Fantasy Filmfest Nights: The Guest (Kino)

Das Blu-ray-Cover von "The Guest" (Quelle: Splendid Film)

Das Blu-ray-Cover von “The Guest” (Quelle: Splendid Film)

Inhalt: Der Tod ihres ältesten Sohns, der im Krieg gefallen ist, hat die Familie Peterson in ein tiefes Loch gestürzt. Während Tochter Anna (Maika Monroe, „It Follows“) und ihr kleiner Bruder Luke (Brendan Meyer) langsam wieder in den Alltag finden, sind Mutter Laura (Sheila Kelley) und Vater Spencer (Leland Orser, „96 Hours“) immer noch traumatisiert. Eines Tages steht David (Dan Stevens, „Downtown Abbey“) vor der Tür der Petersons. Er erzählt, dass er mit dem Verstorbenen befreundet gewesen ist und auch an seinem Todestag dabei war. Laura bietet ihm sofort einen Platz zum übernachten an, bis der Kriegsheimkehrer wieder auf die eigenen Beine kommt. Schon bald sind die Eltern von dem höflichen jungen Mann begeistert, der außerdem Luke beim Stress mit Schulkameraden hilft und für Anna zur gern gesehenen Party-Begleitung wird. Als dann aber einige blutige Ereignisse im Umfeld der Petersons geschehen, dämmert es zuerst Anna, dass David nicht der ist, der er vorgibt zu sein.

Kritik: Vor zwei Jahren war Adam Wingard mit dem augenzwinkernden Home Invasion-Film „You’re next“ ein erfrischender Hit im Horror-Genre gelungen. Für sein neues Werk geht es in ähnlich positive Sphären. „The Guest“ ist charmant, ausgesprochen ironisch und knackig brutal. Dabei lebt der Film von dem Auftritt von Dan Stevens, der vor Spielfreude sprüht und sich hinter der Coolness eines Ryan Gosling nicht verstecken muss. An seiner Seite gelingt es vor allem der jungen Maika Monroe, sich nachhaltig für einen Platz im Rampenlicht Hollywoods zu bewerben. Routiniers wie Lance Reddick („The Wire“) und Leland Orser passen sich mit souveränen Leistungen an.

Anna und Luke in unbequemer Umgebung (Quelle: Splendid Film)

Anna und Luke in unbequemer Umgebung (Quelle: Splendid Film)

Wirklich beeindruckend ist auch die Stilsicherheit, mit der Wingard den Film inszeniert. „The Guest“ sieht fantastisch aus und mixt fast hypnotische Farben mit einem typischen 80er-Jahre-Action-Look. Trotz (oder gerade wegen) einer recht eingeschränkten Story ist der Film unglaublich unterhaltsam. Mit starken, gut getimeten Sprüchen und rabiater Action hat der Film bis zu seinem wunderbar überdrehten Finale kein Gramm Fett zu viel. Ein Film muss nicht immer Tiefgang haben, um in vollem Maß zu überzeugen. Der äußerst kurzweilige „The Guest“ legt im Verlauf immer mehr an Tempo zu und wird mit seinen unverbrauchten Hauptdarstellern zu einem spaßigen Geheimtipp für Genre-Fans.

4 von 5 Punkten

Der Film ist ab dem 24.04.2015 auf DVD und Blu-ray erhältlich. Da der Film auf den Fantasy Filmfest Nights gesichtet wurde, sind keine Aussagen zu Bild, Ton und Extras möglich.




Quelle: Splendid Film, YouTube

The Guest

Originaltitel:The Guest
Regie:Adam Wingard
Darsteller:Dan Stevens, Maika Monroe, Leland Orser, Lance Reddick
Genre:Action-Thriller
Produktionsland/-jahr:USA, 2014
Verleih:Splendid Film
Länge:100 Minuten
FSK:ab 18 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 17.03.2015
Fantasy Filmfest Nights: The Guest (Kino)

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