Review: 30 Rock Staffel 6 (DVD)

Das DVD-Cover von "30 Rock - Season 6" (Quelle: Universal Pictures)

Das DVD-Cover von “30 Rock – Season 6” (Quelle: Universal Pictures)

Inhalt: Liz Lemon (Tina Fey) gibt der Liebe eine neue Chance: Im gutaussehenden, sympathischen, aber noch sehr kindischen Criss (James Marsden, “Robot & Frank“) hat sie einen Partner gefunden mit dem die Chemie stimmt. Auch die Tatsache, dass sie die Brötchen in der Beziehung verdient, stört Liz nicht im Geringsten. Jack Donaghy (Alec Baldwin) kann sich in seiner Funktion als Liz’s Mentor nicht mit dem erfolglosen Hallodri abfinden und lässt sie das bei jeder Gelegenheit spüren. Dabei hat Jack noch viel größere Probleme: Seitdem seine Frau Avery (Elisabeth Banks, “Ein riskanter Plan“) von den Nordkoreanern entführt wurde, muss er sich um internationale Verstrickungen und die gemeinsame Tochter Liddy kümmern.

Dabei vereinfacht Averys verführerische Mutter Diana (Mary Steenburgen, Oscar für „Melvin und Howard“) die Situation nicht gerade. Kenneth (Jack McBrayer) gibt tatsächlich seine Stelle als Page auf, um bei NBC die Karriereleiter zu erklimmen, was sich als äußerst gewagt herausstellt. Seine Nachfolgerin Hazel (Kristen Schaal, „Dschungelcamp – Welcome to the Jungle“) ist außerdem ziemlich überfordert mit dem alltäglichen Wahnsinn der beiden Showstars Jenna (Jane Krakowski) und Tracy (Tracy Morgan). Jenna gelingt es währenddessen beeindruckend gut, als die böse Seele der Jury einer Kinder-Gesangsshow zu medialer Aufmerksamkeit zu kommen.

Kritik: Auch wenn man sich schon ziemlich gut in der amerikanischen Medienlandschaft auskennen muss, um alle Spitzen in „30 Rock“ zu verstehen, ist die Serie von Autorin und Show-Runnerin Tina Fey seit Jahren mit das beste, was der Sitcom-Sektor zu bieten hat. Zahllose Preise belegen die Qualität der Serie der ehemaligen „Saturday Night Live“-Chefautorin. Auch wenn im sechsten Jahr langsam etwas die Luft aus der Sendung raus ist, hat sie immer noch eine höhere Gag-Dichte als die meisten anderen Genre-Produktionen (Serien, bei denen inzwischen Ashton Kutcher zum festen Cast gehört, ausdrücklich eingeschlossen).

Auch hier kennt der Stammzuschauer nach über 100 Folgen die Muster, wie es rund um die fiktive Show „TGS“ abläuft. Aber bei „30 Rock“ ging es nie um die Weiterentwicklung von Figuren sondern um die herrlich abstrusen Dialoge, die Tina Fey wie keine Zweite schreiben kann. Dennoch sind die meisten der 22 Folgen erneut so wunderbar schräg, das man auch schwächere Momente gerne verzeiht.

Jeder will zu „30 Rock“

Liz und Jack im Fahrstuhl (Quelle: Universal Pictures)

Liz und Jack im Fahrstuhl (Quelle: Universal Pictures)

In den USA scheint es inzwischen zum guten Ton zu gehören, mindestens einmal bei „30 Rock“ gewesen zu sein. Mit dem überraschend witzigen James Marsden und der urkomischen Kristen Schaal konnten zwei neue Cast-Mitglieder gewonnen werden, die noch einmal eine Bereicherung zur Sendung darstellen. Elisabeth Banks‘ Rolle fällt wie erwartet in dieser Staffel etwas kleiner aus, was etwas bedauerlich ist, da sie und Alec Baldwin nahezu perfekt zusammen spielen können.

Mary Steenburgen hat als Averys Mutter Diana eine originelle wiederkehrende Rolle. In kleineren Rollen kehren Kelsey Grammer, Jon Hamm und Chloe Grace Moretz (“Carrie“) zurück. Von Susan Sarandon, Emma Stone (“Gangster Squad“) und Will Arnett, bis hin zu Weird Al Yankovic gibt sich die Prominenz die Klinke in die Hand.

Ein besonderes Highlight ist erneut die Live-Episode. Dieses Mal wenden sich die Macher etwas von „30 Rock“ ab und interpretieren Fernseh-Klassiker aus den 50ern neu. In dieser Episode gibt es einen schlicht sensationellen Gast-Auftritt, den ich hier für niemanden verderben möchte.

Eigentlich war diese sechste Staffel als Abschluss für „30 Rock“ gedacht, da der Vertrag von Alec Baldwin ausgelaufen war und dieser politische Ambitionen pflegt. Am Ende ließ sich Baldwin noch zu einer verkürzten siebten Staffel überreden, was die Millionen Fans der Erfolgsserie sehr erfreut hat. Auch wenn die Genialität des Stoffes etwas nachgelassen hat: Die Lachgarantie bleibt, weswegen dieses Erfolgsformat auch in seiner späten Phase noch uneingeschränkt empfehlenswert ist.

Die Box ist ab dem 27.03.2014 auf DVD erhältlich.

3,5 von 5 Punkten

 

 

Jenna in der Casting-Jury (Quelle: Universal Pictures)

Jenna in der Casting-Jury (Quelle: Universal Pictures)

Bild: Wie in den Vorgänger-Staffeln wird auch hier ein zufriedenstellendes Bild geboten. Die Bilder sind immer recht scharf und stellen die Details gut dar. An Kontrasten und Schwarzwert gibt es nichts auszusetzen. Große Bildfehler existieren nicht.

3,5 von 5 Punkten

Ton: Der englische und der deutsche Dolby Digital 5.1-Ton haben eigentlich nur eine Aufgabe zu erfüllen: Die Dialoge müssen verständlich sein. Da das problemlos gelingt und auch Musik und Hintergrundgeräusche gut abgemischt worden, besteht hier kein Grund zur Kritik.

3,5 von 5 Punkten

Extras: Dazu gibt es noch einige witzige Bonusmaterialien. Auf der ersten und zweiten DVD befinden sich einige entfernte Szenen (5 Minuten). Auf der dritten Disc gibt es ein Hinter den Kulissen-Featurette von „Die letzte Liveshow“ (7 Minuten), das musikalische Warm Up zu dieser Episode mit Cheyenne Jackson und Jane Krakowski (8 Minuten), die leicht veränderte Eastcost-Version der Live-Episode (22 Minuten) und einige weitere entfallene Szenen (2 Minuten).

3 von 5 Punkten

Gesamt: 3,5 von 5 Punkten


Quelle: ScreenSlam, YouTube

30 Rock - Season 6

Originaltitel:30 Rock - Season 6
Entwickler:Tina Fey
Darsteller:Tina Fey, Tracy Morgan, Jane Krakowski
Genre:Comedy-Serie
Produktionsland/-jahr:USA, 2012
Verleih:Universal Pictures
Länge:22 Episoden zu je 20 Minuten
FSK:ab 12 Jahren

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