Review: Pixels (Kino)

Das Kino-Plakat von "Pixels" (© Sony Pictures)

Das Kino-Plakat von “Pixels” (© Sony Pictures)

Inhalt: Auf einmal waren sie da: Eine außerirdische Macht greift mit Videospielfiguren aus den 80er-Jahren die Erde an und hinterlässt Verwüstung. Die Menschen sind entgeistert und das Militär überfordert. Zum Glück hat Präsident Will Cooper (Kevin James) eine Geheimwaffe auf Lager: Seinen besten Kumpel Sam Brenner (Adam Sandler, „Cobbler – Der Schuhmagier“), der inzwischen beruflich Heimkinosysteme installiert. Der war in seiner Jugend Vize-Weltmeister und kennt Pac-Man, Dinkey Kong und die anderen Helden dieser Zeit in und auswendig. Gemeinsam mit dem Sonderling Ludlow (Josh Gad., „Wish I Was Here“), dem Betrüger Eddie (Peter Dinklage, „Game of Thrones“) und der dekorierten Waffenexpertin Violet (Michelle Monaghan, „True Detective“) stellt er sich den aggressiven Arcade-Helden. Nur dieses Mal ist eine neue Runde nicht möglich: Geht der Kampf verloren, wird die Erde zerstört.

 

Kritik: Ein knapp drei Minuten langer französischer Kurzfilm stand Pate für die Geschichte dieses herrlich kreativ-durchgeknallte „Ende der Welt“-Szenario. Regisseur Chris Columbus („Percy Jackson – Diebe im Olymp“) und Adam Sandlers Haus und Hof-Komödienschmiede „Happy Madison“ waren zuletzt wirklich keine Musterbeispiele für Einfallsreichtum. Deswegen verpufft diese einzigartige Ausgangslage sehr bald. So bewegt sich der Film zwar deutlich über den kaum zumutbaren „Jack & Jill“ und „Kindsköpfe 2“, hatte aber kaum noch Möglichkeiten, diese zu unterbieten. Zumindest die Optik von „Pixels“ ist grandios. Wie die 2D-Videospielfiguren in die 3D-Welt eingearbeitet wurden, ist überraschend homogen, bleibt dabei aber gelungen eigenwillig. Bis auf vereinzelte treffende Gags kann dieses Lob inhaltlich aber bei weitem nicht gemacht werden. Es ist schon fast eine Kunst, wie konventionell diese Geschichte erzählt wird.

Pacman will die Welt vernichten (© Sony Pictures)

Pacman will die Welt vernichten (© Sony Pictures)

Die flachen, viel zu einfallslosen Dialoge ziehen sich quer durch ein Skript, das mehr Mittel zum Zweck ist, als das es einen wirklichen roten Faden hätte. So werden viele gute Witze leichtfertig verschenkt und Logiklöcher eingebaut, die absolut vermeidbar gewesen wären. Schauspielerisch gibt es bei „Happy Madison“selten etwas zu lachen. Adam Sandler bleibt das wenig lustige Selbst, was die Zuschauer in den vergangenen Jahren so oft ertragen haben. Kevin James als Präsident der USA verkaufen zu wollen, ist genauso absurd und lächerlich, wie es sich auf dem Papier anhört. So zieht James seine bekannte Doug Heffernan-Show ab, trägt aber hier zumindest eine Krawatte. Wer diesen Präsident gewählt haben soll, bleibt eine der größten Mysterien des Filmes. Neben James und Sandler schafft es beinahe ein Josh Gad, wie ein guter Komiker zu wirken. Er hat zumindest die ein oder andere witzige Szene, kann aber auch nicht gegen das erstaunlich zähe Geschehen ankämpfen. Michelle Monaghan und Peter Dinklage sind gute Schauspieler. Hier hatten sie entweder schlechten Geschmack oder einen gigantischen Gehaltsscheck. Natürlich kann keiner der beiden auch nur ansatzweise das gegebene Potenzial in diesen Rollen ausschöpfen.

Brian Cox gehört als mies gelaunter Militärbefehlshaber zu den wenigen konstant unterhaltsamen Elementen des Filmes. Der kleine, sinnfreie Part von Sean Bean ist hingegen wieder in die Abteilung Verschnitt einzuordnen. Wer also die Hoffnung hatte, mit „Pixels“ eine kreative, gewitzte Science Fiction-Komödie zu sehen, wird wieder einmal daran erinnert, wie die Biographie von Sandler in den letzten Jahren aussah. Am Ende bleibt ein optisch sehr ansprechender, ziemlich inhaltsloser und unorigineller Film, bei dem eine reizvolle Idee auf der Strecke bleibt.

2 von 5 Punkten


Quelle: Sony Pictures, Leinwandreporter TV, YouTube

Pixels

Originaltitel:Pixels
Regie:Chris Columbus
Darsteller:Adam Sandler, Kevin James, Michelle Monaghan, Josh Gad, Peter DInklage
Genre:Komödie
Produktionsland/-jahr:USA, 2015
Kinostart:30.07.2015
Verleih:Sony Pictures Germany
Länge:106 Minuten
FSK:ab 12 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 23.07.2015
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