Review: Lost in Space Staffel 1

Das Hauptplakat von "Lost in Space" (© Netflix)

Das Hauptplakat von “Lost in Space” (© Netflix)

Inhalt: Die klimatischen Zustände auf der Erde sind derart unberechenbar geworden, dass der Planet kurz davor steht, unbewohnbar zu werden. Deswegen wurde nach langer Forschung ein Ort gefunden, auf den ein kleiner Teil der Menschen umsiedeln kann. In schwierigen Tests konnte man sich qualifizieren, zu den ersten Personen zu gehören, die auf einem anderen Planeten ein neues Leben beginnen. Das Ehepaar Joh (Toby Stephens) und Maureen Robinson (Molly Parker, „Deadwood“) darf mit ihren Kindern Judy (Taylor Russell, „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“), Penny (Mina Sundwall, „Maggies Plan“) und Will (Max Jenkins, „Das Glück des Augenblicks“) diese Reise antreten. Doch auf dem Flug kommt es zu einem Zwischenfall, bei dem das Schiff der Familie von der Hauptstation getrennt wird und Lichtjahre vom eigentlich Ziel entfernt auf einer fremden Welt notlanden muss.

Die manipulative und undurchsichtige Dr. Smith (Parker Posey) und der wortgewandte, aber herzensgute Don West (Ignacio Serricchio) sind ebenfalls gezwungen, am gleichen Ort zu landen. Tatsächlich entpuppt sich der Planet als bewohnbar. Dafür gibt es ganz andere Probleme, weswegen der Aufenthalt zeitlich begrenzt sein sollte. Gemeinsam mit einem ebenfalls gestrandeten Alien-Roboter beginnen die Robinsons, die Fortsetzung ihrer Reise zu planen.

Kritik: Zwischen 1965 und 1968 musste die Familie Robinson schon einmal in „Verschollen zwischen fremden Welten“ mühevoll an der Reise zu dem neuen Heimat-Planeten arbeiten. Die Serie wurde schnell zum Kult. 1998 gab es dann einen eher verzichtbaren Kinofilm „Lost in Space“, in dem die Geschichte wieder aufgegriffen wurde. Nun hat sich Netflix daran gemacht, ein Update in Serienform zu produzieren. Diese erste Staffel bildet mit zehn Episoden den Auftakt. Schnell entwickelt sich handwerklich überzeugende Science Fiction-Unterhaltung mit sympathischen Charakteren. Dabei fühlt sich das Konzept – was in Anbetracht der Vorlage nur bedingt verwundern dürfte – stellenweise etwas altbacken an. Statt eine wirklich komplexe Geschichte aufzubauen, beschränkt sich auch die neue Version zu großen Teilen darauf, die Robinsons jede Episode gegen ein Monster/Problem der Woche antreten zu lassen.

Die Robinsons stecken mal wieder in Schwierigkeiten (© Netflix)

Die Robinsons stecken mal wieder in Schwierigkeiten (© Netflix)

So ist die Serie deutlich einfacher aufgebaut, als es viele Zuschauer von (gehobenen) aktuellen Produktionen gewohnt sind. Dennoch bieten Familien-Dynamik und menschliche sowie außerirdische Gegenspieler genug Qualität, um relativ konstant für Kurzweil zu sorgen. Darstellerisch zeigt die Neuauflage von „Lost in Space“ durchgängig mindestens ordentliches Niveau. Gerade Serien-Veteranin Molly Parker holt wieder einmal alles aus ihrer Rolle als strenge, umsichtige Mutter und herausragende Ingenieurin. Toby Stephens hat als etwas distanzierter Vater, der erst langsam wieder den Kontakt zur Familie aufbauen muss, auch vorwiegend starke Momente. Die Jungdarsteller Taylor Russell als taffe Judy, Mina Sundwall als sarkastische Penny und Max Jenkins als sensibler Will liefern vorwiegend gute Leistungen.

Da Dr. Smith für diese Neuauflage das Geschlecht gewechselt hat, darf Parker Posey ihre größte Rolle seit längerer Zeit spielen. Als kompromisslose Überlebenskünstlerin hinterlässt sie einen soliden Eindruck. Ähnliches gilt für Ignacio Serricchio, der mit Don West eine Art Han Solo-Typen gibt. Nebendarsteller wie Raza Jaffrey reihen sich ein, ohne dabei groß aufzufallen.

Ob es ein Reboot von „Lost in Space“ wirklich gebraucht hätte, soll jeder Zuschauer mit sich selbst ausmachen. Davon abgesehen wird in diesem ersten Jahr konstante, kurzweilige Science Fiction geboten. Obwohl der Produktion ein wenig die Besonderheiten abgehen, reicht es aus, um nicht nur Nostalgiker beständig zu unterhalten.

Die erste Staffel der Serie ist ab dem 13.04.2018 im Programm von Netflix zu sehen.

3,5 von 5 Punkten


Quelle: Netflix, YouTube

Lost in Space – Verschollen zwischen fremden Welten: Staffel 1

Originaltitel:Lost In Space: Season 1
Showrunner:Irwin Allen, Matt Sazama, Burk Sharpless
Darsteller:Mina Sundwall, Molly Parker, Toby Stephens
Genre:Science Fiction-Serie
Produktionsland/-jahr:USA, 2018
Verleih:Netflix
Länge:10 x 55 Minuten
FSK:ab 6 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Netflix

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 12.04.2018
Review: Lost in Space Staffel 1

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