Review: The Prodigy (Kino)

Das Hauptplakat von "The Prodigy" (© Splendid Film)

Das Hauptplakat von “The Prodigy” (© Splendid Film)

Inhalt: Der kleine Miles (Jackson Robert Scott, „ES“) ist ein hochbegabter und freundlicher Junge. Seine Eltern Sarah (Taylor Schilling, „Orange Is The New Black“) und John Blume (Peter Mooney) könnten nicht stolzer sein. Doch in letzter Zeit beginnt Miles, sich immer mehr zu verändern. Er wirkt verschlossen, unberechenbar und wird regelmäßig aggressiv. Die Ärzte sind ratlos, bis Dr. Jacobson (Colm Feore, „Jack Ryan – Shadow Recruit“) mit einer abstrusen Idee auf Sarah zukommt: Er forscht zu Wiedergeburt und ist sich sicher, dass die Seele eines bösen Menschen im Körper von Miles gelandet ist und immer mehr die Kontrolle übernimmt. Natürlich reagiert die Mutter zunächst ungläubig. Als sie dann aber ein paar Parallelen im Verhalten ihres Sohnes zu einem älteren Serienmörder-Fall entdeckt, wird die Situation wirklich gefährlich.

Kritik: Im Jahr 2012 gelang Nicholas McCarthy mit seinem Erstlingswerk „The Pact“ ein durchaus ordentlicher Einstieg ins Genre-Kino. Der konfuse Nachfolger „At the Devil’s Door“ konnte da zu keiner Zeit anknüpfen. Auch mit „The Prodigy“ bleibt er dem Horror-Genre treu. Ein atmosphärisch fieser Trailer versprach eine gelungene Abwechslung im kaum noch überzeugenden Besessenheits-Grusel. Tatsächlich gelingt es auch in ein paar (größtenteils bereits im Trailer verwendeten) Szenen, diese Erwartungen zu erfüllen. Leider reicht das aber nicht aus, um einen ansonsten ziemlich generischen Film zu retten. So bedient sich die Geschichte bei bekannten Vorbildern und anderweitigen Genre-Hits von „Chucky“ bis „A Quiet Place“, ohne wirkliche Neuerungen zu bringen. Die handwerkliche Umsetzung ist zumeist kompetent, was diesen Film aber zu selten gruselig macht.

Noch attackiert Miles nur einen Kürbis (© Splendid Film)

Noch attackiert Miles nur einen Kürbis (© Splendid Film)

Gerade in der Schlussphase tun sich ein paar (offensichtliche) Möglichkeiten auf, einen interessanten eigenen Weg zu gehen. Leider entscheidet man sich regelmäßig, in bekannten Fahrwassern zu bleiben. Dabei werden ein paar Klischees bedient, die an der Grenze zur unfreiwilligen Komik stehen. Dafür wird bei den Darstellern überdurchschnittliches Subgenre-Niveau geboten. Gerade der junge Jackson Robert Scott macht hier auf sich aufmerksam. Als aufgeweckt-diabolischer Miles ist er sicherlich eines der stärkeren Teufelskinder der letzten Zeit. Die vielfach preisgekrönte Taylor Schilling macht als besorgte Mutter das, was im Rahmen des Skripts möglich ist. Auch Routinier Colm Feore fügt sich als eigenartiger Psychiater gut in das Geschehen ein.

Obwohl es sicherlich schon weit schwächere Werke in diesem Bereich des Horror-Kinos gegeben hat, ist „The Prodigy“ doch eine ziemliche Enttäuschung. Viel zu selten nutzt der Film die sich bietenden Möglichkeiten wirklich aus, was zu einem überzeugend besetzten, aber ziemlich zahmen und konventionellen Genre-Beitrag führt.

2,5 von 5 Punkten


Quelle: Splendid Film, LeinwandreporterTV,YouTube

The Prodigy

Originaltitel:The Prodigy
Regie:Nicholas McCarthy, Tara Farney
Darsteller:Taylor Schilling, Jackson Robert Scott, Colm Feore
Genre:Horror
Produktionsland/-jahr:USA, 2018
Verleih:Splendid Film
Länge:92 Minuten
FSK:ab 16 Jahren
Kinostart:07.02.2019

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Splendid Film

Verfasst von Thomas.

 

Zuletzt geändert am 07.02.2019
Review: The Prodigy (Kino)

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