Review: The Mortuary – Jeder Tod hat eine Geschichte (Kino)

Das Hauptplakat von "The Mortuary – Jeder Tod hat eine Geschichte" (© Capelight Pictures)

Das Hauptplakat von „The Mortuary – Jeder Tod hat eine Geschichte“ (© Capelight Pictures)

Inhalt: Wenn in Raven’s End jemand verstirbt, landet die Person im Institut des exzentrischen Bestatters Montgomery Dark (Clancy Brown, „Homefront“). Der kümmert sich hingebungsvoll darum, dass die Geschichten der Toten erzählt werden können, ehe sie zur letzten Ruhe gebettet werden. Während sich viele Anwohner vor dem älteren Herrn gruseln, würde die Mittzwanzigerin Sam (Caitlin Fisher) liebend gern die ausgeschriebene Stelle als Aushilfe bei ihm antreten. Beim Kennenlernen lauscht sie gespannt den Erzählungen von Montgomery, in denen es unter anderem um einen Womanizer in Nöten (Jacob Elordi) und eine schwer kranke Frau (Sarah Hay, „Flesh and Bone“) geht.

 

Kritik: Kurze, pointierte Horrorgeschichten im Stil von Lagerfeuer-Gruselstorys sind im TV dank Kult-Produktionen wie „Geschichten aus der Gruft“ Stammgast. Aber auch im Kino gab es über die Jahrzehnte immer wieder thematisch gestaffelte Horror-Anthologien wie „Geschichten, die zum Wahnsinn führen – Tales That Witness Madness“, „H.P. Lovecrafts Necronomicon“ oder zuletzt der auf ein jüngeres Publikum abgestimmte „Scary Stories To Tell In The Dark“. „The Mortuary – Jeder Tod hat eine Geschichte“ von Autor und Regisseur Ryan Spindell fokussiert sich dabei eher auf erwachsene Zuschauer. Dabei gelingt ihm ein Kunststück, das längst nicht alle Macher von derartigem Horror für sich beanspruchen können: Seine Kurz-Stories sind spannend, abwechslungsreich und passen gut zusammen, ohne qualitativen Verschnitt zu liefern.

 

Die Party ist bald am Ende (© Capelight Pictures)

Die Party ist bald am Ende (© Capelight Pictures)

Das Zentrum des Geschehens ist natürlich das atmosphärische Bestattungsinstitut, in der ein wunderbar diabolischer Clancy Brown die aufgeweckt-sympathische Caitlin Fisher in die Welt des Morbiden einführt. Mit einer knappen, aber effektiven Geschichte, in der Emma (Christine Kilmer) in einem Badezimmer dem Horror begegnet, gelingt ein cleverer Einstieg. Es folgt der wohl unterhaltsamste Part mit einer extrem skurrilen, blutigen Geschichte rund um das Thema „Safer Sex“, in der Shootingstar Jacob Elordi in einer Stammrolle als schmieriger Aufreißer-Typ eine nachhaltige Lektion erteilt bekommt.

Die nachfolgende Episode geht eher in die Richtung tragischer Gothic-Horror. Während ein entnervter Ehemann (Barak Hardley) überlegt, seine schwerkranke Ehefrau (Sarah Hay) von ihrem Leid zu erlösen, liefert „The Mortuary“ bitterböses Gänsehautkino. Auch die abschließende Story, die sich als fintenreiche Hommage ans Slasherkino entpuppt, reiht sich nahtlos ein und führt den Film zu einem runden Ende. Während der Laufzeit punktet Spindell immer wieder mit kleinen Easter Eggs, die das Geschehen zusammenhalten und für nette Besonderheiten sorgen.

Schlussendlich ist „The Mortuary – Jeder Tod hat eine Geschichte“ eine absolut positive Überraschung. Mit sichtlicher Liebe für das Genre wurde ein smarter, gruseliger, blutiger und extrem unterhaltsamer Episodenfilm entwickelt, der hoffentlich seine Fans findet.

4 von 5 Punkten

Der Film ist ab dem 26.02.2021 auf DVD, Blu-ray, 4K-UHD und digital erhältlich.


Quelle: Capelight Pictures, LeinwandreporterTV, YouTube

The Mortuary - Jeder Tod hat eine Geschichte

Originaltitel:The Mortuary Collection
Regie:Ryan Spindell
Sprecher:Clancy Brown, Caitlin Custer, Christine Kilmer
Genre:Horror, Episodenfilm
Produktionsland/-jahr:USA, 2019
Verleih:Capelight Pictures
Länge:108 Minuten
FSK:ab 16 Jahren
Kinostart:22.10.2020

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Capelight Pictures

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 23.02.2021
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