Review: Küss mich, Mistkerl! (Kino)

Das Hauptplakat von "Küss Mich, Mistkerl!" (© SquareOne Entertainment)

Das Hauptplakat von “Küss Mich, Mistkerl!” (© SquareOne Entertainment)

Inhalt: Literatur-Master und Leseratte Lucy (Lucy Hale, „Scream 4“) ist wie für das Verlagswesen geschaffen. Seit einer Fusion fokussiert sich ihr Arbeitgeber eher auf seichte Biographien, was ihr schwer zu schaffen macht. Aber es kommt noch schlimmer: Ihr wird der unterkühlte, nur auf Effizienz gepolte Josh (Austin Stowell, „Swallow“) ins Büro gesetzt. Schon bald gehen sich die beiden verbal an die Gurgel. Als dann auch noch eine Stelle ausgeschrieben wird, um die Lucy mit ihrem Erzfeind konkurrieren muss, droht die Situation zu eskalieren. Doch dann kommt es zu einer schicksalshaften Fahrstuhlfahrt.

 

Kritik: Im Jahr 2016 gelang der Autorin Sally Thorne mit ihrer altmodischen „Was sich neckt, das liebt sich“-RomCom „The Hating Game“ ein Überraschungserfolg. Weniger erstaunlich war die zeitnahe Umsetzung der Geschichte in einen Film. Regisseur Peter Hutchings („Cool Girls“) liefert eine romantische Komödie, die gefühlt (mindestens) 25 Jahre auf dem Buckel hat – was ja an sich keine negativen Auswirkungen haben muss. Gerade zu Anfang, wenn sich Lucy und Josh noch nach Herzenslust necken, scheint „Küss mich, Mistkerl!“ (seufz, was ein Titel…) alle Erwartungen erfüllen zu können. Leider scheint der Film nicht gewillt, zu viel Konflikt aufkommen zu lassen, weshalb man sehr schnell zur Liebelei übergeht.

 

Bei Lucy und Josh fliegen die Fetzen (© SquareOne Entertainment)

Bei Lucy und Josh fliegen die Fetzen (© SquareOne Entertainment)

 

So entwickelt sich eine harmlose Romanze, die zwar immer wieder nette Momente hat, in der aber eigentlich nicht sonderlich viel Handlung und Veränderung steckt. Dass diese seichte Genrekost für Fans nicht auf dem Level von TV-Massenproduktionen landet, ist nahezu ausschließlich auf die gute harmonierenden Protagonisten zurückzuführen. Gerade Lucy Hale hat als energetisch-ehrgeiziger Nerd und Tollpatsch genau das richtige Maß an Charme, was ein solcher Film benötigt. An ihrer Seite gibt Austin Stowell dem unnahbaren Josh genug Sympathiewerte, um als RomCom-Protagonist zu funktionieren. Von den Nebendarstellern bleibt allenfalls Routinier Corbin Bernsen als tumber Verlagschef im Gedächtnis.

Mit ein bisschen mehr Mut zu Konflikten und Inhalten sowie etwas mehr Fokus auf die versprochenen Neckereien hätte hier eine wirklich schöne, romantische Komödie der alten Schule entstehen können. Selbst wenn das Endergebnis zu konventionell und bieder bleibt, sorgt die Paarung Hale-Stowell dafür, dass die meisten RomCom-Fans ihren Spaß an „Küss mich, Mistkerl!“ haben werden.

3 von 5 Punkten


Quelle: SquareOne, YouTube

Küss mich, Mistkerl!

Originaltitel:The Hating Game
Regie:Peter Hutchings
Darsteller:Lucy Hale, Austin Stowell, Corbin Bernsen
Genre:Komödie, Liebesfilm
Produktionsland/-jahr:USA, 2021
Verleih:SquareOne Entertainment
Länge:102 Minuten
FSK:ab 6 Jahren
Kinostart:10.03.2022

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von SquareOne

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 08.03.2022
Review: Küss mich, Mistkerl! (Kino)

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