Review: Scary Movie 5 (Kino)

Das Kinoplakat von "Scary Movie 5" (Quelle: Constantin Film)

Das Kinoplakat von „Scary Movie 5“ (Quelle: Constantin Film)

Rock-Gitarristin Jody (Ashley Tisdale, „High School Musical“) und Wissenschaftler Dan (Simon Rex, auch Teil 3 und 4 der Reihe) sind glücklich verheiratet und genießen ihr kinderloses Leben. Als die Kinder von Dans verstorbenem Bruder nach drei Jahren in der Wildnis wieder auftauchen, müssen die beiden ihr Leben komplett umstellen. Sie ziehen in ein neues Haus, in dem sich bald unheimliche Dinge ereignen. Die Kinder schwärmen derweil von dem Geist „Mama“, den sie aus dem Wald mitgebracht hatten. Jody will sich als Ballett-Tänzerin einen Ausgleichssport suchen, hat aber bei den Proben zur Aufführung von „Schwanensee“ ebenso Probleme wie Dan bei seinen Experimenten mit genetisch veränderten Affen. Auch die Unterstützung durch paranormale Experten und eine Fülle von Kameras helfen dem Paar ebenso wenig weiter wie die Entdeckung vom „Buch des Bösen“. Wie werden sie den gefährlichen ungebetenen Hausgast wieder los?

Nachdem im Jahr 2006 der „wirklich letzte“ vierte Teil aus dem „Scary Movie“-Franchise veröffentlicht worden war, konnten die Macher dem nicht abreißenden Erfolg von (mehr oder weniger dämlichen) Parodien nicht länger widerstehen. Malcolm D. Lee übernahm die Regie bei dieser Fortsetzung der Reihe. Nach einem netten, selbstironischen Intro von Charlie Sheen und Lindsay Lohan beim Schäferstündchen kehrt aber schon bald Stumpfsinn ein. Schon der Auftritt von Snoop Dogg mit Kifferkumpel und schweren Geschützen im Wald kratzt an der Peinlichkeitsgrenze, die danach mit vorpubertären Furzwitzchen noch unterschritten wird. Es scheint nur noch darum zu gehen, möglichst viele Filme (zum großen Teil sogar aus den aktuellen Box Office Charts) im neuen „Scary Movie“ unterzubringen.

"Schwanenkönigin" Jody wird zum Federvieh (Quelle: Constantin Film)

„Schwanenkönigin“ Jody wird zum Federvieh (Quelle: Constantin Film)

Viel Lärm um (fast) nichts

Black Swan“, „Inception“ und „Planet der Affen: Prevolution“ gehören dabei schon zu den betagteren Filmen, „Paranormal Activity“ wird uns wohl noch eine ganze Weile mit einigen Neuauflagen beglücken, „Sinister“, „Evil Dead“ und „Mama“ sind gerade erst im Kino gelaufen beziehungsweise laufen noch. Pointierte Dialoge, satirisch bissige Elemente, oder zumindest treffenden Slapstick sucht der Zuschauer ebenso vergebens wie ein roten Faden in diesen lose aneinandergereihten Szenen (woher soll der auch kommen). Mehr als einige müde Grinser wollen hier während des ganzen Filmes nicht herausspringen. Die vielleicht lustigste Szene hat „Scary Movie 5“ nach dem Ende des Abspanns, weswegen jeder, der den Film besucht, unbedingt sitzen bleiben sollte.

Chaoskönige Charlie Sheen und Lindsay Lohan beim gemeinsamen Auftritt (Quelle: Constantin Film)

Chaoskönige Charlie Sheen und Lindsay Lohan beim gemeinsamen Auftritt (Quelle: Constantin Film)

Eine Bewertung schauspielerischer Leistungen ist in diesem chaotischen Werk nahezu absurd. Trotzdem lassen sich neben den bereits genannten, noch einige andere bekannte Gesichter zu Kurz- und Cameo-Auftritten hinreißen: Heather Locklear („Der Denver-Clan“), Mike Tyson, Usher, Sarah Hyland („Modern Family“), 2011er „Sexiest Woman Alive“ Katrina Bowden („30 Rock“), Jerry O’Connell („Piranha 3D“) und Terry Crews („The Expendables“) sind in dieser recht illustren, aber absolut wirkungslosen Liste anzuführen.

Der Erfolg von ungewöhnlichen Komödien ala „Ziemlich beste Freunde“ drückt die Sehnsucht der Kinogänger nach etwas anderen Werken aus. Dennoch verkaufen sich simpel gestrickte „Parodien“, trotz teilweise vollständiger Abstinenz von Inhalt und Witz immer gut, was zuletzt schon „Ghost Movie“ beweisen konnte. „Scary Movie 5“ hat kaum noch etwas mit dem immer noch vorzüglichen ersten Teil aus dem Jahr 2000 gemeinsam. Diese uninspiriert zusammen gematschte Essenz aus verschiedenen Hits beinhaltet fast nichts, was dem Film eine wirkliche Daseinsberechtigung gibt. Wenn Charlie Sheen und Lindsay Lohan mit Auftritten als sie selbst, das Musterbeispiel für professionelle Comedy in einem Werk sind, sollte das eine Warnung sein. Das der Markenname „Scary Movie“ alleine viele Fans ins Kino locken wird, dürfte zumindest die Finanziers erleichtern.

1,5 von 5 Punkten


Quelle: Constantin Film, YouTube

Scary Movie 5

Originaltitel:Scary MoVie
Regie:Malcolm D. Lee
Darsteller:Ashley Tisdale, Simon Rex, Charlie Sheen
Genre:Komödie
Produktionsland/-jahr:USA, 2013
Verleih:Constatin Film
Länge:85 Minuten
FSK:ab 12 Jahren
Kinostart:25.04.2013
Facebook-Page:Der Facebook-Auftritt von "Scary Movie 5"

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 24.04.2013
Review: Scary Movie 5 (Kino)

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