Review: Star Trek Into Darkness (Kino)

Das Plakat von "Star Trek Into Darkness" (Quelle: Paramount Pictures Germany)

Das Plakat von „Star Trek Into Darkness“ (Quelle: Paramount Pictures Germany)

Inhalt: Die Besatzung der „Enterprise“ ist wieder einmal auf einer Observierungsmission durchs All unterwegs. Sie haben einen Hauptleitsatz an den sie sich immer zu halten haben: Niemals in die Angelegenheiten anderer Kulturen und Spezies einmischen. Dagegen verstoßen sie massiv, als sich Spock (Zachary Quinto, „Der große Crash – Margin Call“) auf einen brodelnden Vulkan bringen lässt, um den Planeten Nibiru zu retten. In letzter Sekunde kann Kirk (Chris Pine, „Das gibt Ärger“) ihn retten, greift aber durch die Offenbarung der „Enterprise“ massiv in die Evolution der rückständigen Spezies ein. Auf der Erde muss Kirk die Verantwortung übernehmen: Admiral Pike (Bruce Greenwood, „The Place Beyond the Pines“) entzieht ihm das Kommando seines Schiffes und degradiert ihn zum Ersten Offizier. Doch dann geschieht ein fürchterlicher Terroranschlag in London, der alles verändert. Hinter der Attacke steckt der ehemalige Sternenflotten-Offizier John Harrison (Benedict Cumberbatch, „Dame, König, As, Spion“), der sich daraufhin in klingonisches Territorium zurückzieht. Kirk holt sich sein Kommando zurück und eröffnet die Jagd auf Harrison, dessen Beweggründe sich erst nach und nach offenbaren.

Kritik: Im Jahr 2009 hatte Star-Regisseur J.J. Abrams („Fringe“) mit seinem Neustart der 1966er-Serie ein ganzes Genre wiederbelebt. Nachdem im starken ersten Teil alle Figuren eingeführt wurden, kann sich Teil 2 noch mehr auf spektakuläre Hochglanz-Action konzentrieren. Die mit einer Imax-Kamera erzeugten Bilder sind eine Wucht und selbst die nachträgliche 3D-Konvertierung kann sich durchaus sehen lassen. Die Stunts und Special-Effekte sind noch größer als im ersten Film. Speziell die Schlusssequenz in San Francisco hält einige erinnerungswürdige Momente bereit. Aber natürlich ist nicht nur die Optik von „Star Trek Into Darkness“ beeindruckend. Abrams und seine Autoren Robert Orci, Alex Kurtzman und Damon Lindelof haben das „Star Trek“-Universum erneut von innen nach außen gekehrt und erzählen eine temporeiche, spannende SciFi-Thriller-Geschichte, die die mit zahlreichen Wendungen überrascht.

Die Figuren finden zusammen

Captain Kirk mit Dr. Carol Marcus (Quelle: Paramount Pictures Germany)

Captain Kirk mit Dr. Carol Marcus (Quelle: Paramount Pictures Germany)

Die Weiterentwicklung der Charaktere kommt dabei auch nicht zu kurz: Die zunächst eher verfeindeten, da komplett unterschiedlichen Kirk und Spock nähern sich immer mehr aneinander an. Die Beziehung von Spock und Uhura muss die ein oder andere Krise überstehen. Auch die restlichen Figuren sind wesentlich vielschichtiger, als man es von normaler Popcorn-Unterhaltung gewohnt ist. So ist es nicht verwunderlich, dass die Grenzen zwischen Gut und Böse hier und da verschwimmen und sich einige der Charaktere zeitweise in moralischen Grauzonen bewegen. Abrams findet eine gute Wage zwischen knalliger Action und interessanten und gut geschriebenen Dialogsequenzen, in denen er die guten Schauspieler zur Entfaltung kommen lässt.

"Pille" McCoy untersucht den mysteriösen Harrison (Quelle: Paramount Pictures Germany)

„Pille“ McCoy untersucht den mysteriösen Harrison (Quelle: Paramount Pictures Germany)

Chris Pine ist mit seiner Figur Kirk gewachsen. Die Darstellung vom smarten, schlagfertigen Held, der mit einigen Problemen zu kämpfen hat, gelingt Pine hervorragend. Auch Zachary Quinto hat seinen Auftritt als rationaler, emotional eingeschränkter Spock noch einmal verfeinert. Seine Rededuelle mit Chris Pine und Zoe Saldana gehören zu den Höhepunkten des Filmes, da Saldana als Kommunikationsexpertin Uhura wie ihre männlichen Kollegen vollkommen überzeugt. Simon Pegg darf als Scotty dieses Mal noch mehr sein komisches Ausnahmetalent beweisen und mit lustigen One-Linern in Serie gefallen. Die weiteren Crewmitglieder wie Karl Urban („R.E.D.“), John Cho („Harold & Kumar“), Anton Yelchin („Terminator: Die Erlösung“) wiederholen ihre ordentlichen Leistungen aus dem ersten Teil. Die als Doktor Carol Marcus neu zum Team gestoßene Alice Eve („The Raven“) wird leider etwas auf die Funktion als Eye Candy beschränkt, wobei ihre Streitereien mit ihrem von Routinier Peter Weller („Dexter“) verkörperten Vater Admiral Marcus durchaus unterhaltsam sind. Das schauspielerische Highlight von „Into Darkness“ bietet Vollblut-Charismatiker Benedict Cumberbatch, der die zugegebenermaßen dankbare Rolle als Terrorist John Harrison mit Exzentrik und fast greifbarer Bedrohlichkeit verkörpert.

Mit „Star Trek Into Darkness“ ist J.J. Abrams großes Blockbuster-Kino gelungen. Moderne, toll bebilderte Action mit Emotionen und einem überraschend hohen Anteil an Humor dürfte auch diejenigen, die bislang nicht in den „Star Trek“-Universen unterwegs waren, restlos zufrieden stellen. Da zusätzlich ausreichend Stimmung aus der originalen Serie transportiert wird, hinterlässt dieses zweite Reboot praktisch keinen Spielraum für negative Kritik.

4,5 von 5 Punkten


Quelle: Paramount Pictures Germany, YouTube

Star Trek: Into Darkness

Originaltitel:Star Trek: Into Darkness
Regie:J.J. Abrams
Darsteller:Chris Pine, Zachary Quinto, Simon Pegg, Karl Urban, Zoe Saldana
Genre:Science-Fiction
Produktionsland/-jahr:USA, 2012
Verleih:Paramount Pictures Germany
Länge:129 Minuten
FSK:ab 12 Jahren
Kinostart:09.05.2013
Homepage:Der Internet-Auftritt von "Star Trek: Into Darkness"

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 04.05.2013
Star Trek Into Darkness (Kino)

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