Review: R.E.D. (Blu-ray)

Bildquelle: Concorde Entertainment

Frank Moses (Bruce Willis), einst ein erfolgreicher CIA-Agent, hat im Ruhestand nicht viel mehr zu tun, als mit Sarah Ross (Mary-Louise Parker, Edward Nortons Ehefrau Molly in „Roter Drache“) der Sachbearbeiterin seiner Pensionskasse, am Telefon zu flirten. Mit der erholsamen Ruhe ist es allerdings vorbei, als ein Killerkommando nachts sein Haus zerschießt. Frank versteckt sich bei Sarah und entführt sie, um sie vor einem möglichen Anschlag zu beschützen. CIA-Agent Cooper (Karl Urban, Kiril aus „Die Bourne Verschwörung“), der den Auftrag hat, Frank und Sarah zu töten, ist ihnen schon dicht auf den Fersen. Mit Hilfe seines alten Mentors Joe (Morgan Freeman), des paranoiden Marvin (John Malkovich) und der pensionierten Profikillerin Victoria (Helen Mirren) versucht Frank herauszufinden, warum er sterben soll und eröffnet seinerseits die Jagd auf seine Feinde.

Der Stuttgarter Robert Schwentke inszenierte diese star-besetzte Actionkomödie im Jahr 2010. Ihm gelang es dabei, neben John Malkovich, Bruce Willis und neben den Oscar-Preisträgern Morgan Freeman („Million Dollar Baby“) und Helen Mirren („Die Queen“) auch noch Brian Cox („Trick ‘r Treat“), Richard Dreyfuss (Matt Hooper aus „Der weiße Hai“), James Remar (Harry Morgan aus „Dexter“) und den inzwischen 94-jährigen Ernest Borgnine (Cabbie aus „Die Klapperschlange“) zu verpflichten. Alle Charaktere wurden gnadenlos überzeichnet, um den Stars alle Freiheiten zu geben. So entsteht ein überdrehtes, selbstironisches Spektakel, an dem die Darsteller sichtlich Spaß haben. Leider verkommt der ganze Film so aber ein bisschen zum Starvehikel, da kein Raum mehr für eine wirkliche Story bleibt. Fragen der inneren Logik wie „Warum ist Sarah auf der Abschussliste?“ oder „Warum helfen zwei verfeindete Charaktere sich plötzlich?“ werden komplett offen gelassen.

Malkovich als LSD-Versuchsobjekt und weitere rüstige Rentner

Trotz der dürftigen Story können die gut gelaunten Darsteller natürlich überzeugen. Bruce Willis ist cool wie in „Stirb Langsam“ und Mary-Louise Parker bringt eine liebenswerte Leichtigkeit in den Film. John Malkovich glänzt als Marvin, der 11 Jahre unbewusst an einem LSD-Experiment teilgenommen hat und vollkommen verrückt geworden ist. Malkovich sorgt mit seiner Vorstellung für die skurrilsten Szenen des Films, Helen Mirren scheint erschreckend viel Freude an ihrer Rolle als Serienkillerin zu finden und Morgan Freeman ist Morgan Freeman und somit gewohnt gut. Brian Cox als russischer Agent, Richard Dreyfuss als Waffenhändler, Karl Urban als aalglatter, skrupelloser Agent und speziell auch der überraschend fitte Ernest Borgnine fallen mit ihren Darstellungen ebenfalls nicht ab.

„R.E.D.“ wirkt wie eine lose Aneinanderreihung von Sketchen, in denen die alternden Protagonisten sich nicht schonen. Die einzelnen Szenen sind zum großen Teil wirklich unterhaltsam und witzig. Aufgrund vorhandener Lücken reicht es aber bei Weitem nicht aus, um eine über 111 Minuten funktionierende Geschichte zu erzählen. Daher bleibt „R.E.D.“ trotz der sensationellen Besetzung ein Film, der den Zuschauer nicht vollkommen überzeugen kann.

3 von 5 Punkten

Bild: Dem Zuschauer wird ein enorm klares Bild geboten. Unschärfen sind so gut wie nicht vorhanden. Die Farbabmischung ist sehr gelungen. Das sehr plastische Bild erlaubt sich im ganzen Film eigentlich keine Schwächen.

5 von 5 Punkten

Ton:Die deutsche und die englische Tonspur sind in DTS HD 5.1 MA-Sound vorhanden. Die Qualität wird voll ausgenutzt. Die Dialoge sind glasklar, die Action-Szenen lassen das Wohnzimmer beben. Da auch die Abmischung perfekt gelungen ist, gibt es keine Kritik an der technischen Umsetzung der Blu-Ray.

5 von 5 Punkten

Extras: Der von einem Ex-CIA-Agenten gesprochene Audio-Kommentar ist das Highlight der Extras. Entfernte Szenen, ein Trivia Track, Trailer und ein Feature komplettieren die ansonsten nicht nennenswerten Extras.

3 von 5 Punkten

Gesamt: 3,5 von 5 Punkten

 

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Bildquelle: Concorde, Youtube

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