Review: Dead Rising – Endgame (Blu-ray)

Das Blu-ray-Cover von "Dead Rising: Endgame" (© Polyband)

Das Blu-ray-Cover von „Dead Rising: Endgame“ (© Polyband)

Inhalt: Nur mit sehr viel Glück ist der Journalist Chase Carter (Jesse Metcalfe) den Zombies in East Mission City entkommen. Nun setzt er alles daran, die Verschwörung rund um den skrupellosen General Lyons (Dennis Haysbert, „Sin City 2 – A Dame To Kill For“) aufzudecken. Dafür muss er aber zurück in die Sperrzone. Gemeinsam mit seiner Freundin Sandy (Marie Avgeropoulus, „50/50 – Freunde fürs (Über)Leben“) und dem Insider Hancock (Ian Tracey, „Bates Motel“) begibt er sich wieder unter die Untoten. Dabei müssen sie sich auch gegen Widersacher zur Wehr setzen, die noch sehr lebendig sind. Doch nicht nur die Suche nach der Wahrheit spielt eine Rolle, da Jordan (Keegan Connor Tracey) immer noch vermisst wird.

Kritik: Für die hartgesottenen Gamer ist „Dead Rising“ seit Jahren ein Begriff. Das postapokalyptische Action-Horrorspiel ist ebenso erfolgreich wie brutal und wurde bereits vor einiger Zeit hier in Deutschland auf den Index gesetzt. Verhältnismäßig moderat (aber immer noch im FSK 18-Bereich) ging es hingegen in der ersten Verfilmung „Dead Rising: Watchtower“ zu, die im Jahr 2015 veröffentlicht wurde. Auch ansonsten waren die Verbindungen zwischen Film und Spiel eher gering. Dennoch gab es für Genre-Fans durchaus brauchbare Zombie-Action zu sehen, weswegen auch diese Fortsetzung, bei der Serien-Regisseur Pat Williams das Ruder übernahm, schnell grünes Licht bekam. Auch hier ist das Endergebnis durchaus passabel. Schon in der Anfangsphase fällt auf, dass weder die Charaktere noch die politisch angehauchte Handlung groß in Erinnerung bleiben werden. Es geht darum, Zombies mit kreativen Waffen zu entleiben und das ist auch vollkommen okay so.

Liebe Zombies, wenn ihr diese Zeitgenossen seht: Lauft! (© Polyband)

Liebe Zombies, wenn ihr diese Zeitgenossen seht: Lauft! (© Polyband)

Wenn die längere Einleitungsphase – die dann doch eher trashig wirkt – überstanden ist und die Figuren nicht mehr den Fehler machen, zu viel zu reden, wird der Film unterhaltsam. Aber selbst in seinen schwächeren Phasen erreicht „Dead Rising: Endgame“ nur selten ein Niveau, welches die meisten von Videospielverfilmungen gewöhnt sind (= unterirdisch). Dennoch sind es Sequenzen wie eine Zombie-Hatz in einer Garage oder auf einer Rolltreppe, die vom Film in Erinnerung bleiben. Darstellerisch wird wohl kaum jemand hier in Verdrückung kommen, sich den Tag der nächsten Oscar-Verleihung freinehmen zu müssen. „Desperate Housewives“-Schwarm Jesse Metcalfe kehrt als investigativer und schlagkräftiger Journalist zurück und liefert einen soliden Part. Ähnliches gilt für Marie Avgeropoulos, die zwar nicht unbedingt wie eine Hackerin wirkt, aber dafür deutlich besser für Action-Unterhaltung zu gebrauchen ist. Neu dabei ist Ian Tracey, der als zwielichtiger George Hancock zumindest etwas Charisma mitbringt. Dennis Haysbert spielt mit General Lyons eine Paraderolle, für die er nicht das komplette Repertoire abrufen muss. Kaum im Film zu sehen, aber dafür mit größter Spielfreude taucht Billy Zane auf. Als vollkommen durchgeknallter und überdrehter Wissenschaftler gehört ihm der netteste Part im Film.

Wenn die Vorzeichen betrachtet werden, ist „Dead Rising: Endgame“sogar eine ziemlich positive Überraschung. Für ein auf die Schnelle produziertes Direct to DVD-Sequel einer Videospiel-Adaption gibt es weit mehr wie erwartet. Wenn dann erst einmal die semi-interessanten Charaktere und die leicht verdauliche Hintergrundgeschichte Platz für die erhoffte Zombie-Action machen, ist der Film ordentliches Genre-Fastfood, das von einem schrägen Auftritt von Billy Zane abgerundet wird.

Wer hat noch nicht? Wer will noch mal? (© Polyband)

Wer hat noch nicht? Wer will noch mal? (© Polyband)

Der Film ist ab dem 25.11.2016 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

3 von 5 Punkten

Bild: Der Look des Filmes ist einigermaßen ordentlich ausgefallen. Schärfe und Detaildarstellung sind bei den Außenaufnahmen zumeist gut, auch wenn sehr helle Töne ein wenig überstrahlen. Bei den dunkleren Sequenzen geht aufgrund nicht ganz ideal abgestimmter Kontraste hier und da etwas verloren. Der Schwarzwert ist dafür wieder ziemlich zufriedenstellend. Manchmal gibt es ein wenig Bildrauschen. Insgesamt sind die Aufnahmen aber recht sauber und ruhig.

3,5 von 5 Punkten

Ton: Beim deutschen und englischen DTS-HD MA 5.1-Ton gibt es reichlich Aktivität zu bewundern. Neben den immer gut verständlichen Dialogen ist der Film primär ein Action-Film. Das Stöhnen und Trampeln der nahenden Zombiehorden wird ebenso gut auf die äußeren Boxen verteilt wie der Score. Wenn Bässe gefordert sind, wird hier auch gut – nicht übersteuernde – Qualität geboten. Für einen Low Budget-Film ein wirklich ansprechendes Ergebnis.

4 von 5 Punkten

Extras: Die Featurettes „From Game to Screen“ (3 Minuten), „Making the Weapons“ (1 Minute), „Bringing Zombies to Life“ (1 Minute), „Lights, Zombies, Action!“ (1 Minute), „Who Is Chase Carter“ (1 Minute), „Who Is Jill Ekland?“ (1 Minute), „Who Is Jordan Blair?“ (1 Minute) und „Who Is Sandra Lowe?“ (1 Minute) geben kurz angerissene Blicke hinter die Kulissen. Dazu sind noch ein paar Trailer als Bonus auf der Blu-ray.

2 von 5 Punkten

Gesamt: 3 von 5 Punkten


Quelle: Polyband, YouTube

Dead Rising: Endgame

Originaltitel:Dead Rising: Endgame
Regie:Pat Williams
Darsteller: Jesse Metcalfe, Keegan Connor Tracy, Jessica Harmon
Genre:Horror, Action
Produktionsland/-jahr:USA, 2016
Verleih:Polyband
Länge:96 Minuten
FSK:ab 18 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 25.11.2016
Review: Dead Rising – Endgame

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