Review: Happy Deathday (Kino)

Das Hauptplakat von "Happy Deathday" (©Universal Pictures Germany)

Das Hauptplakat von “Happy Deathday” (©Universal Pictures Germany)

Inhalt: Medizin-Studentin Tree (Jessica Rothe, „La La Land“) ist ein echtes Partygirl. So erwacht sie an ihrem Geburtstag ohne Erinnerungen an den Vorabend im Zimmer ihres Kommilitonen Carter (Israel Broussard, „The Bling Ring“). Die beschämten und verkaterten ersten Momente nach dem Aufwachen läuten einen anstrengenden und chaotischen Tag ein. Doch der wirkliche Tiefpunkt erfolgt am späten Abend, als Tree von einer maskierten Gestalt überfallen und getötet wird. Direkt danach erwacht sie wieder bei Carter und es ist erneut der Morgen ihres Geburtstags. Sie erlebt noch einmal den gleichen Tag, der wieder damit endet, dass sie vom gleichen Maskenmörder ins Jenseits geschickt wird. Ihr wird langsam immer mehr klar, dass sie in einer Zeitschleife gefangen ist. Zusammen mit Carter macht sie sich auf die Suche nach dem eigenen Mörder, der sie aber immer wieder erwischt. Kann sie das Verbrechen aufklären und aus der Zeitschleife ausbrechen?

Kritik: Spätestens seitdem Bill Murray gezwungen war, als schlecht gelaunter Reporter den Murmeltiertag immer wieder durchzustehen, sind Zeitschleifenfilme ein fester Bestandteil des Kinos. Der hochklassige Science Fiction-Spaß „Edge of Tomorrow“ und das solide Mystery-Drama „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ sind nur zwei aktuelle Beispiele aus dem Bereich. Jetzt hat der „Scouts vs Zombies – Handbuch zur Zombie-Apokalypse“-Regisseur Christopher Landon die Formel aufs Slasher-Kino angewendet und damit den nächsten kommerziellen Genre-Hit für Blumhouse Productions gelandet. Auch wenn sich der Film selbst ein wenig ausbremst und zugunsten eines breiteren Publikums (FSK-Freigabe ab 12 Jahren) fast gänzlich auf Blut verzichtet, ist er der erhofft kurzweilige Spaß.

Nicht schon wieder sterben! (©Universal Pictures Germany)

Nicht schon wieder sterben! (©Universal Pictures Germany)

Ein sicherer Vorteil ist es dabei, dass sich die Macher genau darüber klar sind, was für eine Geschichte sie hier erzählen. Auch wenn der Film hier und da Logik und inhaltliche Konsistenz vermissen lässt, sorgt der spielerische Umgang mit der Prämisse stets für einen hohen Unterhaltungswert. Dabei ist der Film weit lustiger, als es zwingend zu erwarten war. Gerade wenn sich Protagonistin Tree auf die neuen Spielregeln ihrer Welt einlässt, ist „Happy Deathday“ mehr als vergnüglich. Eine sichere Konstante hierbei ist Hauptdarstellerin Jessica Rothe, die mit rotzigem Charme den Film trägt. Israel Broussard gibt den sympathischen Sidekick, der sie in dieser mehr als ungewöhnlichen Zeit ohne großes Nachfragen unterstützt. Ruby Modine als stille Mitbewohnerin und Rachel Matthews als zickige Vorsitzende von Trees Studenten-Verbindung komplettieren die nennenswerte Besetzung.

Im weiteren Verlauf gelingt es, dem einen oder anderen Klischee auszuweichen und den Film auf einem gelungenen Gag enden zu lassen. Selbstverständlich sollte nicht jedes Bestandteil der Geschichte hinterfragt werden. Darüber hinaus dürften dem einen oder anderen Zuschauer die Fun-Splatter-Momente in dem Film doch deutlich fehlen. Dennoch ist „Happy Deathday“ eine temporeiche und humorvoll erzählte Slasher-Zeitreise, die mit einer charismatischen Hauptdarstellerin und ein paar schönen Einfällen durchweg gute Unterhaltung liefert.

3,5 von 5 Punkten


Quelle: Universal Pictures Germany, Leinwandreporter TV, YouTube

Happy Deathday

Originaltitel:Happy Death Day
Regie:Christopher Landon
Darsteller:Jessica Rothe, Israel Broussard, Ruby Modine
Genre:Horror, Thriller, Komödie
Produktionsland/-jahr:USA, 2017
Verleih:Universal Pictures Germany
Länge: 97 MinutenFSK: ab 12 Jahren
Kinostart: 16.11.2017

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Universal Pictures Germany

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 14.11.2017
Review: Happy Deathday (Kino)

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