Review: …denn zum Küssen sind sie da (Blu-ray)

Das Blu-ray-Cover von "...denn zum Küssen sind sie da" (Quelle: Paramount Home Entertainment)

Das Blu-ray-Cover von „…denn zum Küssen sind sie da“ (Quelle: Paramount Home Entertainment)

Inhalt: Der Polizeipsychologe und erfolgreiche Bestseller-Autor Alex Cross (Morgan Freeman, „Oblivion“) bekommt von seiner panischen Schwester Bescheid gesagt, dass seine Nichte Naomi (Gina Ravera, „Showgirls“) während des Studiums verschwunden ist. Alex entdeckt schon bei ersten Nachforschungen, dass ein brutaler Entführer und Frauenmörder, der sich selbst Casanova nennt, in der Gegend sein Unwesen treibt. Besonders intelligente und attraktive Frauen sind dabei das Hauptziel des Psychopathen. Auch wenn der Chef der örtlichen Polizei (Brian Cox, „Blood – You can’t bury the Truth“) sehr wenig von Alex Cross‘ externer Ermittlung hält, heftet der sich an die Spuren von Casanova. Hilfe bekommt er von der jungen Ärztin Kate (Ashley Judd, „Olympus Has Fallen – Die Welt in Gefahr“), die als einzige bislang aus der Gefangenschaft des Mörders fliehen konnte. Die Zeit drängt: Wenn Casanova den Gefallen an Naomi verliert, bevor Alex einschreiten kann, ist das ihr Todesurteil.

Kritik: In den USA sind die „Alex Cross“-Romane von James Patterson absolute Bestseller. „…denn zum Küssen sind sie da“ war 1997 die erste Verfilmung des Stoffes. 2001 schlüpfte Morgan Freeman für „Im Netz der Spinne“ ein zweites Mal in die Rolle des Polizeipsychologen. 2012 übernahm Tyler Perry in „Alex Cross“ die Titelrolle. Doch bis heute bleibt diese erste Fassung von Gary Fleder („Sag‘ kein Wort“) immer noch die deutlich beste Interpretation von James Pattersons Stoff. Kurze Zeit nach dem gigantischen Erfolg „Sieben“ von David Fincher (ebenfalls mit Freeman) bekamen die Zuschauer hier einen düsteren und atmosphärischen Thriller präsentiert, der hauptsächlich von einer charismatischen Hauptfigur und einem clever konstruierten Plot lebt. Auch wenn nicht jede Szene aufgeht, hat der Film auch nach über 15 Jahren nichts von seiner Wirkung eingebüßt und liefert 115 Minuten Hochspannung, die praktisch ohne Durchhänger gezeigt wird.

Morgan Freeman in einer Paraderolle

Alex Cross besichtigt einen Tatort (Quelle: Paramount Home Entertainment)

Alex Cross besichtigt einen Tatort (Quelle: Paramount Home Entertainment)

Über die ganze Dauer kann sich der Regisseur natürlich voll auf die Qualitäten seines Hauptdarstellers verlassen. Morgan Freeman ist die Rolle des analytisch denkenden Ermittlers praktisch auf den Leib geschneidert, was er ohne Probleme in jeder Szene aufs Neue beweist. Zur Zeit der Veröffentlichung des Films gehörte Ashley Judd kurz nach ihrer Rolle in „Heat“ und der Golden Globe-Nominierung für „Marilyn – Ihr Leben“ zu den aufstrebenden Top-Stars. Hier spielt die schöne Kalifornierin die schlagkräftige aber traumatisierte Kate so gut, dass sie mit Leinwandpartner Freeman mithalten kann.

Brian Cox ist als nörgelnder Polizeichef ebenso unterhaltsam wie Cary Elwes („Psych – Season 5“) als dessen charmanter, stets gut gelaunter Untergebener. Tony Goldwyn („The Mechanic“) gefällt als aalglatter Verdächtiger für die grausamen Taten. Jeremy Piven darf hier als Polizist noch längst nicht das zeigen, was ihn einige Jahre später in „Entourage“ wirklich berühmt machen sollte.

„…denn zum Küssen sind sie da“ kann souverän beweisen, warum die Neu-Veröffentlichung auf Blu-ray eine richtige Entscheidung war. Der Film von Gary Fleder ist außergewöhnlich spannend, intensiv und zeigt einen Morgan Freeman in Top-Form. Auch wenn der Psychothriller nicht das Niveau von „Sieben“ erreicht, so kann er auch noch in einer inzwischen neuen Generation von Filmfreunden für sehr unterhaltsame zwei Stunden sorgen.

Kate weiß sich zu wehren (Quelle: Paramount Home Entertainment)

Kate weiß sich zu wehren (Quelle: Paramount Home Entertainment)

Der Film ist seit dem 04.10.2013 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

4 von 5 Punkten

 

Bild: Die Bildumsetzung des Filmes ist zwar nicht makellos, aber dennoch eine erkennbare Steigerung zur DVD. In dem tendenziell eher im Dunklen gedreht worden. Dabei sind die Aufnahmen aber meistens scharf und sehr plastisch. Nur zeitweise kommt es zu starkem Bildrauschen und etwas weicher gezeichneten Szenen. Ein satter Schwarzwert ist aber definitiv mit entscheidend für die gelungene Qualität des Transfers. Eine natürliche Färbung rundet den guten Eindruck ab.

3,5 von 5 Punkten

Ton: Der englische DTS-HD MA 5.1-Ton liefert für das Alter des Films ein hervorragendes Ergebnis. Die Dialoge wirken sehr natürlich abgemischt und wurden gut in das Geschehen eingebettet. Hintergrundgeräusche und der düstere Score werden dynamisch und angenehm räumlich präsentiert. In einigen Momenten (wie beispielsweise den Schießereien sind dazu noch einige Effekte und Bässe zu bewundern. Die deutsche Fassung wurde leider nur in Dolby Digital 5.1 auf die Blu-ray gebracht. Dieser ist zwar verhältnismäßig gut, der Zuschauer muss aber in allen Belangen hörbare Abstriche zur englischen HD-Version machen.

3,5 von 5 Punkten

Extras: Es gibt leider keine Extras zu dem guten Film.

1 von 5 Punkten

Gesamt: 3,5 von 5 Punkten


Quelle:ThePostman2407, YouTube

...denn zum Küssen sind sie da

Originaltitel:Kiss the Girls
Regie:Gary Fleder
Darsteller:Morgan Freeman, Ashley Judd, Cary Elwes
Genre:Psychothriller
Produktionsland/-jahr:USA, 1997
Verleih:Paramount Pictures
Länge:115 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

 

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 10.10.2013
Review: …denn zum Küssen sind sie da (Blu-ray)

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