Review: Modern Family Staffel 1

Modern Family Season 1

In Claires Family ist dank der drei Kinder immer viel los. Bildquelle: ABC

Inhalt: Die Comedy-Serie Modern Family erzählt die Geschichte von drei unterschiedlichen, aber trotzdem eng miteinander verbundenen Familien: Der reiche Unternehmer Jay Pritchett ( Ed O’Neill „Al Bundy“) bildet das Familienoberhaupt. Er arbeitet nur noch gelegentlich und ist seit Kurzem mit der temperamentvollen Kolumbianerin Gloria ( Sofia Vergara ) in zweiter Ehe verheiratet. Die feurige Latina ist nicht nur überaus attraktiv, sondern auch die Mutter von Manny ( Rico Rodriguez ). Der elfjährige Junge zeichnet sich durch seine altkluge und erwachsene Art aus und steht im Kontrast zu seiner immer etwas unüberlegt handelnden Mutter.

Claire ( Julia Bowen ) und Mitchell ( Jesse Tyler Ferguson ) sind Jays eigene Kinder aus erster Ehe, sie sind selbst schon erwachsen und haben eigene Familien. Mit der Tatsache, dass die neue Stiefmutter in ihrem Alter ist, kommt die Perfektionistin Claire nicht immer gut zurecht. Hinzu kommt, dass Gloria zwei unübersehbare Argumente hat, die auch Claires Ehemann Phil ( Ty Burell ) gut gefallen. Phil ist Immobilienmakler und ein ziemlich cooler Dad – denkt zumindest er selbst. Gemeinsam mit Claire hat er drei Kinder: Haley ( Sarah Hyland ) 15 Jahre alt und pubertierend, Alex ( Ariel Winter ) ist 13 Jahre alt und im Gegensatz zu ihrer Schwester weniger an Jungs, als an der Schule interessiert. Luke ( Nolan Gould ) ist der Jüngste und wird von allen aufgrund seiner Tollpatschigkeit nicht ganz ernst genommen.

Die letzte Familie bildet sich um Mitchell herum. Er ist rothaarig, ein ambitionierter Anwalt und schwul. Gemeinsam mit seinem Lebensgefährten Cameron ( Eric Stonestreet ) lebt er in der gleichen Stadt wie sein Vater und seine Schwester. Das schwule Paar hat gemeinsam ein vietnamesisches Baby, Lily, adoptiert.

Modern Family Sitcom

Mitchell und Cameron haben es als schwules Paar nicht immer leicht in den USA, sind aber trotzdem sehr glücklich. Bildquelle: ABC

Kritik: Die erste Staffel profitiert thematisch davon, dass die Serie so viele Charaktere hat, die mit ihren positiven Seiten und vor allem den vielen kleinen Macken eingeführt werden wollen. Zu Beginn der Serie hat jede Familie ein paar Folgen, die eigens darauf zugeschnitten sind, die Charaktere und ihr Umfeld vorzustellen. So wird zum Beispiel die neugewonnen Adoptivtochter Lily mit einer filmreifen Szene, die an Simbas Geburt in „König der Löwen“, erinnert präsentiert.

Das ganz normale Leben – amüsant und pointenreich erzählt

Was nach einer ganz normalen Familiengeschichte klingt und auf den ersten Eindruck nicht besonders witzig erscheint, ist aber eine pointen- und temporeiche Sitcom, die mit ihrer einfachen, aber neuen Idee zu überzeugen weiß. Die Erfinder von „Modern Family“, Christopher Lloyd und Steven Levitan , haben hervorragend spritzige Charakter erfunden, die vor allem deswegen so liebenswert sind, weil sie kein bisschen perfekt sind. Die meisten Witze passieren aus Situationen heraus, die uns allen hätten passieren können. Die Figuren bieten die Möglichkeit, sich mit ihnen zu identifizieren. Gerade die Natürlichkeit fehlt vielen anderen US-Serien, die ihre Schwerpunkt auf problemzonenfreie Frauen und machohafte Männer legen.

Die Serie wird im Mockumentary-Format produziert und erinnert mit ihrem Stil an Serien wie „Stromberg“. Die Kamerahaltung und die Szenenschnitte sind nicht fließend, sondern im Stil einer Handkamera immer etwas holprig. Zudem werden in manchen Situationen vielsagende Blicke der Charaktere oder kleine Interview-Sequenzen eingeblendet.

Modern Family

Manny und Luke sind zwar im gleichen Alter, könnten aber nicht gegensätzlicher sein. Bildquelle: ABC

Die Schauspieler der Serie stehen beim ersten Blick auf den Cast alle ein Stück hinter Ed O’Neill zurück, der dank seiner 259 Folgen als Schuhverkäufer Al Bundy in der beliebten Serie „Eine schrecklich nette Familie“ wohl jedem im Gedächtnis geblieben ist. Doch schnell wird klar, dass auch die bisher unbekannten Darsteller überzeugen können. Besonders die beiden Jungen, Nolan Gould (als „Luke“) und Rico Rodriguez (als „Manny“), wissen in ihrem jungen Alter schon zu überzeugen.

In den USA läuft die Serie nun schon seit 2009 erfolgreich auf dem Sender ABC. Mit den ersten drei Staffeln, konnte Modern Family sowohl stetig Zuschauer, als auch Fernsehpreise gewinnen. In Deutschland besitzt der Sender RTL die Rechte an der Familien-Sitcom. Leider weiß RTL wohl nicht mehr wohin mit den ganzen erfolgreichen US-Serien, weshalb „Modern Family“ nur auf dem neuen Sender RTL Nitro im Nischenprogramm zu sehen ist. Auch auf die DVD Veröffentlichung muss Deutschland noch warten. Zurzeit sind nur Importe der ersten drei Staffeln aus England erhältlich, auf denen kein deutscher Ton vorhanden ist.

Modern Family gibt dem Sitcom-Genre wieder einen Aufschwung und neue Glanz. Die 30 Minuten Sendezeit pro Folge vergehen wie im Fluge und wer zu lange lacht, läuft Gefahr den nächste Witz zu verpassen.


Bildquelle: YouTube, beatzandwheels

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Verfasst von Anne.

Zuletzt geändert am 30.05.2012
Modern Family – Season 1

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