Review: The Female Brain (DVD)

Das DVD-Cover von "The Female Brain" (© EuroVideo)

Das DVD-Cover von “The Female Brain” (© EuroVideo)

Inhalt: Wie ticken Männer und Frauen eigentlich wirklich? Auf diesen weltweit oft gestellte Frage will Wissenschaftlerin Julia Brizendine (Whitney Cummings) eine allgemeingültige Antwort finden. Platz für hormongesteuerte Romanzen gibt es in ihrem Leben – trotz massiver Proteste ihrer Assistentin Abby (Beanie Feldstein, „Lady Bird“) – nicht. Kann sie der charismatische Kevin (Toby Kebbell, „The Hurricane Heist“), der sie bei einer Studie kennen gelernt hat, zum Umdenken bewegen?

Währenddessen haben Karrierefrau Zoe (Cecily Strong, „Ghostbusters“) und Basketball-Profi Greg (Blake Griffin) schon kurz nach ihrer Hochzeit damit zu kämpfen, wegen einer Knieverletzung von Greg andauernd aufeinander zu hängen. Außerdem fühlt sich der Mann des Hauses in seinem Stolz verletzt, da Zoe darauf besteht, ihr eigenes Geld zu verdienen. Lisa (Sofia Vergara, „Wild Card“) und Steven (Deon Cole) sind krampfhaft bemüht, frischen Wind in ihre Ehe zu bringen. Doch was kann helfen, die beiden aus ihrem Alltagstrott zu reißen? Lexi (Lucy Punch, „Into the Woods“) und Adam (James Marsden, „The Loft“) sind noch nicht verheiratet. Doch ihre angestrengten Versuche, den gemütlichen Adam nach ihren Wünschen zu optimieren, sorgen für Zündstoff. Gar nicht so leicht, zwei Geschlechter unter einen Hut zu bekommen.

 

Kritik: Im Jahr 2006 hatte die Neuropsychologin Louann Brizendine mit „The Female Brain“ ein Buch über weibliche Verhaltensmuster veröffentlicht. Vier Jahre danach folgte dann das männliche Gegenstück „The Male Brain“. Komikerin Whitney Cummings, die vor allem als Showrunnerin der langlebigen Comedy-Serie „2 Broke Girls“ bekannt wurde, hat nun Brizendines Erstlingswerk als Grundlage für ihr Regiedebüt genommen. Herausgekommen ist ein qualitativ ziemlich schwankender Episodenfilm, der sein pseudowissenschaftliches Spiel mit Geschlechter-Klischees nur gelegentlich zu wirklich treffsicherem Humor nutzen kann. So wirken die Zwischen-Infos, in denen das weibliche Verhalten anhand von Hirnfunktionen erklärt wird, wie dramaturgische Bremsklötze, sind aber auch nur vereinzelt interessant genug, um diese Vorgehensweise zu rechtfertigen.

Julia und ihr heiß geliebtes Gehirn (© EuroVideo)

Julia und ihr heiß geliebtes Gehirn (© EuroVideo)

Der Unterhaltungswert der verschiedenen Geschichten ist sehr von der Ausarbeitung der verschiedenen Figuren abhängig. Ausgerechnet die von Whitney Cummings selbst verkörperte Julia Brizendine – die natürlich ein Alter Ego für die Romanautorin sein soll – entpuppt sich als ziemlich schwer erträglich. Als auf Zahlen und Fakten beschränkter Nerd mit trauriger Vergangenheit ist diese Figur zu herablassend und anstrengend, um ihr wirklich eine erfolgreiche Läuterung zu wünschen. Da funktionieren Beanie Feldstein als Assistentin, die für jede Lebenslage die richtige Pille hat, und Toby Kebbell als cooler Verführer, der ein Auge auf Julia geworfen hat, deutlich besser. Insbesondere Feldstein kann für ein paar amüsante Momente sorgen.

Die Geschichte um Sofia Vergara und Deon Cole, die dringend neues Feuer in eine erlahmte Beziehung bringen wollen, entpuppt sich als harmloser Blödsinn, der weder ärgerlich, noch wirklich lustig ist. Bei der Storyline um James Marsden und Lucy Punch, die sich mit Kontrollzwang auseinandersetzt, halten sich herzliche Momente und ziemlich nervige Fehlschläge die Wage. Als überraschendes Highlight entpuppt sich die Paarung von „Saturday Night Live“-Komikerin Cecily Strong und Basketball-Superstar Blake Griffin. Selbst wenn auch hier nicht jeder Witz sitzt, sorgen eine gute Chemie und das komische Timing der beiden Darsteller dafür, dass ihre Geschichte die deutlich meisten Lacher auf sich vereinigt.

Wer gehofft hat, aus „The Female Brain“ große Erkenntnisse für die Zukunft ziehen zu können, wird wohl eher nicht fündig. Das passable Regie-Debüt von Whitney Cummings ist eine eher laue Beziehungskomödie, die mit den typischen Problemen von Episodenfilmen zu kämpfen hat. Immerhin gelingen insgesamt genug nette Momente, um den Film auf ein absolut ansehbares Level zu bringen.

Der Film ist ab dem 01.11.2018 auf DVD und seit dem 12.10.2018 als VOD erhältlich.

2,5 von 5 Punkten

Da nicht die DVD gesichtet wurde, ist keine Aussage zu Bild, Ton und Extras möglich.


Quelle: EuroVideo, LeinwandreporterTV,YouTube

The Female Brain - Warum Frauen anders sind als Männer

Originaltitel:The Female Brain
Regie:Whitney Cummings
Darsteller:Sofia Vergara, Cecily Strong, Whitney Cummings, James Marsden, Toby Kebbell, Beanie Feldstein
Genre:Komödie
Produktionsland/-jahr:USA, 2017
Verleih:EuroVideo
Länge:96 Minuten
FSK:ab 6 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von EuroVideo

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 01.11.2018
Review: The Female Brain (DVD)

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