Qualitäten geboten werden, bleibt „Paranormal Activity: Ghost Dimension“ ein faul geschriebener und inszenierter Film, bei dem wohl selbst Hardcore-Fans froh sein dürften, dass es keine weitere Fortführung gibt.

Schon bald benimmt sich Leila äußerst merkwürdig (© Paramount Pictures)

Schon bald benimmt sich Leila äußerst merkwürdig (© Paramount Pictures)

Der Film ist ab dem 10.03.2016 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

1,5 von 5 Punkten

 

Bild: Wie üblich gibt es auch hier natürlich kein feinstes HD-Bild. Gerade bei den Aufnahmen mit dem 80er-Jahre Camcorder gibt es einige Bildfehler wie weiße Linien im Bild und unsaubere Ecken. Aber auch die neuere Kamera sorgt nicht unbedingt für perfekte Optik. So sind die Farben durchgängig eher blass und auch Schärfe und Detaildarstellung sind maximal mittelprächtig. Die Nachtaufnahmen sind vergleichsweise ordentlich.

3 von 5 Punkten

Ton: Das leidige Thema bei Paramount Blu-rays: Während die englische Version mit einer DTS-HD MA 5.1-Spur ausgestattet ist, müssen sich die Zuschauer der deutschen Fassung mit Dolby Digital 5.1 begnügen. In diesem Fall ist der Unterschied zwischen den Fassungen aber nicht sonderlich groß. Grundsätzlich gibt es relativ wenig räumliche Aktivität bei dem Transfer. Die Dialoge und Hintergrundgeräusche kommen recht konsequent aus dem Frontbereich und hören sich Genre-typisch etwas dumpf an. Wenn der Film erschrecken will, wird der aufgedrehte Ton für Jumpscares genutzt. Das ist zwar nicht sonderlich effektiv, sorgt aber für etwas räumlich Aktivität.

3 von 5 Punkten

Extras: Einige entfernte Szenen (20 Minuten) komplettieren die Blu-ray.

2 von 5 Punkten

Gesamt: 2 von 5 Punkten


Quelle: Paramount Pictures, Leinwandreporter TV, YouTube

Paranormal Activity: Ghost Dimension

Originaltitel:Paranormal Activity: The Ghost Dimension
Regie:Gregory Plotkin
Darsteller:Chris J. Murray, Brit Shaw, Ivy George
Genre:Horror
Produktionsland/-jahr:USA, 2015
Verleih:Paramount Pictures
Länge:88 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Mehr Informationen gibt es auf der Seite von Paramount Pictures

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 08.03.2016
Review: Paranormal Activity: Ghost Dimension (Blu-ray)

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