Review: Broken City (Blu-ray)

Das Blu-ray-Cover von "Broken City" (Quelle: Universum Film)

Das Blu-ray-Cover von “Broken City” (Quelle: Universum Film)

Inhalt: Bis vor sieben Jahren war Billy Taggert (Mark Wahlberg, „2 Guns“) ein angesehener Polizist. Das ändert sich, als er einen Vergewaltiger und Mörder tötet. Nur dank der Hilfe von Bürgermeister Nicholas Hostetler (Russell Crowe, „Man of Steel“) wird er nicht wegen Mordes angeklagt. Trotzdem muss er seinen Dienst quittieren. Heutzutage arbeitet er Privatdetektiv und beschattet hauptsächlich untreue Ehefrauen. Er ist überrascht, als er dann einen Anruf von Hostetler erhält, der seine Frau Cathleen (Catherine Zeta-Jones, „R.E.D. 2“) beschattet haben möchte. Er bietet Billy 50.000 US-Dollar, damit der alles über eine mögliche Affäre Cathleens herausfindet.

Hostetler möchte alles ausräumen, was ihm im Wahlkampf gegen den verbissenen Jack Valliant (Barry Pepper, „Snitch – Ein riskanter Deal“) zurückwerfen könnte. Billy findet heraus, dass Cathleen sich mit Valliants Wahlkampfmanager Paul Andrews (Kyle Chandler, „Argo“) trifft. Als dann ein Mord passiert, merkt Billy, dass er mitten in einen teuflischen Komplott geraten ist, in dessen Mittelpunkt Nicholas Hostetler steht.

Kritik: Erstmals ohne seinen Bruder ist Allen Hughes („The Book of Eli“) bei diesem Politthriller auf dem Regiestuhl zu bewundern. Er liefert dem Publikum einen Film mit viel Licht, aber auch einigem Schatten. Optisch ist „Broken City“ absolute Spitzenklasse. Der erfahrene Kameramann Michael Seresin („Harry Potter und der Gefangene von Askaban“) liefert sehr atmosphärische Noir-Bilder von New York. Nicht ganz so packend ist das Drehbuch ausgefallen, was nach starkem Beginn in der zweiten Hälfte ziemlich verwirrend erscheint und einiges an aufgebauter Stimmung zerstört. Die bis dahin so starke, kompromisslose Geradlinigkeit geht in den Wirren der gar nicht so spektakulären Verschwörung ziemlich verloren. Dennoch ist der Film auch in dieser Phase noch interessant und spannend genug, damit das Publikum über solche Schwächen hinwegsieht.

Etwas unterforderter Wahlberg – Russel Crowe in Hochform

Billy rutscht bei seinen Ermittlungen in eine Verschwörung (Quelle: Universum Film)

Billy rutscht bei seinen Ermittlungen in eine Verschwörung (Quelle: Universum Film)

Die Hauptfigur des moralisch etwas fragwürdigen Privatdetektivs, der mitten in einen für ihn zu großen Komplott gerät, hört sich umfangreicher an, als er tatsächlich ist. Mark Wahlberg spielt seine Rolle souverän, muss dabei aber nicht sein großes Potenzial abrufen. Viel besser ist da Russell Crowe als schmieriger, skrupelloser Politiker, für den der Zweck jedes Mittel rechtfertigt. Crowe spielt wie aufgezogen und hat sichtbar Spaß, den Fiesling zu mimen. Dabei zeigt er aber auch noch einige Facetten, die seine Figur nicht zu einseitig werden lassen.

Catherine Zeta-Jones hat einige gute Szenen, leidet aber darunter, dass sie hauptsächlich in der etwas schwächeren zweiten Hälfte zum Zug kommt. Barry Pepper als Bürgermeisterkandidat und Jeffrey Wright („The Ides of March – Tage des Verrats“) als Polizeichef sind Nebendarsteller, die wohl jeden Film aufwerten würden. Auch sehr sehenswert ist die Israelitin Alona Tal („Supernatural“), die hier die kesse Assistentin von Billy spielt. Vielleicht wäre sie auch ein besserer Love-Interest gewesen, da die Liebesgeschichte von Billy mit der Schauspielerin Natalie (Natalie Martinez, „End of Watch“) ein eher verzichtbarer Nebenkriegsschauplatz für die Handlung ist.

Allen Hughes ist mit „Broken City“ ein spannender und unterhaltsamer Politthriller mit toller Besetzung gelungen. Leider zeigt der Film vor allem in der zweiten Hälfte einige Unzulänglichkeiten, die verhindern, dass hier ein wirklich großer Wurf glückt. Dennoch überwiegen bei dem Film – alleine schon wegen des großartigen Russell Crowe – eindeutig die positiven Gesichtspunkte.

Das Ehepaar Hostetler - keine wahre Liebe (Quelle: Universum Film)

Das Ehepaar Hostetler – keine wahre Liebe (Quelle: Universum Film)

Der Film ist ab dem 04.10.2013 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

3,5 von 5 Punkten

Bild: Der Film wurde mit der Arri Alexa in einem gelungenen, etwas unruhigen Neo-Noir-Stil gedreht. Die Bildschärfe ist vollkommen in Ordnung. Die Nahaufnahmen der Gesichter sind sehr detailreich. Bei den Panoramabildern zeigt das Bild minimale Schwächen. Die Farbwahl ist sehr lebendig, auch wenn meistens ein leichter milchiger Schleier auf dem Ambiente liegt. Gute Kontraste und die Abwesenheit von Bildfehlern runden den guten Eindruck ab.

3,5 von 5 Punkten

Ton: Die englische und die deutsche Tonspur liegen in einer DTS HD MA 5.1-Fassung vor. Dabei ist die Abmischung von Dialog und Hintergrundgeräuschen nicht ganz optimal ausgefallen, da die Gespräche etwas zu leise sind und man bei reinen Dialogsequenzen den Ton hochstellen muss. Wenn sich der Zuschauer damit abfindet, gibt es zumindest eine sehr ordentliche, dynamische Präsentation von atmosphärischen Geräuschen und Score. Große Effekte sind aber nicht zu hören.

3 von 5 Punkten

Extras: Die sechs ordentlichen Featurettes (34 Minuten) sind der zentrale Punkt der Extras. Einige Deleted Scenes (5 Minuten), ein Alternatives Ende (2 Minuten) und ein paar Trailer sind ergänzend bei den Bonusmaterialien zu finden.

3,5 von 5 Punkten

Gesamt: 3,5 von 5 Punkten


Quelle: Universum Film, YouTube

Broken City

Originaltitel:Broken City
Regie:Allen Hughes
Darsteller: Mark Wahlberg, Russell Crowe, Catherine Zeta-Jones
Genre:Thriller
Produktionsland/-jahr:USA, 2013
Verleih:Universum Film
Länge:109 Minuten
FSK:ab 12 Jahren
Offizielle Homepage zum Film:Der Internetauftritt von "Broken City"

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