Review: Für immer Adaline (Kino)

Das Kino-Plakat von "Für immer Adaline" (Quelle: Universum Film)

Das Kino-Plakat von „Für immer Adaline“ (Quelle: Universum Film)

Inhalt: Die attraktive, etwas zurückgezogen lebende Adaline Bowman (Blake Lively, „Savages“) wirkt wie eine normale junge Frau. Niemand hat eine Ahnung, dass sie in Wahrheit über 100 Jahre alt ist. Seit einem Unfall in den 30er-Jahren altert sie nicht mehr und wechselt regelmäßig die Identität, um sich vor der Wissenschaft zu verstecken. Kurz bevor sie wieder ein neues Leben beginnt, lernt sie auf einer Party den charmanten Millionär Ellis Jones (Michiel Huisman, „World War Z“) kennen. Verlieben kommt für Adaline in ihrem Situation natürlich nicht in Frage. Doch Ellis lässt sich nicht abschütteln und irgendwann gibt sie seinem Werben nach. Als sie von ihm zum 40. Hochzeitstag seiner Eltern William (Harrison Ford, „The Expendables 3“) und Kathy (Kathy Baker, „Take Shelter – Ein Sturm zieht auf“) eingeladen wird, lässt sie sich gerne auf den Trip ein. Doch vor Ort trifft sie auf einen alten Bekannten: William und Adaline kennen sich von früher. Kann sie zulassen, dass ihr Geheimnis offenbart wird?

 

Kritik: Der junge Filmemacher Lee Toland Krieger ist zuletzt mit dem sperrig betitelten „Celeste & Jesse – Beziehungsstatus: Es ist kompliziert!“ im Kino aktiv gewesen. Wie in diesem Film behandelt er hier eine nahezu unmögliche Mann-Frau-Beziehung, verändert hier aber deutlich die Perspektive. „Für immer Adaline“ ist ein herzliches-sympathisches Märchen, das öfters an der Grenze zum Kitsch kratzt, diese aber selten überschreitet. Der etwas nervige Erzähler/Märchen-Onkel sorgt in jedem Fall nicht dafür, dass man bei der Geschichte rund um Adaline aussteigt. Viel mehr kombiniert der Film Romantik, Humor und philosophische Fragen zu angenehmem Wohlfühlkino, welches an manchen Stellen emotional sogar ziemlich fordert. Das gelungene Ergebnis ist in jedem Fall zumindest teilweise ein Verdienst der ideal besetzten Blake Lively, die deutlich mehr ist als ein Model für den Look der verschiedenen Dekaden.

 

Ein unerwartetes Wiedersehen (Quelle: Universum Film)

Ein unerwartetes Wiedersehen (Quelle: Universum Film)

Mit ihrer etwas altmodischen Schönheit verleiht sie der Figur Würde und Glaubwürdigkeit, ist dabei aber noch so charmant und aktiv, dass man ihre Adaline schnell ins Herz schließt. Selbst mit der zuerst etwas merkwürdigen Konstellation, sie als Mutter von Kino-Ikone Ellen Burstyn zu sehen, findet man sich schnell zurecht. Die Chemie zwischen ihr und dem smarten Niederländer Michiel Huisman stimmt auch. Huisman überzeugt als gut gelaunter Philanthrop, der schon bald häuslich werden möchte. Es ist etwas schade, dass Harrison Ford erst relativ spät im Film auftritt, da er so gut wie seit langem nicht mehr ist. Er darf endlich mal wieder eine Figur komplett selbst aufbauen und hat sichtbar Spaß an der Rolle. Als Intellektueller, dessen Leben durch das unerwartete Wiedersehen mit der jung gebliebenen Adaline auf den Kopf gestellt wird, sorgt er für weitere Dynamik im Film.

Am Ende ist „Für immer Adaline“ eine liebenswerte und fantasievolle Geschichte, die nicht immer nur leicht verdauliche Unterhaltung bietet und durch die starken Auftritte von Blake Lively und Harrison Ford deutlich gewinnt.

3,5 von 5 Punkten


Quelle: Universum Film, Leinwandreporter TV, YouTube

Für immer Adaline

Originaltitel:The Age Of Adaline
Regie:Lee Toland Krieger
Darsteller:Blake Lively, Michiel Huisman, Harrison Ford
Genre:Liebes-Drama
Produktionsland/-jahr:USA, 2014
Kinostart:09.07.2015
Verleih:Universum Film
Länge:113 Minuten
FSK:ab 12 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 09.07.2015
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