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Review: Rogue Hunter (Blu-ray)

Das Blu-ray-Cover von "Rogue Hunter" (© 2021 SquareOne Entertainment)

Das Blu-ray-Cover von „Rogue Hunter“ (© 2021 SquareOne Entertainment)

Inhalt: Ein Söldner-Trupp um die routinierte Samantha O’Hara (Megan Fox, „Teenage Mutant Ninja Turtles“) wird nach Afrika geschickt, um Asilia Wilson (Jessica Sutton), die Tochter eines hochrangigen Politikers, aus den Händen von Entführern zu befreien. Erst vor Ort stellt sich heraus, dass der gefürchtete Terrorist Zalaam (Adam Deacon, „Babylon“) hinter dem Kidnapping steckt. Trotz schwerer Verluste gelingt es, Asilia und zwei weitere Geiseln aus dem Lager zu retten. Nahezu ohne Munition muss die Truppe vor einem übermächtigen Gegner fliehen, sich verschanzen und auf die Ankunft des Extraktions-Teams warten. Gerade an einem leerstehenden Bauernhof angekommen, wartet schon das nächste Problem: Eine hungrige Löwin hat sich in dem Unterschlupf einquartiert und gewaltigen Hunger auf Söldner.

 

Kritik: Action für Erwachsene, in der sich Söldner und Terroristen gegenseitig verhackstücken und es dabei auch noch mit einer wirklich aggressiven Löwin zu tun bekommen. So weit, so einfach die Prämisse des neuen Films von MJ Bassett („Silent Hill Revelation“). Wie niedrig der Spaßfaktor wird, lässt sich aber schon im ersten Feuergefecht erahnen. Der Film ist laut, hektisch und chaotisch, was durch Klischee-Dialoge und unsympathische, skizzenhafte Figuren noch verstärkt wird. Schon früh werden die unterentwickelten Charaktere möglichst boshaft und blutig (aber ohne jede Fun-Splatter-Kreativität) in den Vorruhestand geschickt, was zum Zentrum des emotions- und spannungslosen Geschehens mutiert.

Samantha in rabiater Rettungsmission (© 2021 SquareOne Entertainment)

Samantha in rabiater Rettungsmission (© 2021 SquareOne Entertainment)

Wenn der Film dann einmal probiert, etwas Tiefgang zu entwickeln, sind das schwache Drehbuch, die bestenfalls passablen Schauspieler und der zynische Grundton des Films dazu in der Lage, jedes aufkeimende Handlungs-Pflänzchen im Keim zu ersticken. Hier und da rutscht „Rogue Hunter“ dann sogar ins bizarre Territorium: Einen Spitzenplatz nimmt dabei sicherlich ein sinnfreier Running Gag rund um „Everybody (Backstreet’s Back)“ von den Backstreet Boys ein. Die Entscheidung diesem aus tiefstem Herzen fiesen Film eine Ökobotschaft anzutackern, wirkt opportunistisch und deplatziert – sorgt aber noch für ein paar kuriose Momente. Wenn das Budget nicht ausreicht, einen überzeugenden CGI-Löwen zu bauen, kann man durchaus mit Schatten und Andeutungen arbeiten. Hier scheint man stolz auf die animierte Monstrosität auf PS3-Niveau zu sein, weshalb die Löwin immer wieder in voller Pracht zu sehen ist.

Dann bleibt auch noch die Besetzung der Hauptrolle. Allein die Vorstellung, dass mehrere Menschen in einem Raum saßen und sich für Ex-Sexsymbol Megan Fox als knallharte Söldnerin ausgesprochen haben, wirkt unglaublich (hatte Paris Hilton keine Zeit?). Das Endergebnis wirkt entsprechend: Fox ist aufgrund von Schönheits-Operationen kaum noch dazu in der Lage, ihr Gesicht zu bewegen. Ihr Zeilenvortrag wirkt gelangweilt und monoton. Fehlende Physis und perfekt gestylte Haare sowie Make-Up runden eine der spektakulärsten Fehlbesetzungen der letzten Zeit ab. Sie sticht aber unter einem schwachen Cast nicht einmal negativ hervor.

Selbst wenn „Rogue Hunter“ rein qualitativ nicht einmal der übelste Action-Trash ist, der in letzter Zeit zu erleben war, verdient sich das Gezeigte schon fast das Prädikat „unansehbar“. Stumpf, zynisch und hölzern stolpert der Film mitsamt Protagonistin Megan Fox durch seine uninspirierte Handlung, leistet sich dabei immer wieder skurrile Aussetzer und gipfelt in einer Ökobotschaft, die im Kontext des Films schlicht anmaßend wirkt.

Diese Jungs mögen keine gestohlenen Geiseln (© 2021 SquareOne Entertainment)

Diese Jungs mögen keine gestohlenen Geiseln (© 2021 SquareOne Entertainment)

Der Film ist ab dem 05.03.2021 auf DVD, Blu-ray und digital erhältlich.

1 von 5 Punkten

 

Bild: In den gut beleuchteten Tagesszenen wird ein scharfes und detailreiches Bild geboten. Auch in den dunkleren Szenen gibt es zumindest ordentliche Werte. Das hat auch zur Folge, dass die lächerlich aussehenden CGI-Löwen zur vollen Entfaltung kommen. Die meist warmen Farben passen zur Szenerie. Kontraste und Schwarzwert lassen auch keine großen Probleme erkennen. Leichtes Rauschen und gelegentliches Banding stören nur bedingt.

4 von 5 Punkten

Ton: Der deutsche und der englische DTS-HD MA 5.1-Ton bieten solide Kost. Abzüge gibt es für die schwachbrüstigen Explosionen. Die Schusswechsel klingen dafür recht satt. Dabei sind die Dialoge immer verständlich und deutlich priorisiert. Hintergrundgeräusche aus der Prärie und musikalische Untermalung sorgen für ein wenig räumliche Aktivität.

3,5 von 5 Punkten

Extras: Zwei Audiokommentare, Interviews mit Cast und Crew (insgesamt 49 Minuten) sowie einige Trailer komplettieren die Blu-ray.

3,5 von 5 Punkten

Gesamt: 2,5 von 5 Punkten


Quelle: SquareOne Entertainment, YouTube

Rogue Hunter

Originaltitel:Rogue
Regie:M.J. Bassett
Darsteller:Megan Fox, Philip Winchester, Greg Kriek
Genre:Action
Produktionsland/-jahr:USA, 2020
Verleih:SquareOne Entertainment
Länge:107 Minuten
FSK:ab 18 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Leonine

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 05.03.2021
Review: Rogue Hunter (Blu-ray)

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